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349

Anton Romako: Badendes Mädchen, von einem Ritter belauscht

In Große Weihnachtsauktion

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Anton Romako: Badendes Mädchen, von einem Ritter belauscht
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Vienna
Anton Romako
Badendes Mädchen, von einem Ritter belauscht
1886-1889
Öl auf Leinwand
86 x 48 cm
Signiert links unten: A. Romako
Rückseitig Etikett Galerie Miethke, Wien;
rückseitig Etikett Kunsthandlung L.T. Neumann, Wien;
rückseitig Stempel (unleserlich)
Galerie Miethke, Wien, 1905, S. 6, Nr. 2 "Melusine";
Hugo Gerngroß (1857-1929), Wien, 1911;
Dorotheum Wien, 30.01.1932, Nr. 481;
Isabella Renaud, Feistritz;
Kunsthandlung Herbert Barth-Wehrenalp, Wien;
Dorotheum Wien, 24.05.1954, Nr. 97 "Die schöne Melusine", Taf. 32 (SW-Abb.);
Familie Satzger, Wien;
Galerie Gebhardt, München;
Galerie L.T. Neumann, Wien;
dort erworben am 24.11.1961, Sammlung KR Franz Taufar, Wien (Rechnung liegt bei);
dessen Erben (Privatbesitz, Österreich)
Galerie Miethke, Katalog der Ausstellung Anton Romako, Wien, 1905, S. 6, Nr. 2 "Melusine" (als verkäuflich);
Oskar Reichel, Anton Romako, in: Bildende Künstler, Monatsschrift für Künstler und Kunstfreunde, 1911, Heft 2 (Romako-Sonderheft), S. 85 (SW-Abb.), "Melusine", Besitzer: Hugo Gerngross, Wien;
Fritz Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832-1889, Wien/München 1954, S. 66, S. 99, WV-Nr. 347;
Cornelia Reiter, Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts. Monographie mit Werkverzeichnis, Wien 2010, S. 277-278, WV-Nr. 556 (SW-Abb.)
Romako war einer jener österreichischen Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der durch seine Kunst das Publikum stark polarisierte. Seine Ausbildung erhielt er an der Wiener und Münchner Akademie. 1850 kehrte er zurück in seine Heimatstadt Wien und studierte bis 1853 an der Privatschule von Carl Rahl, wo er sich auf Historienmalerei spezialisierte. Im Streit trennte er sich von seinem Lehrer und verbrachte längere Zeit im Atelier von Carl Werner in Venedig. 1857 schließlich reiste er nach Rom, dort verbrachte er fast zwei Jahrzehnte. Diese Zeit war wohl die erfolgreichste und schönste in seinem Leben, sowohl privat als auch künstlerisch. Er gründete eine Familie und konnte sich als Künstler etablieren. Vor allem seine Genreszenen über das bäuerliche Milieu der römischen Campagna begeisterten sein internationales Publikum. Mit diesen Bildern feierte er Erfolge und sie brachten ihm finanzielle Sicherheit. 1876 erlebte der Künstler eine schmerzhafte Zäsur in seinem Leben. Seine Frau verließ ihn und er kehrte mit drei seiner insgesamt fünf Kinder zurück nach Wien. In dieser Phase änderten sich seine Bildthemen und er widmete sich Gesellschaftsbildern, die durch ihre psychologische Tiefe und technische Perfektion bestechen. Trotzdem fand er in Wien nicht jene Anerkennung wie in Rom und sein exzentrischer Malstil wurde nicht verstanden. Einen Misserfolg nach dem anderen musste der sensible Künstler in Wien verarbeiten. Finanziell ruiniert mit der Sorge um seine Familie wurde er zum ruhelos Reisenden, der sein Glück in Ungarn, Genf und Paris aber auch immer wieder in Rom, wo seine beiden jüngsten Töchter lebten, suchte. Als diese 1887 den Freitod wählten, war dies wohl einer der größten Schicksalsschläge für Romako, den er selbst nur zwei Jahre überleben sollte. 1889 starb der Künstler in Wien, einsam und von der Kunstwelt unverstanden.

In Romakos Oeuvre gibt es nur wenige Aktdarstellungen, diese sind vor allem in seinen letzten Lebensjahren entstanden. Zwei Blätter aus einem Skizzenbuch des Künstlers (Albertina Wien Inv.-Nr. 26.560/36v, 26560/55v), zeigen Frauengestalten, die möglicherweise für unser Gemälde als Vorstudien dienten. Fritz Novotny (1954) stellte die Vermutung an, dass vorliegendem Werk, die Melusine-Legende zugrunde liegen könnte. Bereits im Ausstellungskatalog der Galerie Miethke (1905) trägt das Bild den Titel "Melusine". Diese Sagengestalt wird als wunderschöne Frau beschrieben, die einen Ritter heiratet. Diesem nimmt sie das Versprechen ab, dass er sie zu bestimmten Zeiten nicht sehen darf, nämlich dann, wenn sie ihre wahre Gestalt - jene einer Wassernixe - annimmt. Der Ritter jedoch bricht sein Versprechen und beobachtet Melusine heimlich, daraufhin zerbricht sein Liebesglück. Es scheint beinahe so, als ob der Künstler sein eigenes leidvolles Schicksal vom zerronnenen Glück hier miteinfließen ließ. (MS)
Anton Romako
Bathing girl and eavesdropping knight
1886-1889
oil on canvas
86 x 48 cm
signed on the lower left: A. Romako
label Galerie Miethke, Vienna on the reverse;
label Kunsthandlung L.T. Neumann, Vienna on the reverse;
stamp (illegible) on the reverse
Galerie Miethke, Vienna, 1905, p. 6, no. 2 "Melusine";
Hugo Gerngroß (1857-1929), Vienna, 1911;
auction Dorotheum, Vienna, 30th January 1932, lot 481;
Isabella Renaud, Feistritz;
art dealer Herbert Barth-Wehrenalp, Vienna;
auction Dorotheum, Vienna, 24st May 1954, lot 97 "Die schöne Melusine", pl. 32 (b/w-ill.);
Familie Satzger, Vienna;
Galerie Gebhardt, Munich;
Galerie L.T. Neumann, Vienna;
acquired there on the 24th November 1961, collection KR Franz Taufar, Vienna (recepit is enclosed);
his heirs (private property, Austria)
Galerie Miethke, Katalog der Ausstellung Anton Romako, Vienna, 1905, p. 6, no. 2 "Melusine" (as: for sale);
Oskar Reichel, Anton Romako, in: Bildende Künstler, Monatsschrift für Künstler und Kunstfreunde, 1911, issue 2 (Romako special issue), p. 85 (b/w-ill.), "Melusine", owner: Hugo Gerngross, Vienna;
Fritz Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832-1889, Vienna/Munich 1954, p. 66, p. 99, cat.-no. 347;
Cornelia Reiter, Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts. Monographie mit Werkverzeichnis, Vienna 2010, p. 277-278, cat.-no. 556 (b/w-ill.)
Anton Romako
Badendes Mädchen, von einem Ritter belauscht
1886-1889
Öl auf Leinwand
86 x 48 cm
Signiert links unten: A. Romako
Rückseitig Etikett Galerie Miethke, Wien;
rückseitig Etikett Kunsthandlung L.T. Neumann, Wien;
rückseitig Stempel (unleserlich)
Galerie Miethke, Wien, 1905, S. 6, Nr. 2 "Melusine";
Hugo Gerngroß (1857-1929), Wien, 1911;
Dorotheum Wien, 30.01.1932, Nr. 481;
Isabella Renaud, Feistritz;
Kunsthandlung Herbert Barth-Wehrenalp, Wien;
Dorotheum Wien, 24.05.1954, Nr. 97 "Die schöne Melusine", Taf. 32 (SW-Abb.);
Familie Satzger, Wien;
Galerie Gebhardt, München;
Galerie L.T. Neumann, Wien;
dort erworben am 24.11.1961, Sammlung KR Franz Taufar, Wien (Rechnung liegt bei);
dessen Erben (Privatbesitz, Österreich)
Galerie Miethke, Katalog der Ausstellung Anton Romako, Wien, 1905, S. 6, Nr. 2 "Melusine" (als verkäuflich);
Oskar Reichel, Anton Romako, in: Bildende Künstler, Monatsschrift für Künstler und Kunstfreunde, 1911, Heft 2 (Romako-Sonderheft), S. 85 (SW-Abb.), "Melusine", Besitzer: Hugo Gerngross, Wien;
Fritz Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832-1889, Wien/München 1954, S. 66, S. 99, WV-Nr. 347;
Cornelia Reiter, Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts. Monographie mit Werkverzeichnis, Wien 2010, S. 277-278, WV-Nr. 556 (SW-Abb.)
Romako war einer jener österreichischen Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der durch seine Kunst das Publikum stark polarisierte. Seine Ausbildung erhielt er an der Wiener und Münchner Akademie. 1850 kehrte er zurück in seine Heimatstadt Wien und studierte bis 1853 an der Privatschule von Carl Rahl, wo er sich auf Historienmalerei spezialisierte. Im Streit trennte er sich von seinem Lehrer und verbrachte längere Zeit im Atelier von Carl Werner in Venedig. 1857 schließlich reiste er nach Rom, dort verbrachte er fast zwei Jahrzehnte. Diese Zeit war wohl die erfolgreichste und schönste in seinem Leben, sowohl privat als auch künstlerisch. Er gründete eine Familie und konnte sich als Künstler etablieren. Vor allem seine Genreszenen über das bäuerliche Milieu der römischen Campagna begeisterten sein internationales Publikum. Mit diesen Bildern feierte er Erfolge und sie brachten ihm finanzielle Sicherheit. 1876 erlebte der Künstler eine schmerzhafte Zäsur in seinem Leben. Seine Frau verließ ihn und er kehrte mit drei seiner insgesamt fünf Kinder zurück nach Wien. In dieser Phase änderten sich seine Bildthemen und er widmete sich Gesellschaftsbildern, die durch ihre psychologische Tiefe und technische Perfektion bestechen. Trotzdem fand er in Wien nicht jene Anerkennung wie in Rom und sein exzentrischer Malstil wurde nicht verstanden. Einen Misserfolg nach dem anderen musste der sensible Künstler in Wien verarbeiten. Finanziell ruiniert mit der Sorge um seine Familie wurde er zum ruhelos Reisenden, der sein Glück in Ungarn, Genf und Paris aber auch immer wieder in Rom, wo seine beiden jüngsten Töchter lebten, suchte. Als diese 1887 den Freitod wählten, war dies wohl einer der größten Schicksalsschläge für Romako, den er selbst nur zwei Jahre überleben sollte. 1889 starb der Künstler in Wien, einsam und von der Kunstwelt unverstanden.

In Romakos Oeuvre gibt es nur wenige Aktdarstellungen, diese sind vor allem in seinen letzten Lebensjahren entstanden. Zwei Blätter aus einem Skizzenbuch des Künstlers (Albertina Wien Inv.-Nr. 26.560/36v, 26560/55v), zeigen Frauengestalten, die möglicherweise für unser Gemälde als Vorstudien dienten. Fritz Novotny (1954) stellte die Vermutung an, dass vorliegendem Werk, die Melusine-Legende zugrunde liegen könnte. Bereits im Ausstellungskatalog der Galerie Miethke (1905) trägt das Bild den Titel "Melusine". Diese Sagengestalt wird als wunderschöne Frau beschrieben, die einen Ritter heiratet. Diesem nimmt sie das Versprechen ab, dass er sie zu bestimmten Zeiten nicht sehen darf, nämlich dann, wenn sie ihre wahre Gestalt - jene einer Wassernixe - annimmt. Der Ritter jedoch bricht sein Versprechen und beobachtet Melusine heimlich, daraufhin zerbricht sein Liebesglück. Es scheint beinahe so, als ob der Künstler sein eigenes leidvolles Schicksal vom zerronnenen Glück hier miteinfließen ließ. (MS)
Anton Romako
Bathing girl and eavesdropping knight
1886-1889
oil on canvas
86 x 48 cm
signed on the lower left: A. Romako
label Galerie Miethke, Vienna on the reverse;
label Kunsthandlung L.T. Neumann, Vienna on the reverse;
stamp (illegible) on the reverse
Galerie Miethke, Vienna, 1905, p. 6, no. 2 "Melusine";
Hugo Gerngroß (1857-1929), Vienna, 1911;
auction Dorotheum, Vienna, 30th January 1932, lot 481;
Isabella Renaud, Feistritz;
art dealer Herbert Barth-Wehrenalp, Vienna;
auction Dorotheum, Vienna, 24st May 1954, lot 97 "Die schöne Melusine", pl. 32 (b/w-ill.);
Familie Satzger, Vienna;
Galerie Gebhardt, Munich;
Galerie L.T. Neumann, Vienna;
acquired there on the 24th November 1961, collection KR Franz Taufar, Vienna (recepit is enclosed);
his heirs (private property, Austria)
Galerie Miethke, Katalog der Ausstellung Anton Romako, Vienna, 1905, p. 6, no. 2 "Melusine" (as: for sale);
Oskar Reichel, Anton Romako, in: Bildende Künstler, Monatsschrift für Künstler und Kunstfreunde, 1911, issue 2 (Romako special issue), p. 85 (b/w-ill.), "Melusine", owner: Hugo Gerngross, Vienna;
Fritz Novotny, Der Maler Anton Romako. 1832-1889, Vienna/Munich 1954, p. 66, p. 99, cat.-no. 347;
Cornelia Reiter, Anton Romako. Pionier und Außenseiter der Malerei des 19. Jahrhunderts. Monographie mit Werkverzeichnis, Vienna 2010, p. 277-278, cat.-no. 556 (b/w-ill.)

Große Weihnachtsauktion

Auktionsdatum
Lose: 1-169
Lose: 201-378
Lose: 1001-1283
Lose: 1301-1511
Lose: 2001-2163
Lose: 2201-2501

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Wichtige Informationen

In this auction we offer a selection of high class art works from all our departments: Old Master Paintings, 19th Century Paintings, Antiques, Art Nouveau & Design, Modern Art and Contemporary Art.

 

 

AGB

Conditions of Auction

Extract from the rules of procedure

The wording of the complete rules of procedure can be viewed on our homepage www.imkinsky.com. By request we will also send the rules of procedure to you.

• Rules of Business: Auctions are conducted according to the conditions of sale as set down by Auktionshaus im Kinsky GmbH. The rules of business are available for viewing at the Auction House, and can be requested by post or email (office@imkinsky.com), they can also be called up on the internet under www.imkinsky.com. 

• Estimates: In the catalogues the lower and upper estimated values are indicated and represent the approximate bid expectations of the responsible experts. 

• Reserves (Limits): Sellers quite often appoint the auction house, not to sell their objects beneath certain price. These prices (= reserve/limit) usually match the lower estimate, but in special situations can also surpass them.

• Guarantee of Authenticity: The valuation, as well as technical classification and description of the art objects is carried out by the specialists of Auktionshaus im Kinsky. Auktionshaus im Kinsky guarantees the purchaser the authenticity for three years – i.e. that the authorship of the art object is as set out in the catalogue. 

• Catalogue Descriptions: Catalogue information concerning techniques, signatures, materials, condition, provenance, period of origin or manufacture­ etc. are based on the current knowledge determined by the experts. Auktionshaus im Kinsky cannot be held responsible for the verification of these descriptions. 

• Insurance: All the art objects are insured. The insurance value is the purchase price. The responsibility of the Auction House lasts until the eighth day after the auction. After that, each art object is only insured if there is an order from the purchaser to do so. 

• Starting price & Hammer price: The starting price is determined by the auctioneer. The bidding rises in approximate increments of 10 % from the starting price, or from the last bid. The highest bidder acknowledged by the auctioneer will be the purchaser as long as it has reached the minimum price (reserve). 

• Buyer’s Premium: For art objects which require ‘difference’ taxation the purchase price consists of the hammer price plus the sales commission of 28 %.  For art objects which require ‘normal’ taxation (marked with ▲), the price consists of the hammer price plus commission of 24 %, plus VAT (13 % for paintings, 20 % for antiques). For hammer price in excess of € 300,000 we will charge a commission of 20 % (margin taxation) or 17 % (normal taxation).

• Droit de suite: Objects marked with an asterisk* in the catalogue are subject to droit de suite in addition to the purchase price. Droit de suite is calculated as a percentage of the highest bid as follows: 4 % of the first € 50,000, 3 % of the next € 150,000, 1 % of the next € 150,000, 0.5 % of the next € 150,000 and 0.25 % of the remaining amount (i.e. over € 500,000), but not exceeding a total sum of € 12,500. Droit de suite does not apply to ­highest bids below € 2,500. 

• Absentee bids: Clients can also submit written absentee bids or bid themselves over the phone, or give an order to the broker. To do so Auktionshaus im Kinsky must have received signed order forms, (available in the catalogues), in due time. 

• Telephone bids: We will do our best to establish a telephone link, but we cannot warrant for such a telephone connection.

• Online Bidding: Interested parties can participate in the auction also via the Internet. The regulations of Auktionshaus im Kinsky shall be applicable. Auktionshaus im Kinsky assumes no liability for any breakdown or loss of the Internet connection. 

• Governing Law and jurisdiction: The site for the dealings between Auktionshaus im Kinsky and the purchaser is the address of Auktionshaus im Kinsky. All legal dealings or conflicts between persons involved in the auctions are governed by Austrian Law, place of jurisdiction shall be the Courts for the First District of Vienna.

 

 

Auktionsbedingungen

Auszug aus der Geschäftsordnung

Den Wortlaut der gesamten Geschäftsordnung können Sie unserer Homepage www.imkinsky.com entnehmen. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Geschäftsordnung auch zu.

•Geschäftsordnung: Die Auktion wird nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung der Auktionshaus im Kinsky GmbH durchgeführt. Die Geschäftsordnung liegt im Auktionshaus zur Einsicht auf, kann von jedermann per Post oder E-mail (office@imkinsky.com) angefordert werden und ist im Internet unter www.imkinsky.com abrufbar. 

•Schätzpreise: Im Katalog sind untere und obere Schätzwerte angegeben. Sie stellen die Meistboterwartungen der zuständigen Experten dar. 

•Mindestverkaufspreise (Limits): Oft beauftragen Verkäufer das Auktionshaus, die ihnen gehörenden Kunstwerke nicht unter bestimmten (Mindest-)Verkaufspreisen zuzuschlagen. Diese Preise (= „Limits“) entsprechen meist den in den Katalogen angegebenen unteren Schätzwerten, sie können aber fallweise auch darüber liegen.

•Echtheitsgarantie: Die Schätzung, fachliche Bestimmung und Beschreibung der Kunstobjekte erfolgt durch Experten des Auktionshauses-. Das Auktionshaus steht innerhalb von drei Jahren gegenüber dem Käufer für die Echtheit und somit dafür ein, dass ein Kunstobjekt tatsächlich von dem im Katalog genannten Künstler stammt. 

•Katalogangaben: Angaben über Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, Epoche der Entstehung usw. beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Experten ausgeforscht haben. Das Auktionshaus leistet jedoch für die Richtigkeit dieser Angaben gegenüber keine Gewähr. 

•Versicherung: Die Kunstobjekte sind versichert. Versicherungswert ist der Kaufpreis. Die Haftung des Auktionshauses besteht bis zu dem auf die Auktion folgenden 8. Tag. Danach ist ein Kunstobjekt nur versichert, wenn der Käufer dies dem Auktionshaus aufgetragen hat. 

•Ausrufpreis und Zuschlag: Der Ausrufpreis wird vom Auktionator festgesetzt. Gesteigert wird um ca. 10 % des Ausrufpreises bzw. vom letzten Angebot aus-gehend. Den Zuschlag erhält der Meistbietende, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht ist. Der Käufer hat den Kaufpreis binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen. 

•Kaufpreis: Bei Kunstobjekten, die der Differenzbesteuerung unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käuferprovision von 28 %. Bei Kunstobjekten, die der Normalbesteuerung (mit ▲ gekennzeichnet) unterliegen, besteht der Kaufpreis aus dem Meistbot zuzüglich der Käuferprovision von 24 % und zuzüglich der Umsatzsteuer (13 % bei Bildern, 20 % bei Antiquitäten). Bei € 300.000 übersteigenden Meistboten wird eine Käuferprovision von 20 % (Differenzbesteuerung) bzw. 17 % (Normalbesteuerung) verrechnet.

•Folgerecht: Bei Kunstobjekten, die im Katalog mit einem * gekennzeichnet sind, wird zusätzlich zum Kaufpreis die Folgerechtsabgabe verrechnet. Sie beträgt 4 % von den ersten € 50.000 des Meistbotes, 3 % von den weiteren € 150.000, 1 % von den weiteren € 150.000, 0,5 % von den weiteren € 150.000 und 0,25 % von allen ­weiteren, also € 500.000 übersteigenden Meistboten, jedoch insgesamt nicht mehr als € 12.500. Bei Meistboten von weniger als € 2.500 entfällt die Folgerechtsabgabe. 

•Kaufaufträge: Interessenten können auch schriftliche Kaufaufträge abgeben oder telefonisch mitbieten oder den Sensal mit dem Mitbieten beauftragen. Dafür muss dem Auktionshaus zeitgerecht das unterfertigte, dem Katalog bei-liegende Kaufauftragsformular übersandt worden sein. 

•Telefonische Gebote: Das Auktionshaus wird unter der ihm bekanntgegebenen Nummer eine Verbindung herzustellen trachten. Für das Zustandekommen einer Verbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung.

•Online Bidding: Interessenten können an Auktionen auch über das Internet teilnehmen. Die Bestimmungen über die unmittelbare Teilnahme an Auktionsveranstaltungen gelten hierfür sinngemäß. Für das Zustandekommen einer Internetverbindung übernimmt das Auktionshaus keine Haftung. 

• Gerichtsstand, Rechtswahl: Die zwischen allen an der Auktion Beteiligten bestehenden Rechtsbeziehungen unterliegen österreichischem materiellem Recht. Als Gerichtsstand wird das für den 1. Wiener Gemeindebezirk örtlich zuständige Gericht vereinbart.

 

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