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Jan Gossaert, gen. Mabuse, Antwerpen 1478 - 1532 Antwerpen, Umkreis, Flämisch

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Wien, Austria
Jan Gossaert, gen. Mabuse
Antwerpen 1478 - 1532 Antwerpen, Umkreis
Flämisch
1.Hälfte 16. Jahrhundert
Öl auf Eichenholzpaneel
57 x 42 cm, mit Rahmen 68 x 54,5 cm

Dieses museale Gemälde zeigt die Gottesmutter Maria in kontemplativer Haltung zusammen mit dem verspielten Jesuskind, das vor ihr auf einem Tisch sitzt. Die Szene ist in einem Innenraum verortet. Maria blickt schräg nach links unten, während das Kind nach rechts blickend dargestellt ist. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand verweist es in dieselbe Richtung, während der Handrücken seiner linken Hand jene der Mutter berührt. Diese innige Haltung verdeutlicht die intime Beziehung zwischen Mutter und Kind. Weiters zeigen die unterschiedlichen Blickrichtungen typischerweise die Rolle der Jungfrau als Fürsprecherin an, die sich den Betrachtern meist zuwendet. Hier ist besonders die Menschlichkeit des Kindes betont, das nackt dargestellt ist und das beiliegende Tuch kaum übergeworfen hat. Die Füßchen des Kindes scheinen vergnügt zu strampeln, wobei dies den menschlich-kindlichen Aspekt Christi verdeutlicht. Maria ist jedoch äußerst nachdenklich und introspektiv gezeigt, wohl bereits auf die zukünftige Passion ihres Sohnes verweisend. Sie trägt ein luxuriöses Kleid mit Goldborte sowie ein samtig-schweres Übergewand, das komplex über ihre Schultern und Arme drapiert ist.

Die Komposition ist wohl eine Variation des bedeutenden Spätwerks des niederländischen Renaissancemalers Jan Gossaert, genannt Mabuse (Antwerpen 1478 – 1532 ebenda), wobei sich die künstlerische Ausführung, die Verortung und das Kolorit gänzlich unterscheiden. Das Tafelbild von 1531 ist heute im Cleveland Museum of Art zu begutachten (Inv.-Nr. 1972.47). Durch die Forschung ist bekannt, dass diese Komposition einerseits starke Ähnlichkeiten mit zwei Werken Albrecht Dürers (1471 Nürnberg - 1528 ebenda) aufweist: mit der Zeichnung des 93-jährigen Mannes von 1521 (Graphische Sammlung Albertina, Inv.-Nr. 3167) und mit dem Gemälde der „Maria und Kind“ mit der Birne von 1512 (Gemäldegalerie Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 848). Weiters ist hier der naturalistisch über dem Kopf drapierte Schleier Mariens besonders markant und dürfte sich definitiv an Gossaerts Werk anlehnen.

Anders als bei Gossaert ist hier jedoch ein Innenraum mit besonders prägnanter Schattengebung mit einem Lichteinfall von oben links gezeigt. Weiters sind das Kolorit und die Modellierung der Haut und Stofflichkeit unterschiedlich; hierbei handelt es sich um besonders kräftige, leuchtende Farben, die durch kühne Hell-Dunkel-Kontraste zusätzlich hervorgehoben werden. Diese Kombination aus dunklem Unterkleid mit Goldborte und rotem Mantel ist auch bei weiteren Madonnendarstellungen Gossaerts zu sehen. Außerdem zeichnet sich das Bild durch scharfe Gesichtskonturen sowie geschwärzte Umrisslinien des Textils aus. Interessante divergierende Aspekte sind außerdem das weniger kindlich, sondern gütig-weise modellierte Gesicht des Kindes sowie der herabschauende, vom Kind abgewandte Blick Marias, während Gossaert seine Maria auf ihr Kind blickend darstellt. Hierbei handelt es sich um eine Bedeutungsverschiebung im Gesamtausdruck: Sowohl die veränderte Blickrichtung als auch die Verortung in einem Innenraum macht die Szene unmittelbar erlebbar, als würde man durch ein Fenster in ein Haus sehen und die Figurengruppe dort vorfinden.

Diese Merkmale – leuchtendes Kolorit und schwarze Umrisse – sind besonders typisch für einen namentlich unbekannten Künstler, der den Notnamen „Meister der weiblichen Halbfiguren“ erhielt. Dieser war zwischen 1525 und 1550 im Süden der Niederlande und in Antwerpen tätig. Seine zahlreichen unsignierten Gemälde zeigen meist weibliche, halbfigurige Einzelportraits, wobei er sowohl die Gunst kirchlicher als auch weltlicher Auftraggeber genoss und sich demnach an verschiedenen Kompositionsschemata orientierte; mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an einem Bildtypus, nach dem auch Gossaert sein Werk fertigte. Es handelt sich hierbei also um ein bedeutendes Werk eines meisterhaften Malers, der sich im Umkreis von Gossaert bewegte.
Jan Gossaert, called Mabuse
Antwerp 1478 - 1532 Antwerp, Circle of
Flemish
1. half of the 16. century
Oil on oak panel
57 x 42 cm, with frame 68 x 54,5 cm

This museum-quality painting shows the mother of God, Mary, in a contemplative pose together with the playful baby Jesus sitting on a table in front of her. The scene is set in an interior room. Mary is looking diagonally down to the left, while the child is depicted looking to the right. With the index finger of his right hand, he points in the same direction, while the back of his left-hand touches that of his mother. This tender posture illustrates the intimate relationship between mother and child. Furthermore, the different directions of gaze typically indicate the role of the Virgin as an intercessor who usually turns towards the viewers. Here the humanity of the child is particularly emphasised, being depicted naked and having barely thrown on the draped cloth. The child's little feet seem to be kicking merrily, illustrating the child-like aspect of Christ. Mary, however, is shown extremely pensive and introspective, probably already referring to the future Passion of her son. She wears a luxurious gown with gold trim and a velvety, heavy overgarment draped intricately over her shoulders and arms.

The composition is probably a variation of the important late work by the Dutch Renaissance painter Jan Gossaert, called Mabuse (Antwerp 1478 - 1532 ibid.), although the artistic execution, location and colouring are entirely different. The panel painting from 1531 can be seen today in the Cleveland Museum of Art (inv. no. 1972.47). Research has shown that this composition has strong similarities with two works by Albrecht Dürer (1471 Nuremberg - 1528 ibid.): the drawing of the 93-year-old man from 1521 (Albertina Graphic Collection, inv. no. 3167) and the painting of Mary and Child with the Pear from 1512 (Kunsthistorisches Museum Gemäldegalerie, inv. no. 848). Furthermore, Mary's veil draped naturalistically over her head is particularly striking here and is probably definitely based on Gossaert's work.

Unlike Gossaert's work, however, an interior with particularly striking shadows is shown here, with the light coming from the upper left. Furthermore, the colouring and modelling of the skin and fabric are different; these are particularly strong, bright colours that are further emphasised by bold contrasts of light and dark. This combination of dark undergarment with gold border and red cloak is also seen in other Madonna depictions by Gossaert. The painting is also characterised by sharp facial contours as well as blackened outlines of the textile. Other interesting divergent aspects are the child's face, which is modelled less childlike and wiser, and Mary's look away from the child, whereas Gossaert depicts his Mary looking towards her child. This is a shift of meaning in the overall expression: both the changed direction of gaze and the location in an interior space make the scene immediately tangible, as if one were looking through a window into a house and finding the group of figures sitting there.

These features - luminous colouring and black outlines - are particularly typical of an artist whose name is unknown and who was given the provisional name "Master of the Female Half-Figures". This artist was active in the south of the Netherlands and in Antwerp between 1525 and 1550. His numerous unsigned paintings mostly show single female half-figure portraits, whereby he enjoyed the favour of both ecclesiastical and secular patrons and thus used various compositional schemes; most probably also a model after which Gossaert also produced his work. This is therefore an important work by a masterful painter who moved in Gossaert's circle.
Jan Gossaert, gen. Mabuse
Antwerpen 1478 - 1532 Antwerpen, Umkreis
Flämisch
1.Hälfte 16. Jahrhundert
Öl auf Eichenholzpaneel
57 x 42 cm, mit Rahmen 68 x 54,5 cm

Dieses museale Gemälde zeigt die Gottesmutter Maria in kontemplativer Haltung zusammen mit dem verspielten Jesuskind, das vor ihr auf einem Tisch sitzt. Die Szene ist in einem Innenraum verortet. Maria blickt schräg nach links unten, während das Kind nach rechts blickend dargestellt ist. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand verweist es in dieselbe Richtung, während der Handrücken seiner linken Hand jene der Mutter berührt. Diese innige Haltung verdeutlicht die intime Beziehung zwischen Mutter und Kind. Weiters zeigen die unterschiedlichen Blickrichtungen typischerweise die Rolle der Jungfrau als Fürsprecherin an, die sich den Betrachtern meist zuwendet. Hier ist besonders die Menschlichkeit des Kindes betont, das nackt dargestellt ist und das beiliegende Tuch kaum übergeworfen hat. Die Füßchen des Kindes scheinen vergnügt zu strampeln, wobei dies den menschlich-kindlichen Aspekt Christi verdeutlicht. Maria ist jedoch äußerst nachdenklich und introspektiv gezeigt, wohl bereits auf die zukünftige Passion ihres Sohnes verweisend. Sie trägt ein luxuriöses Kleid mit Goldborte sowie ein samtig-schweres Übergewand, das komplex über ihre Schultern und Arme drapiert ist.

Die Komposition ist wohl eine Variation des bedeutenden Spätwerks des niederländischen Renaissancemalers Jan Gossaert, genannt Mabuse (Antwerpen 1478 – 1532 ebenda), wobei sich die künstlerische Ausführung, die Verortung und das Kolorit gänzlich unterscheiden. Das Tafelbild von 1531 ist heute im Cleveland Museum of Art zu begutachten (Inv.-Nr. 1972.47). Durch die Forschung ist bekannt, dass diese Komposition einerseits starke Ähnlichkeiten mit zwei Werken Albrecht Dürers (1471 Nürnberg - 1528 ebenda) aufweist: mit der Zeichnung des 93-jährigen Mannes von 1521 (Graphische Sammlung Albertina, Inv.-Nr. 3167) und mit dem Gemälde der „Maria und Kind“ mit der Birne von 1512 (Gemäldegalerie Kunsthistorisches Museum, Inv.-Nr. 848). Weiters ist hier der naturalistisch über dem Kopf drapierte Schleier Mariens besonders markant und dürfte sich definitiv an Gossaerts Werk anlehnen.

Anders als bei Gossaert ist hier jedoch ein Innenraum mit besonders prägnanter Schattengebung mit einem Lichteinfall von oben links gezeigt. Weiters sind das Kolorit und die Modellierung der Haut und Stofflichkeit unterschiedlich; hierbei handelt es sich um besonders kräftige, leuchtende Farben, die durch kühne Hell-Dunkel-Kontraste zusätzlich hervorgehoben werden. Diese Kombination aus dunklem Unterkleid mit Goldborte und rotem Mantel ist auch bei weiteren Madonnendarstellungen Gossaerts zu sehen. Außerdem zeichnet sich das Bild durch scharfe Gesichtskonturen sowie geschwärzte Umrisslinien des Textils aus. Interessante divergierende Aspekte sind außerdem das weniger kindlich, sondern gütig-weise modellierte Gesicht des Kindes sowie der herabschauende, vom Kind abgewandte Blick Marias, während Gossaert seine Maria auf ihr Kind blickend darstellt. Hierbei handelt es sich um eine Bedeutungsverschiebung im Gesamtausdruck: Sowohl die veränderte Blickrichtung als auch die Verortung in einem Innenraum macht die Szene unmittelbar erlebbar, als würde man durch ein Fenster in ein Haus sehen und die Figurengruppe dort vorfinden.

Diese Merkmale – leuchtendes Kolorit und schwarze Umrisse – sind besonders typisch für einen namentlich unbekannten Künstler, der den Notnamen „Meister der weiblichen Halbfiguren“ erhielt. Dieser war zwischen 1525 und 1550 im Süden der Niederlande und in Antwerpen tätig. Seine zahlreichen unsignierten Gemälde zeigen meist weibliche, halbfigurige Einzelportraits, wobei er sowohl die Gunst kirchlicher als auch weltlicher Auftraggeber genoss und sich demnach an verschiedenen Kompositionsschemata orientierte; mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an einem Bildtypus, nach dem auch Gossaert sein Werk fertigte. Es handelt sich hierbei also um ein bedeutendes Werk eines meisterhaften Malers, der sich im Umkreis von Gossaert bewegte.
Jan Gossaert, called Mabuse
Antwerp 1478 - 1532 Antwerp, Circle of
Flemish
1. half of the 16. century
Oil on oak panel
57 x 42 cm, with frame 68 x 54,5 cm

This museum-quality painting shows the mother of God, Mary, in a contemplative pose together with the playful baby Jesus sitting on a table in front of her. The scene is set in an interior room. Mary is looking diagonally down to the left, while the child is depicted looking to the right. With the index finger of his right hand, he points in the same direction, while the back of his left-hand touches that of his mother. This tender posture illustrates the intimate relationship between mother and child. Furthermore, the different directions of gaze typically indicate the role of the Virgin as an intercessor who usually turns towards the viewers. Here the humanity of the child is particularly emphasised, being depicted naked and having barely thrown on the draped cloth. The child's little feet seem to be kicking merrily, illustrating the child-like aspect of Christ. Mary, however, is shown extremely pensive and introspective, probably already referring to the future Passion of her son. She wears a luxurious gown with gold trim and a velvety, heavy overgarment draped intricately over her shoulders and arms.

The composition is probably a variation of the important late work by the Dutch Renaissance painter Jan Gossaert, called Mabuse (Antwerp 1478 - 1532 ibid.), although the artistic execution, location and colouring are entirely different. The panel painting from 1531 can be seen today in the Cleveland Museum of Art (inv. no. 1972.47). Research has shown that this composition has strong similarities with two works by Albrecht Dürer (1471 Nuremberg - 1528 ibid.): the drawing of the 93-year-old man from 1521 (Albertina Graphic Collection, inv. no. 3167) and the painting of Mary and Child with the Pear from 1512 (Kunsthistorisches Museum Gemäldegalerie, inv. no. 848). Furthermore, Mary's veil draped naturalistically over her head is particularly striking here and is probably definitely based on Gossaert's work.

Unlike Gossaert's work, however, an interior with particularly striking shadows is shown here, with the light coming from the upper left. Furthermore, the colouring and modelling of the skin and fabric are different; these are particularly strong, bright colours that are further emphasised by bold contrasts of light and dark. This combination of dark undergarment with gold border and red cloak is also seen in other Madonna depictions by Gossaert. The painting is also characterised by sharp facial contours as well as blackened outlines of the textile. Other interesting divergent aspects are the child's face, which is modelled less childlike and wiser, and Mary's look away from the child, whereas Gossaert depicts his Mary looking towards her child. This is a shift of meaning in the overall expression: both the changed direction of gaze and the location in an interior space make the scene immediately tangible, as if one were looking through a window into a house and finding the group of figures sitting there.

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Weihnachtsauktion

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§ 1. Berechtigung
Die Tiberius Auctions GmbH (im Folgenden kurz „Auktionshaus“ genannt) führt nach den Bestimmungen des § 158 der Gewerbeordnung und den Bestimmungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses öffentliche Versteigerungen von beweglichen Sachen, insbesondere von Kunst und Antiquitäten durch. Gesetzliche Bestimmungen gelten nur subsidiär. Gesetzliche Vorschriften wie jene des Konsumentenschutzgesetzes bleiben unberührt. Entgegenstehende Geschäftsbedingungen der Vertragspartner des Auktionshauses sind nicht Vertragsgrundlage.

§ 2. Annahme und Ablehnung von Objekten
(1) Zur Auktion werden bewegliche Objekte aller Art, insbesondere Kunst und Antiquitäten, soweit deren Verkauf gesetzlich zulässig ist, übernommen.
(2) Das Auktionshaus übernimmt keine Gegenstände, bei denen der Verdacht besteht, dass diese entwendet, veruntreut oder illegal ausgeführt wurden.
(3) Bei der Übernahme von Objekten aus dem Ausland hat das Auktionshaus das Recht, einen Nachweis der Verzollung und eine Ausfuhrgenehmigung zu verlangen.
(4) Die Annahme von Objekten kann vom Auktionshaus auch ohne Angaben von Gründen abgelehnt werden. Auch bereits angenommene Objekte können vom Auktionshaus ohne Angabe von Gründen zurückgezogen werden.

§ 3. Versteigerungsauftrag / Übernahmeschein
(1) Die Übergabe von Objekten an das Auktionshaus wird in einem Übernahmeschein mit integriertem Verzeichnis festgehalten, welches vom Einbringer zu unterzeichnen ist. Der Übernahmeschein dient der Bestätigung der Übernahme jener Objekte, die vom Einbringer an das Auktionshaus übergeben wurden. Nachteile durch unrichtige oder unvollständige Angaben treffen den Einbringer.
(2) Der Einbringer erklärt sich mit dem Unterzeichnen des Übernahmescheins mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses einverstanden. Bei der Einbringung erhält der Einbringer eine Kopie des Übernahmescheins sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses. Widersprüche sind unverzüglich zu erheben.
(3) Die Auszahlung des Versteigerungserlöses, der Widerruf des Versteigerungsauftrages und die Rückgabe unverkauft gebliebener Objekte erfolgt ausschließlich gegen Vorlage der Kopie des Übernahmescheins. Bei begründeten Bedenken kann das Auktionshaus auch einen schriftlichen Nachweis der Verfügungsberechtigung verlangen.
(4) Bei Verlust oder Vernichtung der Kopie des Übernahmescheines kann das Auktionshaus seine Leistungen von der gerichtlichen Kraftloserklärung des Übernahmescheines abhängig machen. 

§ 5. Abgelehnte Einbringungen
(1) Objekte, die dem Auktionshaus zum Zwecke der Versteigerung übergeben oder zugesendet wurden, deren Annahme zur Auktion jedoch abgelehnt wurde und vom Einbringer nicht innerhalb der ihm gesetzten Frist abgeholt wurden, werden

     a) dem Einbringer auf seine Kosten und Gefahr zurückgesendet,

     b) oder auf Kosten und Gefahr des Einbringer gelagert.

Gleiches gilt auch für Objekte, die das Auktionshaus von der Auktion zurückgezogen hat.
(2) Das Auktionshaus behält sich das Recht, ohne Angaben von Gründen, Objekte von der Versteigerung bis zur Erteilung des Zuschlages zurück zu ziehen.

§ 6. Schätzung und Beschreibung der Objekte
(1) Die Experten des Auktionshauses begutachten die zur Auktion übernommenen Objekte mit der jeweils gebotenen Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit und geben dafür eine Schätzung und Beschreibung ab. Gemeinsam mit dem Einbringer wird der Mindestverkaufspreis festgelegt. Die Schätzpreise, Ausrufpreise und Beschreibungen werden mit nötiger Sorgfalt erstellt, das Auktionshaus leistet jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit gegenüber dem Käufer und Einbringer.
(2) Die eingebrachten Objekte werden nicht unter dem vereinbarten Mindestverkaufspreis (Limit) versteigert. Sollte der Mindestverkaufspreis bei der Versteigerung nicht erreicht werden, wird das Objekt unter Vorbehalt zugeschlagen. Der endgültige Zuschlag erfolgt erst nach dem Einverständnis des Einbringers.
(3) Das Auktionshaus haftet in keiner Weise für die Schäden durch Unrichtigkeit seiner Preisbestimmung oder Beschreibungen dem Käufer und Einbringer gegenüber.
(4) Die Beschreibungen der Objekte sind subjektive Meinungen der Experten des Auktionshauses und bedeuten: 

     a) Vor- und Zuname des Künstlers mit Lebensdaten sowie der Bezeichnung „signiert“ oder „monogrammiert“: ein eindeutiges Werk des Künstlers.

     b) Die Bezeichnung „Zugeschrieben“: ein wahrscheinliches Werk des Künstlers.

     c) Die Bezeichnung „Umkreis“: ein im Einflussbereich des Künstlers entstandenes Werk.

     d) Die Bezeichnung „Bezeichnet“: ein wahrscheinliches aber nicht von der Hand des Künstlers signiertes Werk.

     e) Die Bezeichnung „Werkstatt“: ein im unmittelbaren Umfeld des Künstlers entstandenes Werk.

     f) Die Bezeichnung „Schule“: ein in zeitlicher und stilistischer Nähe zum Künstler entstandenes Werk.

     g) Die Bezeichnung „Nachfolge“: ein in der Nachfolge entstandenes, stilistisch verwandtes Werk des Künstlers.

(5) Die Beschreibung der Objekte, Informationen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in englischer Sprache stellen lediglich eine unverbindliche Hilfsübersetzung dar. Das Auktionshaus kann für die Richtigkeit der Übersetzung keine Haftung übernehmen.

§ 7. Zustand der Objekte
(1) Sämtliche Objekte die versteigert werden, können vor der Auktion zu den Vorbesichtigungszeiten in den Räumlichkeiten des Auktionshauses, wenn nichts anderes angegeben wurde, besichtigt und geprüft werden. Bei den zu versteigernden Objekten handelt es sich fast ausschließlich um Kunst und Antiquitäten die sich in einem Erhaltungszustand befinden, der ihrem Alter und der bisherigen Verwendung entspricht.
(2) Käufer können vom Auktionshaus einen Zustandsbericht einzelner Objekte anfordern. Die Zustandsberichte bringen lediglich eine subjektive Einschätzung, für die das Auktionshaus keine Gewähr übernimmt.
(3) Beanstandungen oder Bemängelungen gegenüber dem Zustand eines Objektes finden im Auktionskatalog und im Zustandsbericht nur dann Erwähnung, wenn der optische Gesamteindruck des Objektes nach der Einschätzung des Auktionshauses deutlich beeinträchtigt ist. Jeder Käufer hat die Möglichkeit, die zu versteigernden Objekte vor der Auktion zu besichtigen und zu prüfen.

§ 8. Zurückziehung von Objekten
(1) Der Einbringer kann Objekte, die er zur Versteigerung an das Auktionshaus übergeben hat, bis 7 Tage vor Auktionsbeginn gegen Entrichtung einer Zurückziehungsgebühr in der Höhe von 25% des Mindestverkaufspreises zurückziehen. Für Objekte, die bis unmittelbar vor Auktionsbeginn zurückgezogen werden, wird eine Zurückziehungsgebühr in der Höhe von 40% verrechnet.
(2) Das Auktionshaus kann das Vertragsverhältnis zum Einbringer schriftlich oder mittels elektronischer Benachrichtigung sofortig kündigen, wenn einer der angeführten Punkte eintrifft:

     a) Der Einbringer trotz mehrmaliger Aufforderung dem Auktionshaus keine Weisungen zur weiteren Geschäftsabwicklung erteilt, oder

     b) die Durchführung der Verwertung aus rechtlichen, moralischen, ethischen, gesellschafts- oder geschäftspolitischen Gründen unmöglich oder für das Auktionshaus unzumutbar ist, oder

     c) nachträglich Gründe für eine Ablehnung im Sinne des § 2 Abs. 2 hervorkommen, oder

     d) falls begründete Zweifel an der erforderlichen Verfügungsbefugnis des Einbringers bestehen, oder

     e) der Einbringer bei der Einbringung zur Auktion falsche Angaben über das zu versteigernde Objekt, seine Person oder jeglichen sonstigen geschäftsrelevanten Umständen getätigt hat.

§ 9. Nachverkauf
(1) In der Auktion unverkauft gebliebene Objekte werden nach Abschluss der Auktion im Nachverkauf zu ihrem Mindestverkaufspreis (Limit) angeboten und können vom Auktionshaus direkt verkauft werden, bis sie vom Einbringer abgeholt werden oder der Nachverkauf, der 4 Wochen andauert, als beendet gilt.
(2) Die Bestimmungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen die sich auf eingebrachte Objekte beziehen die zur Auktion übergeben worden sind, gelten auch in gleicher Weise für jene Objekte, die im Nachverkauf verkauft werden.

§ 10. Unverkaufte und zurückgezogene Objekte
(1) Der Einbringer unverkauft gebliebener Objekte wird nach Abschluss des Nachverkaufs aufgefordert, die eingebrachten Objekte wieder abzuholen. Kommt der Einbringer der Aufforderung innerhalb der ihm gesetzten Frist nicht nach, behält sich das Auktionshaus das Recht vor, die unverkauft gebliebenen Objekte

     a) dem Einbringer auf seine Kosten und Gefahr zurück zu senden, oder

     b) die unverkauft gebliebenen Objekte auf Kosten und Gefahr des Einbringers zu lagern.

(2) Kommt der Einbringer zurückgezogener Objekte der Aufforderung zur Abholung innerhalb der ihm gesetzten Frist nicht nach, verhält es sich wie § 10 Abs. 1.

§ 11. Pfandrecht
Der Einbringer sowie der Käufer räumen dem Auktionshaus ein Pfandrecht und Zurückbehaltungsrecht an dem von ihm eingebrachten Objekten bzw. von ihm erworbenen Objekten zur Besicherung aller Forderungen ein, die aus dem Rechtsgeschäft bereits entstanden sind oder in Zukunft noch entstehen werden.

§ 12. Fotos / Illustrationen und Schaustellung
(1) Der Einbringer gibt dem Auktionshaus das unwiderrufliche, unentgeltliche und uneingeschränkte Recht, die eingebrachten Objekte zu fotografieren und zu illustrieren. Das Auktionshaus behält sich das Recht vor, die Fotographien und Illustrationen dauerhaft zu verbreiten und zu vervielfältigen, auch wenn dies in keinem Zusammenhang mit der Auktion steht.
(2) Vor Beginn einer Auktion werden alle zu versteigernden Objekte für mindestens zwei Wochen zur Schau gestellt, um Kaufinteressenten die Möglichkeit zu geben, die Objekte auf Zustand und Beschaffenheit zu prüfen.
(3) Das Auktionshaus behält sich das Recht vor, die Vorbesichtigung einer Auktion auch in einer Filiale, einer Repräsentanz des Auktionshauses oder in einem dem Auktionshaus nahestehendem Unternehmen zur Schau zu stellen.
(4) Bei Auktionen die im Internet stattfinden erfolgt die Schaustellung der Objekte durch die Beschreibung und die Abbildung des Versteigerungsobjektes.

§ 13. Durchführung der Auktion / Gebote
(1) Die Auktion findet unter der Leitung des Auktionators des Auktionshauses am Geschäftssitz des Auktionshauses, wenn zuvor nichts anderes bekanntgemacht wurde, statt.
(2) Das Ausbieten eines Objektes beginnt mit der Nennung der Los-Nummer und des Rufpreises.
(3) Gesteigert wird um ca. 10% des letzten Gebotes. Sämtliche Preise im Katalog und der Auktion beziehen sich auf EURO. Der Vertragsabschluss erfolgt durch die Annahme des höchsten Gebots (Meistbot). Wird der Mindestverkaufspreis (Limit) nicht erreicht, wird unter Vorbehalt zugeschlagen.
(4) Der Auktionator des Auktionshauses ist dazu berechtigt, Lose zu trennen und zu vereinigen sowie Lose zurück zu ziehen oder die Reihenfolge der Lose aus dem Katalog zu ändern.
(5) Das Auktionshaus behält sich das Recht vor, Gebote ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Insbesondere wenn befürchtet wird, dass der Bieter das Meistbot nicht bezahlen wird.
(6) Der Bieter bestätigt mit der Abgabe eines Gebotes, dass er sich vor der Auktion über den Zustand und die Beschreibung des Objektes vergewissert hat.
(7) Bei Meinungsverschiedenheiten, Mehrfachgeboten, übersehenen Geboten und übersehenen schriftlichen Geboten entscheidet der Auktionator des Auktionshauses über die Annahme der Gebote. Das Auktionshaus behält sich in diesen Fällen das Recht vor, erteilte Zuschläge innerhalb von 3 Werktagen aufzuheben und das Objekt in derselben oder einer anderen Auktion erneut zu versteigern.

§ 14. Kaufpreis, Bezahlung, Eigentumsübergang
(1) Käufer aus dem Inland sind dazu verpflichtet, den vollen Kaufpreis der ersteigerten Objekte binnen 8 Tagen nach dem Zuschlag zu bezahlen. Käufer aus dem Ausland binnen 14 Tage nach Zuschlag. Kommt der Käufer dieser Frist nicht nach, kann das Auktionshaus Verzugszinsen verrechnen.
(2) Wird die Zahlungspflicht des Käufers nicht erfüllt, behält sich das Auktionshaus das Recht, den erteilten Zuschlag aufzuheben. Das Auktionshaus entscheidet darüber, ob das Objekt erneut versteigert wird oder der Zuschlag an einen Bieter erfolgt, der ein Untergebot abgegeben hat. Dem Käufer, der seine Zahlungspflicht erfüllt hat, kann eine verschuldensunabhängige Pönale in der Höhe von 10% des Kaufpreises auferlegt werden.
(3) Auf den Zuschlagpreis (Meistbot) wird ein einheitliches Aufgeld aufgeschlagen, das sich wie folgt zusammensetzt:

     a) Bei der Differenzbesteuerung kommt auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld in der Höhe von 25%. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung bereits inkludiert.

     b) Bei der Normalbesteuerung (wird im Katalog vermerkt) kommt auf den Zuschlagpreis ein Aufgeld in der Höhe von 21%. Auf die Summe von Zuschlagspreis und Aufgeld kommt bei Gemälden und Skulpturen die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, für alle anderen Objekte 20%.

(4) Auf Objekte von lebenden Künstlern und jenen, deren Tod nicht länger als 70 Jahre zurückliegt, wird zum Kaufpreis die gesetzlich vorgeschriebene Folgerechtsvergütung verrechnet. Die Folgerechtsvergütung kommt erst dann zu tragen, wenn der Kaufpreis über € 2.500,- liegt. Das Folgerecht wird wie folgt vergütet:

     a) 4% von den ersten € 50.000,- des Kaufpreises (abzüglich der allenfalls enthaltenen Umsatzsteuer)

     b) 3% von den weiteren € 150.000,-

     c) 1% von den weiteren € 150.000,-

     d) 0,5% von den weiteren € 150.000,-

     e) 0,25 von allen weiteren Beträgen

Die maximale Vergütung des Folgerechts beträgt € 12.500,-.
(5) Ersteigerte Objekte werden vom Auktionshaus erst dann ausgefolgt, wenn diese vom Käufer vollständig bezahlt wurden.
(6) Das Eigentum der Objekte geht erst mit der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises an den Käufer über.

§ 15. Übernahme von ersteigerten Objekten
(1) Inländische Käufer sind verpflichtet, wenn nichts anderes vereinbart wurde, die ersteigerten Objekte binnen 8 Tagen abzuholen. Andernfalls kann das Auktionshaus für die Lagerung Gebühren in Rechnung stellen. Die Abholfrist für ausländische Käufer beträgt 28 Tage.
(2) Innerhalb der Abholfrist der ersteigerten Objekte bleiben diese im Auktionshaus versichert gelagert. Nach Überschreiten der Abholfrist lagern die ersteigerten Objekte auf eigene Gefahr des Käufers.
(3) Für den Versand von ersteigerten Objekten ist der Käufer selbst verantwortlich.
(4) Werden gekaufte Objekte nach einer Frist von 90 Tagen ab dem Tag des Zuschlages vom Käufer nicht abgeholt, ist das Auktionshaus berechtigt, das ersteigerte Objekt auf Kosten und Gefahr des Käufers wieder zur Auktion zu bringen. Der säumige Käufer wird dabei hinsichtlich aller Gebühren wie ein Einbringer behandelt.

§ 16. Echtheitsgarantie
(1) Die Schätzung und Beschreibung der sich im Katalog befindlichen Objekte wird durch Experten des Auktionshauses mit bestem Wissen und Gewissen vorgenommen. Das Auktionshaus steht für die Echtheit ein, dass Objekte aus dem Katalog auch wirklich von dem genannten Künstler bzw. Urheber sind.
(2) Alle Angaben in der Beschreibung der zu versteigernden Objekten, bis auf jene des Künstlers bzw. Urhebers, beruhen auf allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die von den Experten des Auktionshauses sorgsam recherchiert wurden. Das Auktionshaus gibt für die Richtigkeit der Beschreibung, insbesondere über die Angabe des Ursprungs, des Alters, der Epoche, der Herstellung, der Materialien usw., keine Gewähr.
(3) Alle Objekte die bei einer Auktion versteigert werden, können in der Zeit der Vorbesichtigung von den Kaufinteressenten im Original begutachtet und geprüft werden. Schadensersatzansprüche sind somit ausgeschlossen. Insbesondere das 14 tägige Rückgaberecht bei Fernabnahme.
(4) Angaben zu Fehler oder Beschädigungen der zu versteigernder Objekte werden im Katalog nur dann beschrieben, wenn diese den kommerziellen oder künstlerischen Wert wesentlich beeinflussen. Für den Zustand der Objekte übernimmt das Auktionshaus keine Gewähr.

§ 17. Versicherung und Schadensersatz
(1) Alle Objekte die dem Auktionshaus mit dessen Einverständnis übergeben wurden sind bis zur Fälligkeit des Kaufpreises bzw. bis zum Ende der Abholfrist nach § 15 Abs. 1 gegen Verlust und Beschädigung versichert. Der Versicherungswert der Objekte ist gleich dem Rufpreis, es sei denn, es wurde ein Mindestverkaufspreis (Limit) vereinbart, dann ist der Versicherungswert gleich dem Mindestverkaufspreis.
(2) Die Haftung gegenüber dem Einbringer beginnt mit der Übernahme des Objektes bis zu dessen Verkauf. Die Haftung gegenüber dem Käufer beginnt mit dem Zuschlag auf das Meistbot und endet mit Ende der Abholfrist nach § 15 Abs. 1. Bei nicht verkauften Objekten endet die Haftung gegenüber dem Einbringer bis zum Ende der ihm gesetzten Frist zur Abholung der Objekte nach Beendigung des Nachverkaufes der Auktion.
(3) Bei Verlust oder Totalschaden eines Objektes wird der Versicherungswert dem Einbringer ersetzt. Bei bereits verkauften Objekten wird dem Käufer der jeweilige Kaufpreis ersetzt. Bei einer Beschädigung eines Objektes ersetzt das Auktionshaus die Kosten der Restaurierung und die Wertminderung, die von Seitens der Versicherung festgelegt wird.
(4) Für Schäden die an den Objekten durch höhere Gewalt, Schädlinge, Klimaschwankungen oder Ähnliches entstanden sind, haftet das Auktionshaus nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz.

§ 18. Zahlung des Verkaufserlöses
(1) Nach der vollständigen Bezahlung eines versteigerten Objektes, frühestens jedoch dreißig Tage nach Abschluss der Auktion, erhält der Einbringer den Verkaufserlös abzüglich aller Provisionen, Steuern und sonstigen Gebühren und Kosten ausbezahlt. Wurde ein Übernahmeschein ausgestellt, so erfolgt die Auszahlung nur gegen Rückgabe des Übernamescheins.
(2) Wird bei einem verkauften Objekt eine Reklamation erhoben, ist das Auktionshaus berechtigt, die Auszahlung an den Einbringer bis zur endgültigen Erledigung der Reklamation auszusetzen. Ist die Reklamation des Käufers gegenüber dem Auktionshaus jedoch berechtigt, kann das Auktionshaus endgültig ganz oder teilweise die Auszahlung an den Einbringer verweigern. Wurde der Verkaufserlös bereits ausbezahlt, so kann dieser vom Auktionshaus ganz oder teilweise zurückgefordert werden und muss vom Einbringer unverzüglich nach Aufforderung rückerstattet werden.
(3) Spätestens 7 Werktage nach dem Ende der Auktion stellt das Auktionshaus dem Einbringer eine Abrechnung zur Verfügung, in der das Meistbot und die etwaigen Verkaufsprovisionen hervorgehen.
(4) Die Auszahlung des Verkaufserlöses erfolgt wahlweise in bar oder durch Banküberweisung.

§ 19. Kaufaufträge
(1) Das Auktionshaus nimmt Kaufaufträge in schriftlicher, telefonischer, mündlicher Form oder über das Internet an. Mit der Abgabe eines Gebotes erkennt der Bieter die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auktionshauses an.
(2) Schriftliche Gebote werden so behandelt, als wären diese im Auktionssaal abgegebene Gebote. Das Auktionshaus bietet für den Auftraggeber des schriftlichen Gebotes bis zu seinem gesetzten Ankaufslimit mit.
(3) Das Auktionshaus behält sich das Recht, ohne Angabe von Gründen, schriftliche Gebote abzulehnen oder auch bereits eingelangte Kaufaufträge nicht zu berücksichtigen. Für eine fehlerfreie Abwicklung der Kaufaufträge übernimmt das Auktionshaus keine Haftung.
(4) Schriftliche Gebote müssen folgende Punkte enthalten, ansonsten werden diese nicht angenommen:

     a) Die Los-Nummer des zu versteigernden Objektes

     b) Eine kurze Beschreibung des Objektes bzw. den Künstlernamen

     c) Das Meistbot (ohne Provisionen, Steuern oder Folgerecht) bis zu dem das Auktionshaus mitbieten soll

     d) Den Namen, Anschrift, Telefonnummer und Unterschrift des Bieters

(5) Schriftliche Gebote mit gleich hohen Meistboten werden grundsätzlich nach der Reihenfolge ihres Einlangens gereiht. 
(6) Telefonisches Mitbieten ist möglich, wenn der Bieter im Vorfeld an das Auktionshaus ein schriftliches Gebot sendet. Sollte aus welchen Gründen auch immer, keine Telefonverbindung zu Stande kommen, bietet das Auktionshaus für den Bieter automatisch den Rufpreis des Objektes. Grundsätzlich werden telefonische Bieter am Vormittag des Auktionstages kontaktiert, um die Erreichbarkeit zu testen.

§ 20. Erfüllungsort und Gerichtsstand
(1) Erfüllungsort für die Rechtsverhältnisse zwischen dem Auktionshaus und den Einbringern und den Bietern ist der Geschäftssitz des Auktionshauses.
(2) Sämtliche entstehende Rechtsstreitigkeiten unterliegen ausschließlich österreichischem materiellen Recht. Das UN-Abkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Das Fernabnahmegesetz ohne Angabe von Gründen wird ausgeschlossen. Die Objekte werden zeitnah zur Auktion ausgestellt und können persönlich besichtigt werden.
(3) Als Gerichtsstand für alle sich mittelbar oder unmittelbar aus einem Versteigerungsgeschäft ergebenden Streitigkeiten wird ausschließlich das für Wien örtlich und sachlich zuständige österreichische Gericht vereinbart. Für Konsumenten im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes gilt diese Vereinbarung nur, sofern sie weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben und auch nicht im Inland beschäftigt sind und dem nicht andere Regelungen dagegenstehen.

Vollständige AGBs