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Jacob Philipp HackertBlick von der Solfatara durch Weinranken an Bäumen auf Bajae, den Golf

In 19. Jahrhundert / 19th Century

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Jacob Philipp HackertBlick von der Solfatara durch Weinranken an Bäumen auf Bajae, den Golf
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Köln

Jacob Philipp Hackert
Blick von der Solfatara durch Weinranken an Bäumen auf Bajae, den Golf von

Öl auf Leinwand (doubliert). 65 x 97 cm.
Signiert, datiert und bezeichnet unten links: peinte par/ Philipp Hackert / 1793 / Vue d´Ischia, Procida, Baia d´Pozzuole / prise au-dessus de la Solfatara.

Ausstellungen
Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburger Kunsthalle, Hamburg, 2008/2009, Nr. 73.

Literatur
Hubertus Gaßner u. Ernst-Gerhard Güse (Hrsg.): Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburg 2008, Abb. S. 203, S. 336, Nr. 73.

Goethe kannte Philipp Hackert gut, schätzte sein Werk, aber überschätzte weder ihn noch es. Nach Schillers Tod und dem Untergang der Welt, die ihn zu dem, der er nun war, gemacht hatte, widmete er sich mehr und mehr dem Projekt, mich in mir selbst historisch zu bespiegeln. Da fiel ihm, 1807, die Aufgabe zu, Hackerts Biographie zu verfassen. Er selbst hatte den Maler ermuntert, Autobiographisches aufzuzeichnen. Plötzlich lag die Nachricht von seinem Tod, verbunden mit einem ganzen Packen handschriftlicher Notate des Meisters der Landschaftsmalerei, auf dem Schreibpult Goethes am Frauenplan. Er machte sich, widrigen Umständen zum Trotz, sogleich an die Arbeit. Und es war reichlich Arbeit. Denn schreibend war Hackert ein wahrer Dilettant - Dilettant wie Goethe als Zeichner. Aber wie reizvoll die poetische Konstellation: der Meister autobiographischen Schreibens übt dies Metier am Stoff des Malers, der ihn einst darüber belehrt hatte, dass er als Zeichner immer ein Dilettant bleiben werde. In Goethe und Hackert kreuzen sich spiegelverkehrt Dilettantismus und Meisterschaft: der Autor zeichnet, der Maler schreibt - und zwar im je umgekehrten Verhältnis zu seiner Meisterschaft - als Dilettant; man könnte von zwei komplementär wahlverwandten Künstlern sprechen.
Die dem Publikum und der Wissenschaft erst vor wenigen Jahren bekanntgewordene Landschaft von 1793 - prise au-dessus de la Solfatara - kannte Goethe nicht, als er über Hackert schrieb. Sie hätte ihn wahrlich entzückt, weil alles, was er an Hackert schätzte, unmittelbar in den Blick gerückt ist. An der scharfen Kante, dem Abbruch des Kraters, hat Hackert ein Portal errichtet aus Baum und Rebe, durch das die wesentlichen Elemente des Mittelgrundes und der Ferne - als sei die Postkarte bereits erfunden gewesen - ins Zentrum der Betrachtung rücken. Was wir auf dem zentralen Ausschnitt, beschnitten vom Feston des Weins und den Stämmen der Eichen, eben auf der von Hackert antizipierten Postkarte, sehen, ist die genaue Schilderung einer wirklichen Aussicht. Goethe unterschied in der Gattung strikt zwischen dem Aussichtsgemälde - Hackerts Metier - und der höhern, dichterischen Landschaftsmalerei. Deren klassisches Ideal ist für Goethe durch und in Claude Lorrain unüberbietbar erreicht, weil dieser sich landschaftlicher Formen mit Freiheit bedient, um sein Gedicht darzustellen … und ein schönes Ganzes zu erzielen. Das aber war, wie Goethe wusste, Hackerts Wirkungsgebiet nicht. Er war, eingespannt zwischen die Anforderungen eines königlichen Hofes und die Erwartungen eines europäischen Nachfragemarktes, eine von den glücklichen Naturen, die bei einer großen Selbstbeherrschung Jedermann dienen, und Niemand gehorchen mögen. Zum Dienst gehört der Fleiß, den Goethe, als sei er eine Tugend für sich, unentwegt an Hackert rühmt, zum Niemand-gehorchen-mögen die große Strenge und Ordnung, mit denen er seine Kunst so wie seine Geschäfte betrieb. Fleiß, Strenge und Ordnung gehören für Goethe zu den unverzichtbaren Voraussetzungen auch seiner eigenen künstlerischen Existenz; man möchte wohl seine ganze Weimarer Lebensform für eine Selbstverurteilung zu Fleiß, Strenge und Ordnung halten.
Und wir? Erwartungsgestresst bis zum Zerreißen zwischen Gen-Scheren im Vorfeld unserer Existenz und Schwarzen Löchern jenseits aller Horizonte, werden wir von Hackerts Aussicht A. D. 1793 über den Golf von Pozzuoli hinweg nur dies eine Detail niemals vergessen: Das Feston. Hackert hat das Motiv wiederholt genutzt, erstmals wohl 1791, als er für Ferdinand IV. dessen Jagdschloss Carditello ausstattete. Auf Erntebildern, die den arkadischen Rahmen für die Darstellung der königlichen Familie abgeben, stellt er zwei jugendliche Prinzen unter die Weingirlande, also ins Zentrum. Hier nun tritt die Landschaft an die Stelle der edlen Knaben. Als sei es ein Segen, gerät das Feston zum Sinnbild einer innigsten Verbindung von Natur und Kunst in dem, was ursprünglich Kultur, also das Fruchtbarmachen der Schöpfung durch den Menschen, gewesen ist. Goethe hatte, seine Wahlverwandtschaften ankündigend, vermutet, dass auch durch das Reich der heitern Vernunft-Freiheit - gemeint ist das Reich der Kunst - die Spuren trüber leidenschaftlicher Notwendigkeit sich unaufhaltsam hindurchziehen, die nur durch eine höhere Hand, und vielleicht auch nicht in diesem Leben, völlig auszulöschen sind. Hackerts Bild betrachtend fällt es leichter, an dieser Hoffnung festzuhalten.

Hellmut Seemann, Weimar





Jacob Philipp Hackert
Country Folk Resting Beneath the Vines in the Hills above Solfatara, with a

Oil on canvas (relined). 65 x 97 cm.
Signed, dated and inscribed lower left: peinte par/ Philipp Hackert / 1793 / Vue d´Ischia, Procida, Baia d´Pozzuole / prise au-dessus de la Solfatara.

Exhibitions
Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburger Kunsthalle, Hamburg, 2008/2009, no. 73.

Literature
Hubertus Gaßner and Ernst-Gerhard Güse (ed.): Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburg 2008, ill. p. 203, p. 336, no. 73.

Goethe knew Philipp Hackert well, admired his work, but overestimated neither the painter nor his oeuvre. Following the death of Schiller and the fall of the world that had made him what he was, the writer began to pursue the project of “reflecting himself historically within himself” with ever greater fervour. It was during this time, in 1807, that he received the task of compiling Hackert's biography. He himself had encouraged the painter to record biographical details. Then, all of a sudden, a note with the news of Hackert's death arrived on Goethe's desk at his residence in Frauenplan along with a large packet of hand-written annotations by the master of landscape painting. Despite the adverse circumstances, Goethe began with the work immediately. And work it truly was. Hackert was dilettantish as an author, as dilettantish as Goethe was as a draughtsman, but the poetic constellation was all the more appealing. The master of the autobiography was to practice his metier on the collected materials of the painter who had once lectured him that he would forever remain a dilettante as an artist. Hackert and Goethe's dilettantism was reflected conversely in the other: The author as draughtsman and the painter as writer - each in the opposite relation to his own mastery - so that one could speak of two artists who, in their dilettantism, complemented one another.
The present landscape was painted in 1793 - prise au-dessus de la Solfatara - but only became known to the public and to researchers just a few years ago. Goethe could not have been aware of it at the time he was writing Hackert's biography, but he would have been enchanted. The work exemplifies everything which the author appreciated in Hac

Full description on lot-tissimo.com

Jacob Philipp Hackert
Blick von der Solfatara durch Weinranken an Bäumen auf Bajae, den Golf von

Öl auf Leinwand (doubliert). 65 x 97 cm.
Signiert, datiert und bezeichnet unten links: peinte par/ Philipp Hackert / 1793 / Vue d´Ischia, Procida, Baia d´Pozzuole / prise au-dessus de la Solfatara.

Ausstellungen
Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburger Kunsthalle, Hamburg, 2008/2009, Nr. 73.

Literatur
Hubertus Gaßner u. Ernst-Gerhard Güse (Hrsg.): Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburg 2008, Abb. S. 203, S. 336, Nr. 73.

Goethe kannte Philipp Hackert gut, schätzte sein Werk, aber überschätzte weder ihn noch es. Nach Schillers Tod und dem Untergang der Welt, die ihn zu dem, der er nun war, gemacht hatte, widmete er sich mehr und mehr dem Projekt, mich in mir selbst historisch zu bespiegeln. Da fiel ihm, 1807, die Aufgabe zu, Hackerts Biographie zu verfassen. Er selbst hatte den Maler ermuntert, Autobiographisches aufzuzeichnen. Plötzlich lag die Nachricht von seinem Tod, verbunden mit einem ganzen Packen handschriftlicher Notate des Meisters der Landschaftsmalerei, auf dem Schreibpult Goethes am Frauenplan. Er machte sich, widrigen Umständen zum Trotz, sogleich an die Arbeit. Und es war reichlich Arbeit. Denn schreibend war Hackert ein wahrer Dilettant - Dilettant wie Goethe als Zeichner. Aber wie reizvoll die poetische Konstellation: der Meister autobiographischen Schreibens übt dies Metier am Stoff des Malers, der ihn einst darüber belehrt hatte, dass er als Zeichner immer ein Dilettant bleiben werde. In Goethe und Hackert kreuzen sich spiegelverkehrt Dilettantismus und Meisterschaft: der Autor zeichnet, der Maler schreibt - und zwar im je umgekehrten Verhältnis zu seiner Meisterschaft - als Dilettant; man könnte von zwei komplementär wahlverwandten Künstlern sprechen.
Die dem Publikum und der Wissenschaft erst vor wenigen Jahren bekanntgewordene Landschaft von 1793 - prise au-dessus de la Solfatara - kannte Goethe nicht, als er über Hackert schrieb. Sie hätte ihn wahrlich entzückt, weil alles, was er an Hackert schätzte, unmittelbar in den Blick gerückt ist. An der scharfen Kante, dem Abbruch des Kraters, hat Hackert ein Portal errichtet aus Baum und Rebe, durch das die wesentlichen Elemente des Mittelgrundes und der Ferne - als sei die Postkarte bereits erfunden gewesen - ins Zentrum der Betrachtung rücken. Was wir auf dem zentralen Ausschnitt, beschnitten vom Feston des Weins und den Stämmen der Eichen, eben auf der von Hackert antizipierten Postkarte, sehen, ist die genaue Schilderung einer wirklichen Aussicht. Goethe unterschied in der Gattung strikt zwischen dem Aussichtsgemälde - Hackerts Metier - und der höhern, dichterischen Landschaftsmalerei. Deren klassisches Ideal ist für Goethe durch und in Claude Lorrain unüberbietbar erreicht, weil dieser sich landschaftlicher Formen mit Freiheit bedient, um sein Gedicht darzustellen … und ein schönes Ganzes zu erzielen. Das aber war, wie Goethe wusste, Hackerts Wirkungsgebiet nicht. Er war, eingespannt zwischen die Anforderungen eines königlichen Hofes und die Erwartungen eines europäischen Nachfragemarktes, eine von den glücklichen Naturen, die bei einer großen Selbstbeherrschung Jedermann dienen, und Niemand gehorchen mögen. Zum Dienst gehört der Fleiß, den Goethe, als sei er eine Tugend für sich, unentwegt an Hackert rühmt, zum Niemand-gehorchen-mögen die große Strenge und Ordnung, mit denen er seine Kunst so wie seine Geschäfte betrieb. Fleiß, Strenge und Ordnung gehören für Goethe zu den unverzichtbaren Voraussetzungen auch seiner eigenen künstlerischen Existenz; man möchte wohl seine ganze Weimarer Lebensform für eine Selbstverurteilung zu Fleiß, Strenge und Ordnung halten.
Und wir? Erwartungsgestresst bis zum Zerreißen zwischen Gen-Scheren im Vorfeld unserer Existenz und Schwarzen Löchern jenseits aller Horizonte, werden wir von Hackerts Aussicht A. D. 1793 über den Golf von Pozzuoli hinweg nur dies eine Detail niemals vergessen: Das Feston. Hackert hat das Motiv wiederholt genutzt, erstmals wohl 1791, als er für Ferdinand IV. dessen Jagdschloss Carditello ausstattete. Auf Erntebildern, die den arkadischen Rahmen für die Darstellung der königlichen Familie abgeben, stellt er zwei jugendliche Prinzen unter die Weingirlande, also ins Zentrum. Hier nun tritt die Landschaft an die Stelle der edlen Knaben. Als sei es ein Segen, gerät das Feston zum Sinnbild einer innigsten Verbindung von Natur und Kunst in dem, was ursprünglich Kultur, also das Fruchtbarmachen der Schöpfung durch den Menschen, gewesen ist. Goethe hatte, seine Wahlverwandtschaften ankündigend, vermutet, dass auch durch das Reich der heitern Vernunft-Freiheit - gemeint ist das Reich der Kunst - die Spuren trüber leidenschaftlicher Notwendigkeit sich unaufhaltsam hindurchziehen, die nur durch eine höhere Hand, und vielleicht auch nicht in diesem Leben, völlig auszulöschen sind. Hackerts Bild betrachtend fällt es leichter, an dieser Hoffnung festzuhalten.

Hellmut Seemann, Weimar





Jacob Philipp Hackert
Country Folk Resting Beneath the Vines in the Hills above Solfatara, with a

Oil on canvas (relined). 65 x 97 cm.
Signed, dated and inscribed lower left: peinte par/ Philipp Hackert / 1793 / Vue d´Ischia, Procida, Baia d´Pozzuole / prise au-dessus de la Solfatara.

Exhibitions
Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburger Kunsthalle, Hamburg, 2008/2009, no. 73.

Literature
Hubertus Gaßner and Ernst-Gerhard Güse (ed.): Jakob Philipp Hackert: Europas Landschaftsmaler der Goethezeit, Hamburg 2008, ill. p. 203, p. 336, no. 73.

Goethe knew Philipp Hackert well, admired his work, but overestimated neither the painter nor his oeuvre. Following the death of Schiller and the fall of the world that had made him what he was, the writer began to pursue the project of “reflecting himself historically within himself” with ever greater fervour. It was during this time, in 1807, that he received the task of compiling Hackert's biography. He himself had encouraged the painter to record biographical details. Then, all of a sudden, a note with the news of Hackert's death arrived on Goethe's desk at his residence in Frauenplan along with a large packet of hand-written annotations by the master of landscape painting. Despite the adverse circumstances, Goethe began with the work immediately. And work it truly was. Hackert was dilettantish as an author, as dilettantish as Goethe was as a draughtsman, but the poetic constellation was all the more appealing. The master of the autobiography was to practice his metier on the collected materials of the painter who had once lectured him that he would forever remain a dilettante as an artist. Hackert and Goethe's dilettantism was reflected conversely in the other: The author as draughtsman and the painter as writer - each in the opposite relation to his own mastery - so that one could speak of two artists who, in their dilettantism, complemented one another.
The present landscape was painted in 1793 - prise au-dessus de la Solfatara - but only became known to the public and to researchers just a few years ago. Goethe could not have been aware of it at the time he was writing Hackert's biography, but he would have been enchanted. The work exemplifies everything which the author appreciated in Hac

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19. Jahrhundert / 19th Century

Auktionsdatum
Lose: 2200 - 2309
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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3. All lots put up for sale may be viewed and inspected prior to the auction. The catalogue specifications and related specifications appearing on the internet, which have both been compiled in good conscience, do not form part of the contractually agreed to conditions. These specifications have been derived from the status of the information available at the time of compiling the catalogue. They do not serve as a guarantee in legal terms and their purpose is purely in the information they provide. The same applies to any reports on an item’s condition or any other information, either in oral or written form. Certificates or certifications from artists, their estates or experts relevant to each case only form a contractual part of the agreement if they are specifically mentioned in the catalogue text. The state of the item is generally not mentioned in the catalogue. Likewise missing specifications do not constitute an agreement on quality. All items are used goods.

4. Warranty claims are excluded. In the event of variances from the catalogue descriptions, which result in negation or substantial diminution of value or suitability, and which are reported with due justification within one year after handover, Lempertz nevertheless undertakes to pursue its rights against the seller through the courts; in the event of a successful claim against the seller, Lempertz will reimburse the buyer only the total purchase price paid. Over and above this, Lempertz undertakes to reimburse its commission within a given period of three years after the date of the sale if the object in question proves not to be authentic.

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6. Submission of bids. Bids in attendance: The floor bidder receives a bidding number on presentation of a photo ID. Lempertz reserves the right to grant entry to the auction. If the bidder is not known to Lempertz, registration must take place 24 hours before the auction is due to begin in writing on presentation of a current bank reference. Bids in absentia: Bids can also be submitted either in writing, telephonically or via the internet. The placing of bids in absentia must reach Lempertz 24 hours before the auction to ensure the proper processing thereof. The item must be mentioned in the bid placed, together with the lot number and item description. In the event of ambiguities, the listed lot number becomes applicable. The placement of a bid must be signed by the applicant. The regulations regarding revocations and the right to return the goods in the case of long distance agreements (§ 312b-d of the Civil Code) do not apply. Telephone bids: Establishing and maintaining a connection cannot be vouched for. In submitting a bid placement, the bidder declares that he agrees to the recording of the bidding process. Bids via the internet: They will only be accepted by Lempertz if the bidder registered himself on the internet website beforehand. Lempertz will treat such bids in the same way as bids in writing.

7. Carrying out the auction: The hammer will come down when no higher bids are submitted after three calls for a bid. In extenuating circumstances, the auctioneer reserves the right to bring down the hammer or he can refuse to accept a bid. If several individuals make the same bid at the same time, and after the third call, no higher bid ensues, then the ticket becomes the deciding factor. The auctioneer can retract his acceptance of the bid and auction the item once more if a higher bid that was submitted on time, was erroneously overlooked and immediately queried by the bidder, or if any doubts regarding its acceptance arise. Written bids are only played to an absolute maximum by Lempertz if this is deemed necessary to outbid
another bid. The auctioneer can bid on behalf of the submitter up to the agreed limit, without revealing this and irrespective of whether other bids are submitted. Even if bids have been placed and the hammer has not come down, the auctioneer is only liable to the bidder in the event of premeditation or gross negligence.

8. Once a lot has been knocked down, the successful bidder is obliged to buy it. If a bid is accepted conditionally, the bidder is bound by his bid until four weeks after the auction unless he immediately withdraws from the conditionally accepted bid. From the fall of the hammer, possession and risk pass directly to the buyer, while ownership passes to the buyer only after full payment has been received.

9. Up to a hammer price of € 400,000 a premium of 24 % calculated on the hammer price plus 19 % value added tax (VAT) calculated on the premium only is levied. The premium will be reduced to 20 % (plus VAT) on any amount surpassing € 400,000 (margin scheme). On lots which are characterized by N, an additional 7 % for import tax will be charged. On lots which are characterized by an D, 35% is calculated on the hammer price (24% buyer´s premium + 19% VAT on the premium only + import tax). 31% is calculated on the amount surpassing € 400.000. The D objects contain all taxes, and tehy can not be carried away immediately. On lots which are characterized by an R, the buyer shall pay a premium of 24 % on the hammer price up to € 400,000 and 20 % on the surpassing amount; onto this (hammer price and premium) the statutory VAT of 19 % will be added (regular scheme). Exports to third (i.e. non-EU) countries will be exempt from VAT, and so will be exports made by companies from other EU member states if they state their VAT identification number. For original works of art, whose authors are either still alive or died after 31.12.1948, a charge of 1.8 % on the hammer price will be levied for the droit de suite. The maximum charge is € 12,500. If a buyer exports an object to a third country personally, the VAT will be refunded, as soon as Lempertz receives the export and import papers. All invoices issued on the day of auction or soon after remain under provision.

10. Successful bidders attending the auction in person shall forthwith upon the purchase pay to Lempertz the final price (hammer price plus premium and VAT) in Euro. Payments by foreign buyers who have bid in writing or by proxy shall also be due forthwith upon the purchase, but will not be deemed to have been delayed if received within ten days of the invoice date. Bank transfers are to be exclusively in Euros. The request for an alteration of an auction invoice to a person other than the bidder has to be made immediately after the auction. Lempertz however reserves the right to refuse such a request if it is deemed appropriate.

11. In the case of payment default, Lempertz will charge 1% interest on the outstanding amount of the gross price per month.. If the buyer defaults in payment, Lempertz may at its discretion insist on performance of the purchase contract or, after allowing a period of grace, claim damages for non-performance. In the latter case, Lempertz may determine the amount of the damages by putting the lot or lots up for auction again, in which case the defaulting buyer will bear the amount of any reduction in the proceeds compared with the earlier auction, plus the cost of resale, including the premium.

12. Buyers must take charge of their purchases immediately after the auction. Once a lot has been sold, the auctioneer is liable only for wilful intent or gross negligence. Lots will not, however, be surrendered to buyers until full payment has been received. Without exception, shipment will be at the expense and risk of the buyer. Purchases which are not collected within four weeks after the auction may be stored and insured by Lempertz on behalf of the buyer and at its expense in the premises of a freight agent. If Lempertz stores such items itself, it will charge 1 % of the hammer price for insurance and storage costs.

13. As far as this can be agreed, the place of performance and jurisdiction is Cologne. German law applies; the German law for the protection of cultural goods applies; the provisions of the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) are not applicable. Should any provision herein be wholly or partially ineffective, this will not affect the validity of the remaining provisions.

Henrik Hanstein, sworn public auctioneer
Takuro Ito, Kilian Jay von Seldeneck, auctioneers

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Stichworte: Claude Lorrain, Oil on Canvas