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Marinus van ReymerswaleDer Geldverleiher

In Meisterwerke der Sammlung Bischoff / Masterpie...

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Marinus van ReymerswaleDer Geldverleiher
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Köln

Marinus van Reymerswale
Der Geldverleiher

Öl auf Holz. 80,5 x 54,5 cm.

Provenienz
Adam Williams / Newhouse Galleries, New York.

Literatur
Peter Van der Coelen u. Friso Lammertse (Hg.): Ausst.-Kat. „De ontdekking van het dagelijks leven van Bosch tot Bruegel“, Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam 2015, S. 112, Abb. 106. - Zum Künstler vgl. Max J. Friedländer: Die altniederländische Malerei, Bd. XII, Leiden 1935, S. 69-76.

Er ist in mehrfacher Hinsicht ein enigmatischer Künstler. Ebenso spärlich wie die biographischen Informationen über Marinus van Reymerswale sind auch gesicherte Überlieferungen zu seinem malerischen Werk. Geboren wurde er um 1490 in Reimerswaal in der Provinz Zeeland; 1504 ist er als „armer Student“ an der Universität Löwen eingeschrieben; 1509 weilt er in Antwerpen und hat Kontakt zu Quinten Massys. 1531 wird Marinus in seiner Geburtsstadt Reimerswaal als Maler und Kartograph erwähnt; um 1540 zieht er nach Goes, wo er spätestens 1556 stirbt und eine Witwe hinterlässt.
Karel van Mander schreibt 1604 in seinem „schilder-boeck“, dass es in Zeeland viele Werke von Reymerswale zu sehen gäbe und erwähnt dabei eines mit seinem Titel: „Ein Zöllner in seinem Kontor“. Damit beschreibt er den Bildtypus, der bis heute als die eigentliche Domäne dieses Künstlers gilt. Denn abgesehen von seinem berühmten „Hieronymus im Gehäus“, zwei kleineren Madonnentafeln und einer „Berufung des Apostels Matthäus“ sind von Reymerswale ausschließlich Interieurs überliefert, in denen Zöllner, Steuereinnehmer oder Geldwechsler ihr fragwürdiges Gewerbe treiben.
Diese so eifrig verfolgte Bildgattung, das sogenannte „Kontorbild“, hat van Reymerswale bei Quinten Massys gesehen. Doch die Beharrlichkeit und Ausschließlichkeit, mit der er das Sujet bearbeitet, das fratzenhaft Gallige seiner Protagonisten, sprechen eine andere Sprache als die seines Antwerpener Vorbilds. Marinus verspottet „die Geldgier und den Geiz, die bürokratische Verbohrtheit und die harte Unerbittlichkeit des Zählens und Wägens von Geld“ (Friedländer). Dabei entfernt er sich von dem klassischen Genrebild mit seinem Interesse am realen Leben und Treiben zeitgenössischer Personen. Sein Bildpersonal hingegen trägt seltsam altertümliche, aus der Zeit gefallene Kostüme und bizarre Kopfbedeckungen - wohl mit dem Ziel, das Wesen der verhassten Berufe von Wucherern und Steuereinnehmern zu entlarven. Auch die grotesken Kopfbildungen und ihr grimassierender Ausdruck zeichnen sie als bösartig und arglistig aus. Van Reymerswale ist ein zorniger Maler. Oder nur ein Warner?
Obwohl Antwerpen als seine geistige Heimat anzusehen ist, scheint doch die Zurückgezogenheit in der Enge der Provinz der Originalität seiner Werke geradezu zum Vorteil gereicht zu haben. Abgesehen von dem Vorbild Massys´ ist van Reymerswales eigenwilliges Werk in dem allgemeineren Kontext zu sehen, der zwischen Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel d. Ä. anzusiedeln ist. Geiz und Habgier spielen auch in den Bildern dieser Maler eine Rolle. Die Aktualität solcher moralisierenden Themen schlägt sich zum Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch in literarischen Texten wie Sebastian Brants „Narrenschiff“ oder in der Beliebtheit von Bibelzitaten nieder, die die niederländischen Maler versteckt und verschlüsselt, aber immer mit Absicht in ihre Bilder eingebaut haben. Die Habgier, die sogenannte „Avaritia“ ist eine der Todsünden, die die Künstler, aber auch Philosophen wie Erasmus von Rotterdam und andere Humanisten, oft thematisiert haben. Eng damit verbunden ist in der Malerei das Vanitas-Motiv, das jetzt zu einer eigenen Bildgattung avancierte. Auch in den Bildern von Marinus van Reymerswale taucht der Gedanke an die Vergeblichkeit und Vergänglichkeit der weltlichen Güter in kleinen, beiläufig erscheinenden Gegenständen auf - z. B. in der ausgelöschten Kerze oder der ovalen Holzschachtel mit ihren zerknitterten Papieren.
Das Oeuvre von Marinus van Reymerswale ist durch zahlreiche Wiederholungen gekennzeichnet. Allein von seinem Bild „Hieronymus im Gehäus“ gibt es 19 Versionen, die Adri Mackor als eigenhändig anerkennt. Unser Bild ist hingegen nur in dieser einzigen Version bekannt. Mackor hat das Gemälde im Original studieren können, als es sich in den späten 1980er Jahren in der Kunsthandlung Newhouse in New York befand. Dabei erkannte er den direkten Zusammenhang der Komposition mit dem Geldwechsler aus Dürers Holzschnitt „Tempelgang Mariens“. Dieses druckgraphische Blatt gehört zu dem Zyklus von 19 Stichen Albrecht Dürers mit dem Titel „Marienleben“, der 1511 in Buchform erschien und im Laufe der folgenden Jahre weitere Auflagen erfuhr. Am Tempeleingang von Dürers Komposition sitzt ein Geldwechsler, der Marinus zu diesem Gemälde inspirierte.
Die Inschriften auf dem Gemälde lassen vermuten, dass es sich allerdings um einen "Waerdiere", einen Schätzer handelt. Auch dieser scheint kein beliebter Zeitgenosse gewesen zu sein. Zu Marinus' Zeiten wurden unbewegliche Güter von außen, von bestellten Schätzern bewertet, um die direkten Steuern auf sie zu bestimmen.
Wir danken Dr. Adri Mackor für freundliche Auskünfte.

Das Gemälde wird angefragt als Leihgabe für die Ausstellung "Dürer war hier. Eine Reise wird Legende" vom 18. Juli bis 24. Oktober im Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen.





Marinus van Reymerswale
The money-lender

Oil on panel. 80.5 x 54.5 cm.

Provenance
With Adam Williams / Newhouse Galleries, New York.

Literature
Peter Van der Coelen and Friso Lammertse (eds.): De ontdekking van het dagelijks leven van Bosch tot Bruegel, Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, exhib. cat. Rotterdam 2015, p.112, fig. 106;
About the artist cf. Max J. Friedländer: Die altniederländische Malerei, vol. XII, Leiden 1935, pp. 69-76.

Marinus van Reymerswale was an enigmatic artist in more ways than one. Securely attributed works of his hand are just as scarce as biographical details of his life. We know only that he was born around 1490 in Reimerswaal in the province of Zeeland; in 1504 he was enrolled as a "poor student" at the University of Leuven and in 1509 he stayed in Antwerp with Quinten Massys. Marinus is then documented as a painter and cartographer in Reimerswaal, his birthplace, in 1531 and later around 1540 he moved to Goes, where he died in 1556 at the latest.
In 1604, Karel van Mander wrote in his schilder-boeck that many works by Reymerswale were to be seen in Zeeland and mentioned one with the title A Customs Officer in his Office. Works such as these are still considered the main domain of the painter to this day. For apart from his famous Saint Jerome in His Study, two small panels with depictions of the Virgin, and The Calling of Saint Matthew, Reymerswale only ever painted interior scenes showing customs officers, tax collectors and money changers conducting their dubious business.
Van Reymerswale became acquainted with the genre, the so called Kontorbild, during his time with Quinten Massys. However, the persistence and exclusivity with which he pursued this particular subject and the grotesque bitterness with which he imbued his protagonists speak of an entirely different language to that of his predecessor. Marinus mocks "the greed and stinginess, the bureaucratic stubbornness and the harsh relentlessness of counting and weighing money" (Friedländer, op. cit.). In d

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Marinus van Reymerswale
Der Geldverleiher

Öl auf Holz. 80,5 x 54,5 cm.

Provenienz
Adam Williams / Newhouse Galleries, New York.

Literatur
Peter Van der Coelen u. Friso Lammertse (Hg.): Ausst.-Kat. „De ontdekking van het dagelijks leven van Bosch tot Bruegel“, Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam 2015, S. 112, Abb. 106. - Zum Künstler vgl. Max J. Friedländer: Die altniederländische Malerei, Bd. XII, Leiden 1935, S. 69-76.

Er ist in mehrfacher Hinsicht ein enigmatischer Künstler. Ebenso spärlich wie die biographischen Informationen über Marinus van Reymerswale sind auch gesicherte Überlieferungen zu seinem malerischen Werk. Geboren wurde er um 1490 in Reimerswaal in der Provinz Zeeland; 1504 ist er als „armer Student“ an der Universität Löwen eingeschrieben; 1509 weilt er in Antwerpen und hat Kontakt zu Quinten Massys. 1531 wird Marinus in seiner Geburtsstadt Reimerswaal als Maler und Kartograph erwähnt; um 1540 zieht er nach Goes, wo er spätestens 1556 stirbt und eine Witwe hinterlässt.
Karel van Mander schreibt 1604 in seinem „schilder-boeck“, dass es in Zeeland viele Werke von Reymerswale zu sehen gäbe und erwähnt dabei eines mit seinem Titel: „Ein Zöllner in seinem Kontor“. Damit beschreibt er den Bildtypus, der bis heute als die eigentliche Domäne dieses Künstlers gilt. Denn abgesehen von seinem berühmten „Hieronymus im Gehäus“, zwei kleineren Madonnentafeln und einer „Berufung des Apostels Matthäus“ sind von Reymerswale ausschließlich Interieurs überliefert, in denen Zöllner, Steuereinnehmer oder Geldwechsler ihr fragwürdiges Gewerbe treiben.
Diese so eifrig verfolgte Bildgattung, das sogenannte „Kontorbild“, hat van Reymerswale bei Quinten Massys gesehen. Doch die Beharrlichkeit und Ausschließlichkeit, mit der er das Sujet bearbeitet, das fratzenhaft Gallige seiner Protagonisten, sprechen eine andere Sprache als die seines Antwerpener Vorbilds. Marinus verspottet „die Geldgier und den Geiz, die bürokratische Verbohrtheit und die harte Unerbittlichkeit des Zählens und Wägens von Geld“ (Friedländer). Dabei entfernt er sich von dem klassischen Genrebild mit seinem Interesse am realen Leben und Treiben zeitgenössischer Personen. Sein Bildpersonal hingegen trägt seltsam altertümliche, aus der Zeit gefallene Kostüme und bizarre Kopfbedeckungen - wohl mit dem Ziel, das Wesen der verhassten Berufe von Wucherern und Steuereinnehmern zu entlarven. Auch die grotesken Kopfbildungen und ihr grimassierender Ausdruck zeichnen sie als bösartig und arglistig aus. Van Reymerswale ist ein zorniger Maler. Oder nur ein Warner?
Obwohl Antwerpen als seine geistige Heimat anzusehen ist, scheint doch die Zurückgezogenheit in der Enge der Provinz der Originalität seiner Werke geradezu zum Vorteil gereicht zu haben. Abgesehen von dem Vorbild Massys´ ist van Reymerswales eigenwilliges Werk in dem allgemeineren Kontext zu sehen, der zwischen Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel d. Ä. anzusiedeln ist. Geiz und Habgier spielen auch in den Bildern dieser Maler eine Rolle. Die Aktualität solcher moralisierenden Themen schlägt sich zum Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch in literarischen Texten wie Sebastian Brants „Narrenschiff“ oder in der Beliebtheit von Bibelzitaten nieder, die die niederländischen Maler versteckt und verschlüsselt, aber immer mit Absicht in ihre Bilder eingebaut haben. Die Habgier, die sogenannte „Avaritia“ ist eine der Todsünden, die die Künstler, aber auch Philosophen wie Erasmus von Rotterdam und andere Humanisten, oft thematisiert haben. Eng damit verbunden ist in der Malerei das Vanitas-Motiv, das jetzt zu einer eigenen Bildgattung avancierte. Auch in den Bildern von Marinus van Reymerswale taucht der Gedanke an die Vergeblichkeit und Vergänglichkeit der weltlichen Güter in kleinen, beiläufig erscheinenden Gegenständen auf - z. B. in der ausgelöschten Kerze oder der ovalen Holzschachtel mit ihren zerknitterten Papieren.
Das Oeuvre von Marinus van Reymerswale ist durch zahlreiche Wiederholungen gekennzeichnet. Allein von seinem Bild „Hieronymus im Gehäus“ gibt es 19 Versionen, die Adri Mackor als eigenhändig anerkennt. Unser Bild ist hingegen nur in dieser einzigen Version bekannt. Mackor hat das Gemälde im Original studieren können, als es sich in den späten 1980er Jahren in der Kunsthandlung Newhouse in New York befand. Dabei erkannte er den direkten Zusammenhang der Komposition mit dem Geldwechsler aus Dürers Holzschnitt „Tempelgang Mariens“. Dieses druckgraphische Blatt gehört zu dem Zyklus von 19 Stichen Albrecht Dürers mit dem Titel „Marienleben“, der 1511 in Buchform erschien und im Laufe der folgenden Jahre weitere Auflagen erfuhr. Am Tempeleingang von Dürers Komposition sitzt ein Geldwechsler, der Marinus zu diesem Gemälde inspirierte.
Die Inschriften auf dem Gemälde lassen vermuten, dass es sich allerdings um einen "Waerdiere", einen Schätzer handelt. Auch dieser scheint kein beliebter Zeitgenosse gewesen zu sein. Zu Marinus' Zeiten wurden unbewegliche Güter von außen, von bestellten Schätzern bewertet, um die direkten Steuern auf sie zu bestimmen.
Wir danken Dr. Adri Mackor für freundliche Auskünfte.

Das Gemälde wird angefragt als Leihgabe für die Ausstellung "Dürer war hier. Eine Reise wird Legende" vom 18. Juli bis 24. Oktober im Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen.





Marinus van Reymerswale
The money-lender

Oil on panel. 80.5 x 54.5 cm.

Provenance
With Adam Williams / Newhouse Galleries, New York.

Literature
Peter Van der Coelen and Friso Lammertse (eds.): De ontdekking van het dagelijks leven van Bosch tot Bruegel, Rotterdam, Museum Boijmans Van Beuningen, exhib. cat. Rotterdam 2015, p.112, fig. 106;
About the artist cf. Max J. Friedländer: Die altniederländische Malerei, vol. XII, Leiden 1935, pp. 69-76.

Marinus van Reymerswale was an enigmatic artist in more ways than one. Securely attributed works of his hand are just as scarce as biographical details of his life. We know only that he was born around 1490 in Reimerswaal in the province of Zeeland; in 1504 he was enrolled as a "poor student" at the University of Leuven and in 1509 he stayed in Antwerp with Quinten Massys. Marinus is then documented as a painter and cartographer in Reimerswaal, his birthplace, in 1531 and later around 1540 he moved to Goes, where he died in 1556 at the latest.
In 1604, Karel van Mander wrote in his schilder-boeck that many works by Reymerswale were to be seen in Zeeland and mentioned one with the title A Customs Officer in his Office. Works such as these are still considered the main domain of the painter to this day. For apart from his famous Saint Jerome in His Study, two small panels with depictions of the Virgin, and The Calling of Saint Matthew, Reymerswale only ever painted interior scenes showing customs officers, tax collectors and money changers conducting their dubious business.
Van Reymerswale became acquainted with the genre, the so called Kontorbild, during his time with Quinten Massys. However, the persistence and exclusivity with which he pursued this particular subject and the grotesque bitterness with which he imbued his protagonists speak of an entirely different language to that of his predecessor. Marinus mocks "the greed and stinginess, the bureaucratic stubbornness and the harsh relentlessness of counting and weighing money" (Friedländer, op. cit.). In d

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Meisterwerke der Sammlung Bischoff / Masterpieces from the Bischoff Collection

Auktionsdatum
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

Für Kunsthaus Lempertz Versandinformtation bitte wählen Sie +49 (0)221 9257290.

Wichtige Informationen

25 % buyer's premium on the hammer price
(20 % on the part of the hammer price exceeding 400,001 EUR)

3 % live provision plus 16 % VAT

AGB

standard | standard



Conditions of sale
1. The art auction house, Kunsthaus Lempertz KG (henceforth referred to as Lempertz), conducts public auctions in terms of § 383 paragraph 3 sentence 1 of the Commercial Code as commissioning agent on behalf of the accounts of submitters, who remain anonymous. With regard to its auctioneering terms and conditions drawn up in other languages, the German version remains the official one.
2. The auctioneer reserves the right to divide or combine any catalogue lots or, if it has special reason to do so, to offer any lot for sale in an order different from that given in the catalogue or to withdraw any lot from the sale.
3. All lots put up for sale may be viewed and inspected prior to the auction. The catalogue specifications and related specifications appearing on the internet, which have both been compiled in good conscience, do not form part of the contractually agreed to conditions. These specifications have been derived from the status of the information available at the time of compiling the catalogue. They do not serve as a guarantee in legal terms and their purpose is purely in the information they provide. The same applies to any reports on an item’s condition or any other information, either in oral or written form. Certificates or certifications from artists, their estates or experts relevant to each case only form a contractual part of the agreement if they are specifically mentioned in the catalogue text. The state of the item is generally not mentioned in the catalogue. Likewise missing specifications do not constitute an agreement on quality. All items are used goods.
4. Warranty claims are excluded. In the event of variances from the catalogue descriptions, which result in negation or substantial diminution of value or suitability, and which are reported with due justification within one year after handover, Lempertz nevertheless undertakes to pursue its rights against the seller through the courts; in the event of a successful claim against the seller, Lempertz will reimburse the buyer only the total purchase price paid. Over and above this, Lempertz undertakes to reimburse its commission within a given period of three years after the date of the sale if the object in question proves not to be authentic.
5. Claims for compensation as the result of a fault or defect in the object auctioned or damage to it or its loss, regardless of the legal grounds, or as the result of variances from the catalogue description or statements made elsewhere due to violation of due dilligence according to §§ 41 ff. KGSG are excluded unless Lempertz acted with wilful intent or gross negligence; the liability for bodily injury or damages caused to health or life remains unaffected. In other regards, point 4 applies.
6. Submission of bids. Lempertz reserves the right to approve bidders for the auction and especially the right to make this approval dependent upon successful identification in terms of § 1 para. 3 GWG. Bids in attendance: The floor bidder receives a bidding number on presentation of a photo ID. If the bidder is not known to Lempertz, registration must take place 24 hours before the auction is due to begin in writing on presentation of a current bank reference. Bids in absentia: Bids can also be submitted either in writing, telephonically or via the internet. The placing of bids in absentia must reach Lempertz 24 hours before the auction to ensure the proper processing thereof. The item must be mentioned in the bid placed, together with the lot number and item description. In the event of ambiguities, the listed lot number becomes applicable. The placement of a bid must be signed by the applicant. The regulations regarding revocations and the right to return the goods in the case of long distance agreements (§ 312b-d of the Civil Code) do not apply. Telephone bids: Establishing and maintaining a connection cannot be vouched for. In submitting a bid placement, the bidder declares that he agrees to the recording of the bidding process. Bids via the internet: They will only be accepted by Lempertz if the bidder registered himself on the internet website beforehand. Lempertz will treat such bids in the same way as bids in writing.
7. Carrying out the auction: The hammer will come down when no higher bids are submitted after three calls for a bid. In extenuating circumstances, the auctioneer reserves the right to bring down the hammer or he can refuse to accept a bid, especially when the bidder cannot be successfully identified in terms of § 1 para. 3 GWG. If several individuals make the same bid at the same time, and after the third call, no higher bid ensues, then the ticket becomes the deciding factor. The auctioneer can retract his acceptance of the bid and auction the item once more if a higher bid that was submitted on time, was erroneously overlooked and immediately queried by the bidder, or if any doubts regarding its acceptance arise. Written bids are only played to an absolute maximum by Lempertz if this is deemed necessary to outbid another bid. The auctioneer can bid on behalf of the submitter up to the agreed limit, without revealing this and irrespective of whether other bids are submitted. Even if bids have been placed and the hammer has not come down, the auctioneer is only liable to the bidder in the event of premeditation or gross negligence. Further information can be found in our privacy policy at www.lempertz.com/ datenschutzerklärung.html
8. Once a lot has been knocked down, the successful bidder is obliged to buy it. If a bid is accepted conditionally, the bidder is bound by his bid until four weeks after the auction unless he immediately withdraws from the conditionally accepted bid. From the fall of the hammer, possession and risk pass directly to the buyer, while ownership passes to the buyer only after full payment has been received.
9. Up to a hammer price of € 400,000 a premium of 25 % calculated on the hammer price plus 16 % value added tax (VAT) calculated on the premium only is levied. The premium will be reduced to 20 % (plus VAT) on any amount surpassing € 400,000 (margin scheme). On lots which are characterized by N, an additional 7 % for import tax will be charged. On lots which are characterized by an R, the buyer shall pay the statutory VAT of 16 % on the hammer price and the buyer’s premium (regular scheme). Exports to third (i.e. non-EU) countries will be exempt from VAT, and so will be exports made by companies from other EU member states if they state their VAT identification number. For original works of art, whose authors are either still alive or deceased for less than 70 years (§ 64 UrhG), a charge of 1.8 % on the hammer price will be levied for the droit de suite. The maximum charge is € 12,500. For payments which amount to EUR 10,000.00 or more, Lempertz is obliged to make a copy of the photo ID of the buyer according to §3 of the German Money Laundry Act (GWG). This applies also to cases in which payments of EUR 10,000.00 or more are being made for more than one invoice. If a buyer exports an object to a third country personally, the VAT will be refunded, as soon as Lempertz receives the export and import papers. All invoices issued on the day of auction or soon after remain under provision.
10. Successful bidders shall forthwith upon the purchase pay to Lempertz the final price (hammer price plus premium and VAT) in Euro. Bank transfers are to be exclusively in Euros. The request for an alteration of an auction invoice to a person other than the bidder has to be made immediately after the auction. Lempertz however reserves the right to refuse such a request if it is deemed appropriate. The transfer is subject to successful identification (§ 1 para. 3 GWG) of the bidder and of the person to whom the invoice is transferred. Invoices will only be issued to those persons actually responsible for settling the invoices.
11. In the case of payment default, Lempertz will charge 1% interest on the outstanding amount of the gross price per month.. If the buyer defaults in payment, Lempertz may at its discretion insist on performance of the purchase contract or, after allowing a period of grace, claim damages instead of performance. In the latter case, Lempertz may determine the amount of the damages by putting the lot or lots up for auction again, in which case the defaulting buyer will bear the amount of any reduction in the proceeds compared with the earlier auction, plus the cost of resale, including the premium.
12. Buyers must take charge of their purchases immediately after the auction. Once a lot has been sold, the auctioneer is liable only for wilful intent or gross negligence. Lots will not, however, be surrendered to buyers until full payment has been received. Without exception, shipment will be at the expense and risk of the buyer. Purchases which are not collected within four weeks after the auction may be stored and insured by Lempertz on behalf of the buyer and at its expense in the premises of a freight agent. If Lempertz stores such items itself, it will charge 1 % of the hammer price for insurance and storage costs.
13. As far as this can be agreed, the place of performance and jurisdiction is Cologne. German law applies; the German law for the protection of cultural goods applies; the provisions of the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) are not applicable. Should any provision herein be wholly or partially ineffective, this will not affect the validity of the remaining provisions.
Regarding the treatment of personal data, we would like to point out the data protection notice on our website.
Henrik Hanstein, sworn public auctioneer

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