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Gallier a Lyon - Kerks und Schwartz zugeschr. / attr. to

In 114. Auktion

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Mannheim
Gallier a Lyon - Kerks und Schwartz zugeschr. / attr. to, Exquisite, oktagonale, vermutlich Münchner Historismus Halsuhr im Renaissance Stil

Maße 28 x 53 x 23 mm, circa 1600/1880, Gewicht 46 g, Land Frankreich/Deutschland

Geh.: Silber, vergoldet, auf der Vorder- und Rückseite ausklappbare, facettierte Kristallschalen.

Ziff.: Silber, vergoldet, gravierte Ornamente und Stadtansicht im Zentrum, röm. Zahlen, einzelner Stahlzeiger.

Werk: Achteckiges Vollplatinenwerk, signiert "Gallier à Lyon", Darmsaite/Schnecke, Spindelhemmung, zweiarmige Eisenunruh.

Dieser Uhrentyp wurde vermutlich im späten 19. Jahrhundert hergestellt und vor allem von Sammlern neogotischer Erinnerungsstücke gekauft. Bei der Herstellung wurden Werkteile aus dem 16. Jahrhundert verwendet. Die Uhr gehört zu einer von mehreren Serien, die in Deutschland produziert wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war die Firma Kerks & Schwartz in München der Hersteller. Das Unternehmen war von etwa 1875 bis 1920 in der Nymphenburger Straße in München ansässig und spezialisiert auf Nachbildungen antiker Halsuhren. Provenienz: Christies New York 17. Dezember 1986, Lot 464.
Bereits zur Zeit des Historismus, in der die Begeisterung für alles Historische, besonders für das Mittelalter und die Renaissance ihren Höhepunkt fand, wurden aufgrund der Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage viele Kopien, Repliken und Fälschungen hergestellt und auf den Markt gebracht. Möglich wurde dies durch hellsichtige Händler, die die Ersatzteillager verschiedener Uhrmacher aufkauften und die einzelnen Teile zusammenbauen ließen, um sie als Uhren aus der Zeit verkaufen zu können. Modelle fanden sich auf zahlreichen, zeitgenössischen Gemälden einflussreicher Persönlichkeiten, die sich mit den ersten tragbaren Uhren als Status- oder Vanitas-Symbol verewigen ließen. Als wahrscheinlich berühmteste Nachschöpfung einer tragbaren Renaissance-Uhr gilt eine um 1890 von dem bedeutenden Uhrensammler Carl Marfels und später von dem Finanzmagnaten John Pierpont Morgan erworbene Dosenuhr, die Marfels als die älteste Taschenuhr der Welt gekauft und berühmt gemacht hatte. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Mariage aus einem Gehäuse, das um 1550/60 entstand und einem viel jüngeren Werk von 1680, handelte. Heute befindet sich die Uhr im New Yorker Metropolitan Museum.

Geh.: sehr gut. Ziff.: sehr gut. Werk: sehr gut.
Gallier a Lyon - Kerks und Schwartz zugeschr. / attr. to, An exquisite, octagonal probably Munich historicism neck watch in Renaissance style

Dimensions 28 x 53 x 23 mm, circa 1600/1880, Weight 46 g, Origin Frankreich/Deutschland

Case: Silver, gold-plated, with faceted crystal bowls that fold out on the front and back.

Dial: Silver, gold-plated, engraved ornaments and view of a town in the center, Roman numerals, single steel hand.

Movm.: Octagonal-shaped full plate movement, signed "Gallier à Lyon", gut string/fusee, verge escapement, two-arm iron balance.

This type of watch was probably manufactured in the late 19th century and usually bought by collectors of neo-Gothic souvenirs. The movement uses 16th century parts and the watch belongs to one of several such series produced in Germany; it is highly probable that the manufacturer was Kerks & Schwartz in Munich. Kerks & Schwartz worked on Nymphenburger Straße in Munich from around 1875 to 1920 and specialized in replicas of antique neck watches. Provenance: Christies New York 17 December 1986, lot 464.
Even in the era of historicism where the popularity of all things vintage, in particular Middle-age and Renaissance style objects was at its peak, a large number of copies, replicas and forgeries were produced and sold due to the large gap between supply and demand. This was enabled by clever traders, who bought old warehouse stocks from various watch- and clockmakers and had the parts put together to be sold as timepieces from that original period. The makers imitated the models seen on paintings of important persons from the period who wore the first portable clock-watches as status or vanity pieces while they posed for their portraits. The most famous copy of a Renaissance clock-watch is probably the piece acquired by important collector Carl Marfels around 1890, which he bought with the designation "earliest pocket watch ever" and which was eventually acquired by the wealthy financier and banker John Pierpont Morgan. Much later it was discovered that the piece was an amalgamation created with a case dating from 1550/60 and a much later movement dating from 1680. Today that piece is kept in the Metropolitan Museum in New York.

Case: very good. Dial: very good. Movm.: very good.
Gallier a Lyon - Kerks und Schwartz zugeschr. / attr. to, Exquisite, oktagonale, vermutlich Münchner Historismus Halsuhr im Renaissance Stil

Maße 28 x 53 x 23 mm, circa 1600/1880, Gewicht 46 g, Land Frankreich/Deutschland

Geh.: Silber, vergoldet, auf der Vorder- und Rückseite ausklappbare, facettierte Kristallschalen.

Ziff.: Silber, vergoldet, gravierte Ornamente und Stadtansicht im Zentrum, röm. Zahlen, einzelner Stahlzeiger.

Werk: Achteckiges Vollplatinenwerk, signiert "Gallier à Lyon", Darmsaite/Schnecke, Spindelhemmung, zweiarmige Eisenunruh.

Dieser Uhrentyp wurde vermutlich im späten 19. Jahrhundert hergestellt und vor allem von Sammlern neogotischer Erinnerungsstücke gekauft. Bei der Herstellung wurden Werkteile aus dem 16. Jahrhundert verwendet. Die Uhr gehört zu einer von mehreren Serien, die in Deutschland produziert wurden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war die Firma Kerks & Schwartz in München der Hersteller. Das Unternehmen war von etwa 1875 bis 1920 in der Nymphenburger Straße in München ansässig und spezialisiert auf Nachbildungen antiker Halsuhren. Provenienz: Christies New York 17. Dezember 1986, Lot 464.
Bereits zur Zeit des Historismus, in der die Begeisterung für alles Historische, besonders für das Mittelalter und die Renaissance ihren Höhepunkt fand, wurden aufgrund der Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage viele Kopien, Repliken und Fälschungen hergestellt und auf den Markt gebracht. Möglich wurde dies durch hellsichtige Händler, die die Ersatzteillager verschiedener Uhrmacher aufkauften und die einzelnen Teile zusammenbauen ließen, um sie als Uhren aus der Zeit verkaufen zu können. Modelle fanden sich auf zahlreichen, zeitgenössischen Gemälden einflussreicher Persönlichkeiten, die sich mit den ersten tragbaren Uhren als Status- oder Vanitas-Symbol verewigen ließen. Als wahrscheinlich berühmteste Nachschöpfung einer tragbaren Renaissance-Uhr gilt eine um 1890 von dem bedeutenden Uhrensammler Carl Marfels und später von dem Finanzmagnaten John Pierpont Morgan erworbene Dosenuhr, die Marfels als die älteste Taschenuhr der Welt gekauft und berühmt gemacht hatte. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Mariage aus einem Gehäuse, das um 1550/60 entstand und einem viel jüngeren Werk von 1680, handelte. Heute befindet sich die Uhr im New Yorker Metropolitan Museum.

Geh.: sehr gut. Ziff.: sehr gut. Werk: sehr gut.
Gallier a Lyon - Kerks und Schwartz zugeschr. / attr. to, An exquisite, octagonal probably Munich historicism neck watch in Renaissance style

Dimensions 28 x 53 x 23 mm, circa 1600/1880, Weight 46 g, Origin Frankreich/Deutschland

Case: Silver, gold-plated, with faceted crystal bowls that fold out on the front and back.

Dial: Silver, gold-plated, engraved ornaments and view of a town in the center, Roman numerals, single steel hand.

Movm.: Octagonal-shaped full plate movement, signed "Gallier à Lyon", gut string/fusee, verge escapement, two-arm iron balance.

This type of watch was probably manufactured in the late 19th century and usually bought by collectors of neo-Gothic souvenirs. The movement uses 16th century parts and the watch belongs to one of several such series produced in Germany; it is highly probable that the manufacturer was Kerks & Schwartz in Munich. Kerks & Schwartz worked on Nymphenburger Straße in Munich from around 1875 to 1920 and specialized in replicas of antique neck watches. Provenance: Christies New York 17 December 1986, lot 464.
Even in the era of historicism where the popularity of all things vintage, in particular Middle-age and Renaissance style objects was at its peak, a large number of copies, replicas and forgeries were produced and sold due to the large gap between supply and demand. This was enabled by clever traders, who bought old warehouse stocks from various watch- and clockmakers and had the parts put together to be sold as timepieces from that original period. The makers imitated the models seen on paintings of important persons from the period who wore the first portable clock-watches as status or vanity pieces while they posed for their portraits. The most famous copy of a Renaissance clock-watch is probably the piece acquired by important collector Carl Marfels around 1890, which he bought with the designation "earliest pocket watch ever" and which was eventually acquired by the wealthy financier and banker John Pierpont Morgan. Much later it was discovered that the piece was an amalgamation created with a case dating from 1550/60 and a much later movement dating from 1680. Today that piece is kept in the Metropolitan Museum in New York.

Case: very good. Dial: very good. Movm.: very good.

114. Auktion

Auktionsdatum
Ort der Versteigerung
Friedrichsplatz 19
Mannheim
68165
Germany

Versand auf Anfrage | Shipping on demand

Wichtige Informationen

Zu Aufgeld und Mehrwertsteuer prüfen Sie bitte das jeweilige Los.
For premium and taxes please refer to the particular lot.

AGB

1. Die Versteigerung erfolgt im Namen und für Rechnung der Auftraggeber.

2. Der Versteigerer ist berechtigt, Nummern zu vereinen, zu trennen, außerhalb der Reihenfolge zu versteigern oder zurückzuziehen.

3. Die Vorbesichtigung gibt dem Käufer Gelegenheit, die zur Versteigerung gelangenden Gegenstände zu prüfen und sich von der Beschaffenheit zu überzeugen. Gegen den Versteigerer gerichtete Beanstandungen können nach dem Zuschlag nicht berücksichtigt werden. Die Katalogbeschreibungen sind nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen, stellen keine Beschaffenheitsvereinbarung gem. § 434 BGB dar.

4. In den Geschäftsräumen des Versteigerers haftet jeder Besucher - insbesondere bei Besichtigungen - auch ohne eigenes Verschulden für jeden von ihm verursachten Schaden.

5. Der Zuschlag erfolgt nach dreimaligem Aufruf an den Meistbietenden. Wenn mehrere Personen gleichzeitig dasselbe Gebot abgeben, entscheidet das Los. Der Versteigerer ist befugt, den erteilten Zuschlag zurückzunehmen und die Sache neu anzubieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen wurde oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Bei Nichterreichen des Mindestpreises kann der Zuschlag "unter Vorbehalt" erteilt werden und bedarf der Zustimmung des Auftraggebers. Der Ersteigerer ist an den Zuschlag "unter Vorbehalt" für 3 Wochen gebunden. Ein Lot, das den Limitpreis nicht erreicht, kann ohne gleichzeitigen Hinweis vom Auktionator für den Einlieferer zurückgekauft werden. Das Auktionshaus behält sich vor, für den Einlieferer Objekte unter dem Limitpreis zurückzukaufen.

6. Zahlung muss unmittelbar nach Kauf erfolgen. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar an den Ersteher über, das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

7. Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Betrag, auf den der Zuschlag erteilt wird (Zuschlagsumme) sowie einem Aufgeld von 25 % (Objekte ohne Stern) auf die Zuschlagsumme, das vom Versteigerer erhoben wird. In dem Aufgeld ist die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwertsteuer enthalten. Diese wird erstattet, wenn binnen Monatsfrist ein zollamtlicher Ausfuhrnachweis erbracht wird oder die Ausfuhr durch den Versteigerer zu bewirken ist.

7a) Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Betrag, auf den der Zuschlag erteilt wird (Zuschlagsumme) sowie einem Aufgeld von 22 % auf die Zuschlagssumme. Auf den Kaufpreis wird eine Mehrwertsteuer in Höhe von 19 % (Objekte mit einem Stern) erhoben. Diese wird erstattet, wenn binnen Monatsfrist ein zollamtlicher Ausfuhrnachweis erbracht wird oder die Ausfuhr durch den Versteigerer zu bewirken ist.

7b) Bitte beachten Sie, dass für online Live-Gebote über unsere Partner Drouot und Invaluable zusätzlich 3 % Gebühren erhoben werden. Für Onlinezuschläge über unsere Homepage oder Lot-tissimo fallen keine weiteren Gebühren an.

8. Der Kaufpreis ist bar nach erfolgtem Zuschlag in Euro-Währung (EUR) an den Versteigerer zu zahlen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen wegen der Überbelastung einer besonderen Nachprüfung und eventuellen Berichtigung; Irrtum vorbehalten.

9. Schriftliche Auktionsaufträge können erteilt werden und müssen spätestens einen Tag vor Auktionsbeginn vorliegen. Die darin genannten Preise gelten als Höchstgebot, der Zuschlag kann also auch zu einem niedrigeren Preis erfolgen. Das unter Punkt 7 genannte Aufgeld wird zusätzlich in Rechnung gestellt.

10. Bei Zahlungsverzug werden Zinsen in Höhe von 1 % je angebrochenem Monat berechnet. Der Käufer kommt spätestens unabhängig von einer Mahnung in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zuschlag zahlt. Bei Zahlung in ausländischer Währung gehen ein etwaiger Kursverlust und Einlösungsspesen zu lasten des Ersteigerers. Entsprechendes gilt für Schecks, die erst nach vorbehaltloser Bankgutschrift als Erfüllung anerkannt werden können. Auktionen Dr. Crott kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrags oder nach Fristsetzung Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen. Der Schadensersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Käufer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

11. Die Abnahme der ersteigerten Gegenstände muss innerhalb von acht Tagen nach Vereinbarung in unserem Büro zu den Geschäftszeiten Mo — Do 8:30 — 17:00, Fr 8:30 — 14:30 erfolgen. Die Haftung für etwaige Beschädigung oder den Verlust übernimmt der Versteigerer nicht. Jede Verwahrung und jeder Transport erfolgen auf Gefahr und Kosten des Käufers. Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Mannheim. Es gilt deutsches Recht.

12. Kaufgelder und Kaufgelderrückstände sowie Nebenleistungen kann der Versteigerer im eigenen Namen einziehen und einklagen.

13. Die Abgabe eines mündlichen oder schriftlichen Gebotes bedeutet die Anerkennung dieser Versteigerungsbedingungen.

14. Porto und Versand gehen zu Lasten des Käufers.

15. Bei eintretendem Konkurs oder Vergleichsverfahren des Käufers gilt das Aussonderungsrecht nach § 47 und § 48 InsO als vereinbart.

16. Sollte eine Bestimmung ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen unberührt.

17. Der Einlieferer, der Versteigerer sowie die Bieter versichern, solange sie sich nicht gegenteilig äußern, dass die Versteigerung bzw. der Erwerb aller abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des Dritten Reiches nur aus Zwecken der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen oder ähnlicher Zwecke erfolgt (§§ 86a, 86 StGB).

18. Die abgebildeten Uhren erscheinen nicht immer massstabs­getreu.

19. Im Zweifels­falle ist die deutsche Version dieser Verstei­gerungs­bedingungen der maßgebliche und bindende Text.

20. Das Gebot muss den Gegen­stand unter Aufführung von Lot-Nummer und Katalog-/Objekt­bezeichnung benennen. Im Zweifel ist die Lot-Nummer maßgeblich; Unklar­heiten gehen zu Lasten des Bieters.

21. Mit dem Antrag zum telefonischen Bieten erklärt sich der Kunde mit der Aufzeichnung von Telefongesprächen einverstanden. Auktionen Dr. Crott haftet nicht für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung von Telekommunikationsverbindungen oder Übermittlungsfehler.

22. Der Kunde ist damit einverstanden, dass sein Name, seine Adresse und Käufe für Zwecke der Durchführung und Abwicklung des Vertrags­verhältnisses elektronisch von Auktionen Dr. Crott gespeichert und verarbeitet werden.

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