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Hammerklavier aus dem Besitz von Ferdinand Ries (1784 - 1838, deutscher Komponist und Pianist, Schüler des Ludwig van Beethoven), England, Anfang 19. Jh., bez. "S.T. Lyon / Piano Forte Maker / Nassau Street, Middlesex Hospital / London", Samuel Thomas Lyon (1776 - 1850, englischer Musiker, Komponist, Musikverleger und Instrumentenhersteller, ab 1796 Mitglied der Royal Society of Musicans), im Inneren mit teils verblasster handschriftlicher Bezeichnung "(...) nand Ries", auf mehreren Bauteilen nummeriert mit Schlagstempel "394", auf vier Balusterbeinen mit Rollen, 83.5 x 171 x 63 cm, Instrument nicht spielbereit, Gebrauchsspuren. Der Künstler Heinrich Reifferscheid schildert in einem Beitrag zu Beethovens 100. Todestag die Geschichte des Instrumentes in seiner Familie und beruft sich auf Erinnerungen seiner Mutter Anna Reifferscheid, geb. Simrock. Demnach habe sein Urgroßvater Nikolaus Simrock das Hammerklavier von Ferdinand Ries als Vermächtnis erhalten. Nikolaus Simrock und Ries' Vater Franz Anton Ries waren ebenso wie Beethoven und dessen Vater in der kurfürstlichen Bonner Hofkapelle beschäftigt, zudem lebten alle drei Familien in der Bonngasse. Simrock unterrichtete Beethoven und dieser später Ferdinand Ries in Wien. Nach Nikolaus' Tod ging das Klavier an dessen jüngsten Sohn Karl Simrock über, in dessen Haus neben neben anderen Intellektuellen auch musikalische Größen der Zeit wie Brahms, Joachim und Stockhausen verkehrten und man bisweilen auch gemeinsam auf diesem Instrument musizierte. Nach Karl Simrocks Tod im Jahr 1876 gelangte das Klavier in das Landhaus der Familie ("Haus Parzival") auf dem Menzenberg bei Honnef (vgl. Heinrich Reifferscheid, "Erinnerungen eines Hammerklaviers", in: Rheinische Heimatblätter, 1927, Heft 4, S.145).. Ab 2001 war das Klavier als Teil der Leihgabe der Familie Reifferscheid Teil der Sonderausstellung "An den Rhein, an den Rhein..." im Bonner Stadtmuseum. Wir freuen uns ganz besonders dieses Zeugnis deutscher Musik- und Kunstgeschichte versteigern zu dürften, welches jahrelang als Leihgabe im Beethovenhaus in Bonn ausgestellt wurde.
Alle Lose aus der Kategorie „Sammlung Reifferscheid / Nachlass Karl Simrock“ werden zunächst gemeinsam „en bloc“ zur Versteigerung aufgerufen.
Nur für den Fall, dass sich hierfür kein Käufer findet, werden die Losnummern 559 bis 570 einzeln versteigert. Kontaktieren Sie uns gerne bei Rückfragen.
Hammerklavier from the estate of Ferdinand Ries (1784 - 1838, German composer and pianist, pupil of Ludwig van Beethoven), England, early 19th cent, marked "S.T. Lyon / Piano Forte Maker / Nassau Street, Middlesex Hospital / London", Samuel Thomas Lyon (1776 - 1850, English musician, composer, music publisher and instrument maker, member of the Royal Society of Musicians from 1796), inside with partly faded handwritten inscription "(....) nand Ries", numbered on several parts with stamp "394", on four baluster legs with castors, 83.5 x 171 x 63 cm, instrument not ready to play, signs of use. In a contribution to the 100th anniversary of Beethoven's death, the artist Heinrich Reifferscheid describes the history of the instrument in his family and refers to memories of his mother Anna Reifferscheid, née Simrock. According to this, his great-grandfather Nikolaus Simrock received the fortepiano from Ferdinand Ries as a legacy. Nikolaus Simrock and Ries' father Franz Anton Ries, like Beethoven and his father, were employed in the electoral court chapel in Bonn, and all three families lived in Bonngasse. Simrock taught Beethoven and he later taught Ferdinand Ries in Vienna. After Nikolaus' death, the piano passed to his youngest son Karl Simrock, whose house was frequented by musical greats of the time such as Brahms, Joachim and Stockhausen, as well as other intellectuals, and they sometimes played together on this instrument. After Karl Simrock's death in 1876, the piano ended up in the family's country house ("Haus Parzival") on the Menzenberg near Honnef (see Heinrich Reifferscheid, "Erinnerungen eines Hammerklaviers", in: Rheinische Heimatblätter, 1927, Heft 4, p.145). From 2001, the piano was on loan from the Reifferscheid family as part of the special exhibition "An den Rhein, an den Rhein..." at the Bonn City Museum. in the Bonn City Museum. We are particularly pleased to be able to auction this testimony to German music and art history.
All lots from the category ‘Reifferscheid Collection / Karl Simrock Estate’ will initially be auctioned together ‘en bloc’.
Only if no buyer is found for this will lots 559 to 570 be auctioned individually. Please contact us if you have any questions.
Dieses Objekt kann nicht durch das Auktionshaus verschickt werden. / This item cannot be shipped by the auction house.
Freitag, 6. Februar 2026 ab 14 Uhr
Schmuck, Armbanduhren, Silber, Porzellan, Varia, Afrikana und Asiatika
Samstag, 07. Februar 2026 ab 12 Uhr
Teppiche, Möbel & Einrichtung, Sammlung Reifferscheid / Nachlass Karl Simrock, Stand-/Wand- & Tischuhren, Skulpturen, Ikonen und sakrale Skulptur, Alte Kunst, Kunst des 19. Jahrhunderts, Impressionismus & Klassische Moderne, Zeitgenössische Kunst
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Als Zahlungsmittel akzeptieren wir ausschließlich Banküberweisungen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Please do not hesitate to contact us for condition reports and additional photos.
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Auktionshaus Plückbaum GmbH
Hohe Straße 75 • 53119 Bonn
Postanschrift: Postfach 170 140, 53027 Bonn
Tel. +49 (228) 68 83 820 • Fax. +49 (228) 68 83 82 99
www.plueckbaum.de • info@plueckbaum.de
Geschäftsführer: Anna Katharina Erdkamp, MBA • Tim-Christian Kreyenborg, M.A.
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Hammerklavier aus dem Besitz von Ferdinand Ries (1784 - 1838, deutscher Komponist und Pianist, Schüler des Ludwig van Beethoven), England, Anfang 19. Jh., bez. "S.T. Lyon / Piano Forte Maker / Nassau Street, Middlesex Hospital / London", Samuel Thomas Lyon (1776 - 1850, englischer Musiker, Komponist, Musikverleger und Instrumentenhersteller, ab 1796 Mitglied der Royal Society of Musicans), im Inneren mit teils verblasster handschriftlicher Bezeichnung "(...) nand Ries", auf mehreren Bauteilen nummeriert mit Schlagstempel "394", auf vier Balusterbeinen mit Rollen, 83.5 x 171 x 63 cm, Instrument nicht spielbereit, Gebrauchsspuren. Der Künstler Heinrich Reifferscheid schildert in einem Beitrag zu Beethovens 100. Todestag die Geschichte des Instrumentes in seiner Familie und beruft sich auf Erinnerungen seiner Mutter Anna Reifferscheid, geb. Simrock. Demnach habe sein Urgroßvater Nikolaus Simrock das Hammerklavier von Ferdinand Ries als Vermächtnis erhalten. Nikolaus Simrock und Ries' Vater Franz Anton Ries waren ebenso wie Beethoven und dessen Vater in der kurfürstlichen Bonner Hofkapelle beschäftigt, zudem lebten alle drei Familien in der Bonngasse. Simrock unterrichtete Beethoven und dieser später Ferdinand Ries in Wien. Nach Nikolaus' Tod ging das Klavier an dessen jüngsten Sohn Karl Simrock über, in dessen Haus neben neben anderen Intellektuellen auch musikalische Größen der Zeit wie Brahms, Joachim und Stockhausen verkehrten und man bisweilen auch gemeinsam auf diesem Instrument musizierte. Nach Karl Simrocks Tod im Jahr 1876 gelangte das Klavier in das Landhaus der Familie ("Haus Parzival") auf dem Menzenberg bei Honnef (vgl. Heinrich Reifferscheid, "Erinnerungen eines Hammerklaviers", in: Rheinische Heimatblätter, 1927, Heft 4, S.145).. Ab 2001 war das Klavier als Teil der Leihgabe der Familie Reifferscheid Teil der Sonderausstellung "An den Rhein, an den Rhein..." im Bonner Stadtmuseum. Wir freuen uns ganz besonders dieses Zeugnis deutscher Musik- und Kunstgeschichte versteigern zu dürften, welches jahrelang als Leihgabe im Beethovenhaus in Bonn ausgestellt wurde.
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