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sowj. Kosmonauten | Konvolut Autogramme Walentina Tereschkowa u.a. | Fotografie | 1960er Jahre

In 3. Kunst- und Autographenauktion

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Berlin

sowj. Kosmonauten

Konvolut Autographen Walentina Tereschkowa u.a.

1960er Jahre | Fotografie | Papier


Beschreibung
9 Objekte: 5 Fotografien und Autogrammkarten mit den Signaturen Walentina Tereschkowas, Pawel Beljajews, Waleri Bykowskis, Alexej Leonows und Wladimir Aksjonows. beigegeben: 5 unsignierte Porträtfotografien: Gagarin, Tereschkowa, 3x Nikolajew.

Beschriftung
4 Fotografien mit 5 Signaturen, in roter, blauer, schwarzer Tinte sowie rotem und orangenem Farbstift.

Zustand
9 Fotografien und Autogrammkarten, davon 4 mit 5 Signaturen. Die Unterschriften in blauer, schwarzer, roter und orangefarbener Tinte, gut erhalten und lesbar. Die Darstellungen mit leichten Oberflächenblessuren, etwas vergilbt, griffspurig, teils etwas gebogen, teils knickfaltig, blass stockfleckig, etwas angeschmutzt, die kanten bestoßen, verso teils Montierungsreste und Bereibungen. Sonst in gutem Zustand..

Maße
14,5 x 22 cm

Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.


Vita Walentina Tereschkowa
Walentina Tereschkowa-Nikolajewa (geboren 1937 in Maslennikowo bei Tutajew, Oblast Jaroslawl, Russische SFSR) ist eine ehemalige sowjetische Kosmonautin. Sie war im Jahre 1963 die erste Frau im Weltraum und die einzige Frau in der Raumfahrtgeschichte, die auf einer Solo-Mission flog. Nach einer Ausbildung zur Textilarbeiterin absolvierte sie parallel eine technische Weiterbildung und engagierte sich intensiv im Fallschirmsport, in dem sie mehrere hundert Sprünge absolvierte. Diese paramilitärische Qualifikation war ein zentrales Auswahlkriterium für das sowjetische Raumfahrtprogramm, da die Wostok-Kapseln eine Fallschirmlandung erforderten. 1962 wurde Tereschkowa in das speziell gebildete weibliche Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftstreitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung war vollständig militärisch organisiert und umfasste Raumfahrttechnik, Flug- und Navigationstheorie, Zentrifugen- und Isolationstraining, Überlebenstraining sowie intensive medizinische Belastungstests. Sie erhielt den Rang eines Leutnants der sowjetischen Luftwaffe. Am 16. Juni 1963 startete Tereschkowa mit Wostok 6 und absolvierte als erste Frau im Weltraum einen nahezu dreitägigen Alleinraumflug. Die Mission lieferte wichtige medizinische und physiologische Daten und hatte hohe militärisch-strategische Bedeutung im Kontext des Kalten Krieges. Der Raumflug wurde als vollwertige militärische Dienstleistung gewertet.Tereschkowa blieb Berufsoffizierin, absolvierte später ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte. Ihre Laufbahn verbindet technische Ausbildung, paramilitärische Qualifikation und eine Schlüsselrolle in der frühen bemannten Raumfahrt.

Vita Alexei Leonow
Alexei Archipowitsch Leonow (geboren 1934 in Listwjanka, Oblast Kemerowo, gestorben 2019 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot, Kosmonaut und General der Luftstreitkräfte. Nach einer technischen Schulbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1955 die Militärflugschule für Jagdflieger in Krementschug, die er 1957 als Leutnant und ausgebildeter Kampfpilot abschloss. Anschließend diente er als Jagdflieger und bewährte sich durch fliegerische Präzision, körperliche Belastbarkeit und technische Auffassungsgabe. 1960 wurde Leonow in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch strukturierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie extreme medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Qualifikation wurde er als Missionsspezialist für komplexe Außenoperationen vorgesehen. Am 18. März 1965 nahm Leonow als Bordingenieur an der Mission Woschod 2 teil und führte den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Trotz lebensbedrohlicher Probleme beim Wiedereintritt in die Kapsel bewältigte er die Situation eigenständig, was als herausragende militärisch-technische Leistung gilt. 1975 kommandierte er die sowjetische Crew der Mission Sojus 19 im Rahmen des Apollo-Sojus-Testprojekts, der ersten gemeinsamen Raumfahrtmission der USA und der UdSSR. Leonow blieb Berufsoffizier, absolvierte ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generalmajors der sowjetischen Luftstreitkräfte. Seine Laufbahn verbindet exzellente militärische Pilotenausbildung mit Schlüsseloperationen der bemannten Raumfahrt und bedeutenden Beiträgen zur militärisch-technischen Entwicklung des sowjetischen Raumfahrtprogramms.

Vita Pawel Beljajew
Pawel Iwanowitsch Beljajew (geboren 1925 in Tschelischtschewo, Oblast Wologda, gestorben 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach dem Eintritt in die sowjetische Marinefliegerei absolvierte er ab 1944 eine militärische Flugausbildung und wurde zum Marine-Jagdflieger ausgebildet. Im Zweiten Weltkrieg nahm er an Einsätzen im Fernen Osten teil und setzte nach Kriegsende seine fliegerische Qualifikation fort. Durch kontinuierliche Weiterbildung wurde er Testpilot, eine besonders anspruchsvolle militärische Verwendung, die hohe technische Kompetenz und fliegerische Präzision erforderte.1960 wurde Beljajew in das Kosmonautenkorps der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung folgte streng militärischen Standards und umfasste Raumfahrtsysteme, Navigation, Hochleistungsflug, Überlebenstraining sowie medizinische Belastungstests. Trotz gesundheitlicher Rückschläge qualifizierte er sich als Kommandant einer bemannten Mission. Am 18. März 1965 startete Beljajew als Kommandant von Woschod 2. Während dieser Mission führte Alexei Leonow den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Nach technischen Problemen gelang Beljajew eine manuelle Landung, eine außergewöhnliche fliegerische Leistung, die seine militärische Ausbildung und Führungsfähigkeit unter Beweis stellte. Beljajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Obersten der sowjetischen Luftstreitkräfte und war an der Ausbildung nachfolgender Kosmonauten beteiligt. Seine Laufbahn ist geprägt von exzellenter militärischer Pilotenausbildung, Testflugerfahrung und entscheidenden Beiträgen zur frühen bemannten Raumfahrt.

sowj. Kosmonauten

Konvolut Autographen Walentina Tereschkowa u.a.

1960er Jahre | Fotografie | Papier


Beschreibung
9 Objekte: 5 Fotografien und Autogrammkarten mit den Signaturen Walentina Tereschkowas, Pawel Beljajews, Waleri Bykowskis, Alexej Leonows und Wladimir Aksjonows. beigegeben: 5 unsignierte Porträtfotografien: Gagarin, Tereschkowa, 3x Nikolajew.

Beschriftung
4 Fotografien mit 5 Signaturen, in roter, blauer, schwarzer Tinte sowie rotem und orangenem Farbstift.

Zustand
9 Fotografien und Autogrammkarten, davon 4 mit 5 Signaturen. Die Unterschriften in blauer, schwarzer, roter und orangefarbener Tinte, gut erhalten und lesbar. Die Darstellungen mit leichten Oberflächenblessuren, etwas vergilbt, griffspurig, teils etwas gebogen, teils knickfaltig, blass stockfleckig, etwas angeschmutzt, die kanten bestoßen, verso teils Montierungsreste und Bereibungen. Sonst in gutem Zustand..

Maße
14,5 x 22 cm

Provenienz
Aus Berliner Privatbesitz.


Vita Walentina Tereschkowa
Walentina Tereschkowa-Nikolajewa (geboren 1937 in Maslennikowo bei Tutajew, Oblast Jaroslawl, Russische SFSR) ist eine ehemalige sowjetische Kosmonautin. Sie war im Jahre 1963 die erste Frau im Weltraum und die einzige Frau in der Raumfahrtgeschichte, die auf einer Solo-Mission flog. Nach einer Ausbildung zur Textilarbeiterin absolvierte sie parallel eine technische Weiterbildung und engagierte sich intensiv im Fallschirmsport, in dem sie mehrere hundert Sprünge absolvierte. Diese paramilitärische Qualifikation war ein zentrales Auswahlkriterium für das sowjetische Raumfahrtprogramm, da die Wostok-Kapseln eine Fallschirmlandung erforderten. 1962 wurde Tereschkowa in das speziell gebildete weibliche Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftstreitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung war vollständig militärisch organisiert und umfasste Raumfahrttechnik, Flug- und Navigationstheorie, Zentrifugen- und Isolationstraining, Überlebenstraining sowie intensive medizinische Belastungstests. Sie erhielt den Rang eines Leutnants der sowjetischen Luftwaffe. Am 16. Juni 1963 startete Tereschkowa mit Wostok 6 und absolvierte als erste Frau im Weltraum einen nahezu dreitägigen Alleinraumflug. Die Mission lieferte wichtige medizinische und physiologische Daten und hatte hohe militärisch-strategische Bedeutung im Kontext des Kalten Krieges. Der Raumflug wurde als vollwertige militärische Dienstleistung gewertet.Tereschkowa blieb Berufsoffizierin, absolvierte später ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generals der sowjetischen Luftstreitkräfte. Ihre Laufbahn verbindet technische Ausbildung, paramilitärische Qualifikation und eine Schlüsselrolle in der frühen bemannten Raumfahrt.

Vita Alexei Leonow
Alexei Archipowitsch Leonow (geboren 1934 in Listwjanka, Oblast Kemerowo, gestorben 2019 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot, Kosmonaut und General der Luftstreitkräfte. Nach einer technischen Schulbildung trat er in die sowjetischen Luftstreitkräfte ein und absolvierte ab 1955 die Militärflugschule für Jagdflieger in Krementschug, die er 1957 als Leutnant und ausgebildeter Kampfpilot abschloss. Anschließend diente er als Jagdflieger und bewährte sich durch fliegerische Präzision, körperliche Belastbarkeit und technische Auffassungsgabe. 1960 wurde Leonow in das erste Kosmonautenkorps der sowjetischen Luftwaffe aufgenommen. Die militärisch strukturierte Ausbildung umfasste Hochleistungsflugtraining, Raumfahrtsysteme, Navigation, Fallschirmsprung- und Überlebenstraining sowie extreme medizinische Belastungstests. Aufgrund seiner fliegerischen Qualifikation wurde er als Missionsspezialist für komplexe Außenoperationen vorgesehen. Am 18. März 1965 nahm Leonow als Bordingenieur an der Mission Woschod 2 teil und führte den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Trotz lebensbedrohlicher Probleme beim Wiedereintritt in die Kapsel bewältigte er die Situation eigenständig, was als herausragende militärisch-technische Leistung gilt. 1975 kommandierte er die sowjetische Crew der Mission Sojus 19 im Rahmen des Apollo-Sojus-Testprojekts, der ersten gemeinsamen Raumfahrtmission der USA und der UdSSR. Leonow blieb Berufsoffizier, absolvierte ein Ingenieurstudium an der Militärakademie für Luftfahrttechnik Schukowski und erreichte den Rang eines Generalmajors der sowjetischen Luftstreitkräfte. Seine Laufbahn verbindet exzellente militärische Pilotenausbildung mit Schlüsseloperationen der bemannten Raumfahrt und bedeutenden Beiträgen zur militärisch-technischen Entwicklung des sowjetischen Raumfahrtprogramms.

Vita Pawel Beljajew
Pawel Iwanowitsch Beljajew (geboren 1925 in Tschelischtschewo, Oblast Wologda, gestorben 1970 in Moskau) war ein sowjetischer Militärpilot und Kosmonaut. Nach dem Eintritt in die sowjetische Marinefliegerei absolvierte er ab 1944 eine militärische Flugausbildung und wurde zum Marine-Jagdflieger ausgebildet. Im Zweiten Weltkrieg nahm er an Einsätzen im Fernen Osten teil und setzte nach Kriegsende seine fliegerische Qualifikation fort. Durch kontinuierliche Weiterbildung wurde er Testpilot, eine besonders anspruchsvolle militärische Verwendung, die hohe technische Kompetenz und fliegerische Präzision erforderte.1960 wurde Beljajew in das Kosmonautenkorps der sowjetischen Streitkräfte aufgenommen. Die Ausbildung folgte streng militärischen Standards und umfasste Raumfahrtsysteme, Navigation, Hochleistungsflug, Überlebenstraining sowie medizinische Belastungstests. Trotz gesundheitlicher Rückschläge qualifizierte er sich als Kommandant einer bemannten Mission. Am 18. März 1965 startete Beljajew als Kommandant von Woschod 2. Während dieser Mission führte Alexei Leonow den ersten Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg) der Geschichte durch. Nach technischen Problemen gelang Beljajew eine manuelle Landung, eine außergewöhnliche fliegerische Leistung, die seine militärische Ausbildung und Führungsfähigkeit unter Beweis stellte. Beljajew blieb Berufsoffizier, erreichte den Rang eines Obersten der sowjetischen Luftstreitkräfte und war an der Ausbildung nachfolgender Kosmonauten beteiligt. Seine Laufbahn ist geprägt von exzellenter militärischer Pilotenausbildung, Testflugerfahrung und entscheidenden Beiträgen zur frühen bemannten Raumfahrt.

3. Kunst- und Autographenauktion

Auktionsdatum
Ort der Versteigerung
Friedrichstraße 232
Berlin
10969
Germany

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Wichtige Informationen

Wir erheben ein Aufgeld in Höhe von 25 % Aufgeld zzgl.19 % MwSt.

AGB

§1 Der Versteigerer

  1. Der Auktionator des Auktionshaues Flanel Sago, Friedrichstr. 232., 10969  Berlin versteigert im fremden Namen und auf fremde Rechnung für private und gewerbliche Auftraggeber. 
  2. Die im Eigentum des Versteigerers oder des Auktionshauses befindlichen Gegenstände werden im Katalog mit ‚E‘ gekennzeichnet.
  3. Die Versteigerung erfolgt auf der Grundlage dieser Versteigerungsbedingungen. Die Versteigerungsbedingungen sind im Internet auf der Seite des Auktionshauses und durch einen deutlich sichtbaren Aushang in dem Raum der Auktion zum Termin der Auktion veröffentlicht. Durch Abgabe eines Gebots erkennt der Käufer diese Versteigerungsbedingungen als verbindlich an.

§2 Katalog und Vorbesichtigung

  1. Die Beschreibungen der Objekte in den Versteigerungs-Listen und Katalogen werden nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen, stellen jedoch keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne des BGB dar. Der Auktionator übernimmt keine Haftung für Mängel, jedoch verpflichtet er sich berechtigt vorgetragene Mängelrügen des Erwerbers an den Einlieferer der beanstandeten Sache, soweit dieser erreichbar ist, weiterzuleiten. Für Katalogbeschreibungen und dazugehörige schriftliche Erläuterungen, sowie mündliche Angaben wird nicht gehaftet. Angaben zur Provenienz, Echtheit und Nämlichkeit der zur Versteigerung stehenden Kunstwerke beruhen auf Angaben der Einlieferer. 
  2. Der Auktionator ist berechtigt, Angaben aus dem Katalog durch Aushang am Ort der Versteigerung oder unmittelbar vor der Versteigerung mündlich zu berichtigen oder zu ergänzen.
  3. Alle zur Auktion gelangenden Objekte können mindestens 2 Stunden vor der Auktion zu den angegebenen Vorbesichtigungszeiten besichtigt werden. Die Objekte sind ausnahmslos gebraucht und werden in dem Zustand versteigert, in dem sie sich zum Zeitpunkt des Zuschlags befinden. Es handelt sich um eine freiwillige Versteigerung.

§3 Durchführung der Versteigerung

  1. Das Bieten auf der Auktion ist erst nach einer Erteilung einer Bieternummer durch den Auktionator möglich. Für die Erteilung einer Bieternummer ist eine Registrierung erforderlich, die spätestens am Tag vor der Auktion erfolgen muss. Die erteilte Bieternummer darf nicht an dritte zugänglich gemacht werden. Bei einem schuldhaften Verstoß haftet der Bieter für die daraus entstandenen Schäden. Die Abgabe von Geboten im Saal ist nur durch den Bieter persönlich möglich.
  2. Jede Losnummer bildet einen selbständigen Kaufgegenstand. Der Auktionator ist berechtigt, Losnummern außerhalb der Reihenfolge zu versteigern, zu trennen, zusammenzufassen oder auszulassen.
  3. Gebote im Saal werden unter Verwendung der Bieternummer abgegeben. Durch den Zuschlag des Auktionators kommt ein Kaufvertrag zustande.
  4. Internetgebote, die bei dem Auktionator während einer laufenden Auktion über eine Partnerplattformen abgegeben werden, werden wie Gebote aus dem Saal berücksichtigt. Eventuell anfallende Gebühren für Zuschläge, die für ein Gebot über eine Partnerplattform anfallen können, werden vor der Auktion durch den Auktionator bekanntgegeben. Gebote, die vor der Versteigerung über das Internet abgegeben werden (sog. Autobids), werden rechtlich nicht wie schriftliche Gebote behandelt, da sie für den Auktionator nicht im Auktionsbuch sichtbar sind. Der Bieter erkennt mit Abgabe eines Gebots über das Internet (z.B. durch eine Partnerplattform des Auktionshauses) die Versteigerungsbedingungen als Verbindlich an.
  5. Schriftlich übermittelte Gebote bedürfen für ihre Gültigkeit einer Bestätigung durch den Auktionator. Mit der Abgabe eines Gebotes in Schrift- oder Textform beauftragt der Bieter den Auktionator, sein Gebot bis zu dem Betrag in Anspruch zu nehmen, der notwendig ist, um andere Gebote zu überbieten. Der Bieter erkennt mit Abgabe eines schriftlichen Gebots die Versteigerungsbedingungen als Verbindlich an.
  6. Telefongebote sind zulässig, wenn der Bieter mindestens 24 Stunden vor Beginn der Auktion dies schriftlich beantragt und das Auktionshaus dies bestätigt hat. Die telefonisch übermittelten Gebote und Weisungen werden während der Auktion durch eine im Raum der Auktion anwesende und vom Auktionator dafür beauftragten Person entgegengenommen und an den Auktionator weitergeleitet. Sie werden wie Saalgebote behandelt. Für das Zustandekommen der Leitung oder Übermittlungsfehler haftet das Auktionshaus nicht. Durch Anmeldung zum telefonischen Bieten wird der Startpreis geboten.
  7. Der Auktionator kann ein Gebot ablehnen, bzw. sich im Namen des Auftraggebers den Zuschlag vorbehalten. Der Startpreis wird vom Auktionator in Euro festgelegt. Alle Gebote werden ebenfalls in Euro entgegengenommen. Gesteigert wird im Regelfall in Schritten um jeweils 5-10 % des vorangegangenen Gebots. Die Gebotsschritte können während der Auktion vom Auktionator selbst festgelegt werden. Der Auktionator kann nach eigenem Ermessen Bedingungen für Gebote festlegen, Gebote ablehnen oder den Zuschlag für ein bestimmtes Objekt verweigern. Wird ein Gebot abgelehnt, so bleibt das vorangegangene Gebot gültig. Liegen mehrere gleich hohe Gebote für dasselbe Objekt vor, so bekommt das zuerst eingegangene Gebot den Zuschlag. Sollte der Auktionator während der Auktion ein rechtzeitig höheres Gebot übersehen haben und vom entsprechenden Bieter einen unverzüglichen Widerspruch erhalten haben, ist der Auktionator berechtig den Zuschlag zu widerrufen und das Objekt während der Auktion erneut auszurufen. Ebenso kann er einen Zuschlag widerrufen, wenn sonstige Zweifel an dem Zuschlag für das entsprechende Los bestehen. In diesem Fall wird ein bereits erteilter Zuschlag unwirksam.
  8. Sollte bei einem Los kein Gebot eingehen, welches über dem Ausrufpreis liegt, so ist der Auktionator berechtig, unter Vorbehalt bei einem darunter liegenden Gebot einen Zuschlag zu erteilen. Nach der Auktion wird der Auktionator bei dem Einlieferer zu erfragen, ob er diesem Gebot zugestimmt. In diesem Fall bleibt der Bieter 6 Wochen an sein Gebot gebunden. Nach Rücksprache mit dem Einlieferer wird der Auktionator den Ersteigerer innerhalb der genannten Frist benachrichtigen, ob der Einlieferer dem Gebot zustimmt. 
  9. Wenn nach dreimaligem Ausrufen des Höchstgebots durch den Auktionator kein höheres Gebot abgegeben wird und der Zuschlag nicht vom Auktionator widerrufen wird, kommt ein Kaufvertrag zwischen dem Auktionator und dem Bieter zustande, der den Zuschlag erhielt. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Zahlung der ersteigerten Sachen. Mit dem Zuschlag geht die Gefahr für vom Auktionator nicht zu vertretende Verluste, Beschädigungen, Verwechslungen und dergleichen auf den Käufer über. Jeder Bieter kauft im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. 

§4 Kaufpreis, Zahlung, Entgegennahme der ersteigerten Kunstwerke

  1. Der Kaufpreis setzt sich folgend zusammen:
    a)       Der Zuschlagspreis (auch Hammerpreis genannt), der während der Auktion durch den Auktionator ausgerufen wurde.
    b)       Einem Aufgeld in Höhe von 25% zzgl. 19% MwSt. Dieses wird auf der Rechnung gesondert ausgewiesen.
    c)       Einer Beteiligung zur Hälfte an der gesetzlichen Folgerechtsabgabe für das ersteigerte Objekt. Diese fällt gemäß § 26 UrhG für Kunstwerke mit einem      Zuschlagspreis von 400 € oder mehr an, wenn der Tod des Urhebers zu Beginn des Kalenderjahres, in das der Verkauf fällt, noch nicht mindestens 70 Jahre zurückliegt. Die Folgerechtabgabe beträgt 4% des Zuschlagpreises, der vom Käufer zu übernehmender Anteil also 2% des Zuschlagpreises
  2. Der Kaufpreis ist entsprechend der Rechnung binnen 14 Tagen nach der Auktion an das Auktionshaus zu zahlen. Die Gegenstände bleiben uneingeschränktes Eigentum des Einlieferers, bis der jeweilige Kaufpreis und sonstigen Zahlungsverpflichtungen des Käufers vollständig gezahlt sind. 
  3. Die Abnahme der ersteigerten Sachen muss innerhalb von 14 Tagen nach der Auktion erfolgen. Die Haftung für etwaige Beschädigungen oder Verlust übernimmt der Auktionator nicht. Jede Verwahrung und jeder Transport gehen auf Gefahr und Rechnung des Käufers. Für die Aufbewahrung ersteigerter Sachen kann ausdrücklich keine Haftung übernommen werden. Verpackung und Versand gehen zu Lasten des Käufers. Dafür anfallende Kosten können vor der Auktion schriftlich bei dem Auktionator erfragt werden. 
  4. Bei Weigerung der Abnahme oder der Zahlung haftet der Käufer für alle daraus entstehenden Schäden. Er geht seiner Rechte aus dem Zuschlag verlustig und der Gegenstand kann auf seine Kosten nochmals versteigert werden. In diesem Fall haftet der genannte Käufer für den Ausfall, hat dagegen auf Mehrerlös keinen Anspruch.
  5. Im Falle der Nichtzahlung der ersteigerten Ware ist der Auktionator weiterhin durch den Verkäufer vertragsmäßig ermächtigt, Kaufgelder und sonstigen Leistungen in seinem Namen einzuziehen, oder vor Gericht einzuklagen. Der Wohnort des Versteigerers ist Erfüllungsort für alle Verpflichtungen des Käufers.
  6. Käufer sind nicht berechtigt, Abzüge zu machen oder mit Gegenforderungen aufzurechnen. 
  7. Die akzeptierten Zahlungsmöglichkeiten sind SEPA-Überweisung auf das auf der Rechnung genannte Konto des Auktionators, Zahlung per PayPal oder eine Zahlung per EC-Karte in den Räumlichkeiten der Auktion am Tag der Auktion.

§5 Schlussbestimmungen

  1. Sollte eine der Bestimmungen in diesen Versteigerungsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmungen gelten die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften.
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