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Los
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In 80. Auktion
Orden und Ehrenzeichen - Goethemedaille : Goethe - Medaille: Nachlaß Prof. Dr. Franz Hamburger, Vorstand der Universitätskinderklinik Wien.
Goethemedaille. 2. Modell mit Hakenkreuz. Silber. Mit Randschrift: "FRANZ HAMBURGER" sowie Silberstempel "835", Halbmond und Herstellerzeichen "PR.ST.M.B." der Preußischen Staatsmünze Berlin.Im schönen Originaletui aus schwarzem Leder, der Deckel mit goldgeprägtem Hoheitsadler. Innenteil mit blauer Samteinlage, bzw. Kunstseidenfutter.
Ehrenmünze der Stadt Wien. Feinzinkausführung. Auf der Rückseite Verleihungsgravur: "UNIV. PROF. DR. FRANZ HAMBURGER 14. AUGUST 1944". Im schönen Originaletui aus rotem Kunstleder, der Deckel mit goldgeprägter Bezeichnung: "EHRENMÜNZE DER STADT WIEN". Innenteil mit weißer Samteinlage, bzw. Kunstseidenfutter.
Dazu die außerordentlich seltene Original - Verleihungsurkunde, datiert Wien, am 14. August 1944. Mit Originalunterschrift des Bürgermeisters der Stadt Wien, Hanns Blaschke.
Beigefügt gedruckte Schrift: Naturwissenschaft und Christentum - Ein Vortrag von Prof. Dr. Franz Hamburger, Wien 1930.
Originalfoto von der Antrittsvorlesung Prof. Hamburgers als Nachfolger Clemens v. Pirquets an der Kinderklinik der Universität Wien.
Einladungskarte des Botschafters des Deutschen Reiches Franz von Papen zu einem Empfang anläßlich der Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen und Freifrau v. Neurath an Prof. Dr. Hamburger und Gemahlin. datiert 23. Februar 1937.
Sonderdruck der Österreichischen Zeitschrift für Kinderheilkunde und Kinderfürsorge anläßlich des 80. Geburtstages Professor Hamburgers (1954) .
Todesanzeige vom 20.08.1954.
Franz Hamburger (* 14. August 1874 in Pitten, Österreich-Ungarn; ? 29. August 1954 in Vöcklabruck) war ein österreichischer Mediziner und Hochschullehrer.
Hamburger war der Sohn des Papierfabrikanten Wilhelm Hamburger. Er besuchte das Gymnasium in Wiener Neustadt und legte 1892 die Matura ab. Danach absolvierte er ein Medizinstudium in Heidelberg, München und Graz. In Heidelberg wurde er 1892 Mitglied des Corps Rhenania. Er bestand 1898 das medizinische Staatsexamen und wurde im selben Jahr zum Dr. med. promoviert. Danach war er zeitweilig als Schiffsarzt tätig und anschließend als Assistenzarzt in Wien und Graz. Seine Fachausbildung als Kinderarzt absolvierte er ab 1900 bei Theodor Escherich. 1906 habilitierte er sich mit einer Arbeit über arteigenes und artfremdes Eiweiß und wurde Privatdozent. Ab 1908 war er Vorstand der Kinderabteilung der Wiener Poliklinik und wurde 1912 zum außerordentlichen Professor ernannt.
Als österreichischer Stabsarzt nahm Hamburger 1914 bis 1917 in Serbien und Italien am Ersten Weltkrieg teil. 1916 wurde er ordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Universität Graz, wo er zudem die Universitätskinderklinik leitete. Nach dem Tod von Clemens von Pirquet erhielt er 1930 einen Ruf an die Universität Wien, wo er zugleich Vorstand der Universitätskinderklinik war.
Ab 1931 gehörte er dem Steirischen Heimatschutz an und trat später der NSDAP und dem NS-Ärztebund bei. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er Präsident des Wissenschaftlichen Senats der Akademie für ärztliche Fortbildung in Wien. Er gehörte zu den Mitherausgebern der Münchner Medizinische Wochenschrift. Im Sinne der NS-Gesundheitspolitik forderte er die Sterilisierung von ?schwachsinnigen? und diabetischen Kindern. Unter ihm kam es zu einer Zusammenarbeit mit der Heil- und Pflegeanstalt ?Am Steinhof?. Durch Adolf Hitler wurde ihm 1944 die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. 1944 wurde er emeritiert, übernahm aber noch die Leitung der Kinderabteilung im Krankenhaus in Vöcklabruck.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er am 2. Juni 1945 von seinen Funktionen entbunden und trat 1947 in den Ruhestand.
Hamburger war Autor zahlreicher fachspezifischer Artikel und Bücher. Er forschte zu allen Bereichen der Kinderheilkunde. Herausragend war seine Beteiligung an der Einführung der BCG- und subkutanen Pockenschutzimpfung sowie auf dem Gebiet der Kinder-Tuberkulose und Diphtherie.
Sehr interessanter und außerordentlich seltener Nachlaß eines Trägers nach dem Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung des Großdeutschen Reiches, der Goethemedaille, und gleichzeitigem Träger der selten verliehenen Ehrenmünze der Stadt Wien.
Please note bidders should check if the item is permitted in their country of origin prior to bidding.
Orders and Decorations - Goethe Medal : Goethe Medal: Estate of Prof. Dr Franz Hamburger, Director of the University Children's Hospital Vienna.
Goethe medal. 2nd model with swastika. Silver. With edge inscription: "FRANZ HAMBURGER" as well as silver hallmark "835", crescent and maker's mark "PR.ST.M.B." of the Prussian State Mint Berlin, in the beautiful original case of black leather, the lid with gold-stamped sovereign eagle. Inner part with blue velvet inlay and artificial silk lining.
Coin of honour of the city of Vienna. Fine zinc finish. Award engraving on the reverse: "UNIV. PROF. DR. FRANZ HAMBURGER 14 AUGUST 1944". In the beautiful original case made of red imitation leather, the lid with gold-stamped inscription: "EHRENMÜNZE DER STADT WIEN". Inner part with white velvet inlay and artificial silk lining.
Comes with the extraordinarily rare original award certificate, dated Vienna, 14 August 1944, with the original signature of the Mayor of the City of Vienna, Hanns Blaschke.
Attached is a printed pamphlet: Naturwissenschaft und Christentum - Ein Vortrag von Prof. Dr Franz Hamburger, Vienna 1930.
Original photo of Prof. Hamburger's inaugural lecture as Clemens v. Pirquet's successor at the paediatric clinic of the University of Vienna.
Invitation card from the Ambassador of the German Reich Franz von Papen to a reception on the occasion of the presence of the Reich Minister of Foreign Affairs and Freifrau v. Neurath to Prof. Dr. Hamburger and his wife, dated 23 February 1937.
Special edition of the Österreichische Zeitschrift für Kinderheilkunde und Kinderfürsorge on the occasion of Professor Hamburger's 80th birthday (1954).
Obituary dated 20 August 1954.
Franz Hamburger (* 14 August 1874 in Pitten, Austria-Hungary; ? 29 August 1954 in Vöcklabruck) was an Austrian physician and university lecturer.
Hamburger was the son of the paper manufacturer Wilhelm Hamburger. He attended grammar school in Wiener Neustadt and passed his school-leaving examination in 1892. He then studied medicine in Heidelberg, Munich and Graz. In Heidelberg, he became a member of the Rhenania Corps in 1892. He passed the state medical examination in 1898 and was awarded his doctorate in the same year. He then worked temporarily as a ship's doctor and subsequently as an assistant doctor in Vienna and Graz. He completed his specialist training as a paediatrician from 1900 under Theodor Escherich. In 1906, he habilitated with a thesis on intrinsic and extrinsic proteins and became a private lecturer. From 1908 he was head of the paediatric department of the Vienna Polyclinic and was appointed associate professor in 1912.
As an Austrian staff doctor, Hamburger took part in the First World War in Serbia and Italy from 1914 to 1917. In 1916, he became a full professor of paediatrics at the University of Graz, where he was also head of the university paediatric clinic. After the death of Clemens von Pirquet, he was appointed to the University of Vienna in 1930, where he was also head of the University Paediatric Clinic.
From 1931, he was a member of the Styrian Homeland Defence and later joined the NSDAP and the Nazi Doctors' Association. After the annexation of Austria to the National Socialist German Reich, he became President of the Scientific Senate of the Academy for Continuing Medical Education in Vienna. He was one of the co-editors of the Münchner Medizinische Wochenschrift. In line with Nazi health policy, he called for the sterilisation of "feeble-minded" and diabetic children. He collaborated with the "Am Steinhof" sanatorium and nursing home. In 1944, Adolf Hitler awarded him the Goethe Medal for Art and Science. He retired in 1944, but took over the management of the paediatric department at the hospital in Vöcklabruck.
After the end of the Second World War, he was relieved of his duties on 2 June 1945 and retired in 1947.
Hamburger was the author of numerous specialised articles and books. He researched all areas of paediatrics. His involvement in the introduction of BCG and subcutaneous smallpox vaccination and in the field of paediatric tuberculosis and diphtheria was outstanding.
Very interesting and extraordinarily rare estate of a recipient of the highest scientific honour of the Greater German Reich after the National Prize for Art and Science, the Goethe Medal, and at the same time holder of the rarely awarded Medal of Honour of the City of Vienna.
Please note bidders should check if the item is permitted in their country of origin prior to bidding.
Versand gemäß Instruktionen des Kunden
Shipment according to buyer's instructions.
Zu Aufgeld und Mehrwertsteuer prüfen Sie bitte das jeweilige Los.
Wir haben Differenzbesteuerung § 25a UStG. (MWSt. ist in 25% Aufgeld enthalten und darf nicht ausgewiesen werden)
For buyer’s premium and VAT please check particular lot.
Allgemeine Versteigerungs- und Geschäftsbedingungen
1. Allgemeines
Die Firma Andreas Thies e. K. (nachstehend Versteigerer genannt), vertreten durch den
Geschäftsführer und zugelassenen Versteigerer Andreas Thies, verkauft die angebotenen
Lose im Rahmen der von ihm herausgegebenen Kataloge als Kommissionärin im eige
-
nen Namen für Rechnung der Einlieferer. Für die Versteigerung gelten die Allgemeinen
Versteigerungsbedingungen. Bei freihändigen Auktionsnachverkäufen und Freiverkäufen
in Angebotslisten sowie der Vermittlung von Kaufverträgen auf unserer Internetseite
„online - Auktionen“ gelten diese Bedingungen sinngemäß.
Mit der Abgabe von Geboten werden diese Bedingungen akzeptiert.
2. Katalog und Beschreibung – Gewährleistung
Die Originalität der Gegenstände wird garantiert.
Berechtigte Reklamationen müs
-
sen innerhalb von 4 Wochen nach Rechnungsdatum vorgebracht werden. Darüber hin
-
aus ist jedwede Haftung ausgeschlossen. Gegenstände, die als Kopien beschrieben
sind, sind von jeglicher Gewährleistung ausgenommen. Die Katalogbeschreibungen
dienen als Orientierungshilfe für die Käufer und ersetzen nicht die Besichtigung der
Gegenstände, die wir empfehlen möchten. Saalbieter, die die Gegenstände besich
-
tigt haben, kaufen grundsätzlich wie besehen. Katalogbeschreibungen und mündlich
abgegebene Erklärungen beinhalten außer der Gewährleistung für die Originalität
der Gegenstände keine Eigenschaftszusicherungen oder Garantieübernahmen.
Das
Versteigerungsgut ist gebraucht. Sämtliche Gegenstände werden in dem Zustand
verkauft, in dem sie sich zum Zeitpunkt des Zuschlages befinden. Jegliche Garantie
für Zustandsbeschreibungen, bzw. diesbezügliche Reklamationen sind ausgeschlos
-
sen.
Nach erfolgter endgültiger Abrechnung mit den Einlieferern, also 8 Wochen nach
der Auktion, sind keinerlei Reklamationen wegen offener oder versteckter Mängel oder
aus Gründen gleich welcher Art mehr möglich. Reklamationen sind nur für bezahlte
Gegenstände möglich und werden nur vom ursprünglichen Käufer der Gegenstände, nicht
von Dritterwerbern entgegengenommen. Alle anderen Ansprüche sind ausgeschlossen.
3. Ausruf
Die Versteigerung erfolgt in der Regel in der im Katalog genannten Reihenfolge. Der
Versteigerer ist jedoch berechtigt, Lose zu vereinigen, zu trennen, auszulassen, zurück
-
zuziehen oder außerhalb der Reihenfolge anzubieten. Der Versteigerer bestimmt die Höhe
des Ausrufs nach eigenem Ermessen.
4. Gebote
Nach dem Ausruf nimmt der Versteigerer die Gebote entgegen.
Die Festlegung der
jeweiligen Steigerungsrate liegt im Ermessen des Versteigerers; sie liegt in der Regel
ca. 10 % über dem zuletzt abgegebenen Gebot.
Der Versteigerer ist berechtigt, ohne Angabe von Gründen Personen von der Teilnahme an
der Versteigerung auszuschließen, bzw. die Annahme von Geboten abzulehnen.
Dem Versteigerer unbekannte Bieter sollten rechtzeitig ausreichende Sicherheiten
stellen oder Referenzen nachweisen, um die Annahme ihrer Gebote zu ermöglichen.
Nicht persönlich anwesende Kaufinteressenten können durch die Abgabe schriftlicher
Gebote an der Versteigerung teilnehmen. Solche Gebote müssen die Katalognummern und
die jeweiligen Höchstgebote enthalten. Sie werden ebenso wie die Gebote von Saalbietern
behandelt, d. h. das Höchstgebot wird nur soweit ausgenützt, wie es zur Überbietung ande
-
rer Gebote notwendig ist. Zuschläge unterhalb des angegebenen Höchstpreises sind daher
möglich. Die Ausführung der schriftlichen Aufträge durch den Versteigerer erfolgt gewis
-
senhaft und ohne Extraberechnung, jedoch ohne Gewähr.
Jeder Bieter haftet für die von ihm abgegebenen Gebote persönlich, auch wenn er geltend
macht, im Auftrag eines Dritten gehandelt zu haben und die Rechnung auf diesen ausge
-
stellt wurde.
Bei der Vermittlung von Kaufverträgen im Rahmen unserer Internet-Auktionen müssen
die Gebote nach erfolgter Registrierung auf unserer Internet Plattform eingegeben werden.
5. Zuschlag
Der Zuschlag erfolgt, wenn nach dreimaligem Aufruf des Höchstgebotes kein wei
-
teres Gebot mehr abgegeben wird. Bei Abgabe mehrerer gleich hoher Gebote ist der
Versteigerer berechtigt, den Käufer per Losentscheid zu ermitteln. Im Falle irgendwelcher
Unklarheiten oder Zweifel über den Zuschlag, insbesondere über die rechtzeitige Abgabe
von Geboten, liegt es im Ermessen des Versteigerers, den erteilten Zuschlag für endgültig
zu erklären oder das betreffende Los nochmals zum Ausruf zu bringen. Bis dahin bleiben
alle abgegebenen Gebote verbindlich. Der Auktionator hat das Recht, bis zum Erreichen
eines mit dem Einlieferer vereinbarten Limits auch Gebote für den Einlieferer abzugeben
und das Los gegebenenfalls dem Einlieferer unter Nennung der Einlieferungsnummer
zuzuschlagen; das Los bleibt dann unverkauft.
Sollte ein Zuschlag unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Einlieferers erfolgen, insbe
-
sondere bei Nichterreichen eines vereinbarten Limitpreises, bleibt der Bieter vier Wochen
an sein Gebot gebunden.
Bei der Vermittlung von Kaufverträgen im Rahmen unserer Internetauktionen erfolgt
der Zuschlag nach Ablauf des für das jeweilige Los angegebenen Zeitpunkts in unseren
Geschäftsräumen. Der Bieter mit dem höchsten Gebot erhält den Zuschlag.
6. Rechnung
Mit dem Zuschlag wird der gesamte Kaufpreis zur sofortigen Barzahlung fällig.
Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Zuschlagspreis, dem
Aufgeld von 25 %
sowie eventuellen Nebenkosten, insbesondere für Lagerung und Versand. Dieser
Betrag beinhaltet die gesetzliche Mehrwertsteuer (Differenzbesteuerung § 25 a UStG),
die nicht gesondert ausgewiesen wird. Bei Anwendung der Regelbesteuerung wird
der Mehrwertsteuersatz von 19 % auf den Gesamtpreis (Zuschlag + 25 % Aufgeld =
Gesamtpreis + 19 % MwSt. = Endpreis) berechnet.
Ausfuhrlieferungen sind unter bestimmten Voraussetzungen von der Mehrwertsteuer
befreit. Sobald diese vorliegen und der vorgeschriebene Ausfuhrnachweis fristgerecht
erbracht ist, wird die bezahlte Mehrwertsteuer dem Käufer zurückerstattet.
Am Versteigerungstag erstellte Rechnungen unterliegen der Überprüfung und evtl.
Berichtigung.
Käufer, die ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Firma Andreas Thies e. K.
nicht fristgerecht nachkommen, machen sich schadensersatzpflichtig. Die Firma
Andreas Thies e. K. ist in diesen Fällen ermächtigt, den Zuschlag aufzu
heben und
die Ware nochmals zu versteigern oder freihändig zu verkaufen. Der ursprüngliche
Käufer hat in diesem Fall eine Gebühr in Höhe des vollen Aufgeldes in Höhe von 23
% sowie der Einliefererkommission zu entrichten.
7. Zahlung
Prinzipiell sind alle Rechnungen am Versteigerungstag, bzw. bei online-Auktionen,
am Tag des Ablaufs der jeweiligen Lose während der Öffnungszeit zur Barzahlung in
Euro fällig, Vorausrechnungen schriftlicher Auftraggeber eine Woche nach Versand.
Zahlungen in Fremdwährungen sind erst mit der endgültigen Bankabrechnung ver
-
bindlich; Minderbeträge sind nachzuleisten, Überzahlungen werden gutgeschrieben.
Bei Zahlung durch Überweisung oder erfüllungshalber durch Scheck ist diese erst nach
erfolgter endgültiger Bankgutschrift erfüllt. Der Versteigerer ist in diesem Falle berech
-
tigt, Verzugszinsen in Höhe von 2 % über dem jeweiligen Bundesbankdiskontsatz zu ver
-
langen, sofern nicht der Schuldner nachweist, dass ein Zinsschaden überhaupt nicht oder
wesentlich niedriger entstanden ist.
8. Lieferung
Die Lieferung erfolgt erst nach Bezahlung.
Wird ein Gegenstand trotzdem vor
Bezahlung des Kaufpreises ausgehändigt, so steht die Eigentumsübertragung unter der
aufschiebenden Bedingung der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises. Der Käufer ist
bis dahin nicht zur Weiterveräußerung oder Veränderung des Versteigerungsgutes berech
-
tigt. Saalbieter sind gehalten, die erworbenen Objekte nach Bezahlung am Auktionstag
mitzunehmen.
Ein Versand durch die Fa. Thies e. K. erfolgt erst nach entsprechender
Versandanweisung durch den Käufer. Sperrige Gegenstände werden von uns generell
nicht versandt, bzw. nur nach vorheriger Absprache mit dem Käufer.
Für Gegenstände, die sieben Tage nach der Auktion nicht abgeholt wurden, wird eine
Lagergebühr von 10
€
pro Objekt und Tag berechnet.
9. Gewährleistung
Mit dem Zuschlag gehen alle Risiken, insbesondere des zufälligen Untergangs und der
zufälligen Verschlechterung, auf den Käufer über. Die versteigerten Gegenstände sind
gebraucht.
Der Versteigerer haftet als Kommissionär, abgesehen von der unter Punkt 2 genannten
Gewährleistung, für die Originalität der Gegenstände, nicht für Mängel, gleich welcher
Art. Er verpf lichtet sich, rechtzeitig vorgetragene Mängelrügen des Erwerbers innerhalb
der gesetzlichen Gewährleistungsfrist dem Einlieferer zu übermitteln, sofern es ihm aus
tatsächlichen Gründen nicht unmöglich ist, diesen noch zu erreichen.
Schaden, der aus Missverständnissen oder Übermittlungsfehlern im Verkehr zwischen
Versteigerer und Kaufinteressent entsteht, insbesondere bei telefonischen Übermittlungen,
geht zu Lasten des Kaufinteressenten. Der Versteigerer oder seine Erfüllungsgehilfen haf
-
ten nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Schaden.
10. Erhaltungsangaben
1 = hervorragende Erhaltung
2 = normale Erhaltung
3 = stark getragen/gebraucht
4 = mäßige Erhaltung
Orden und historische Sammlungsgegenstände sind Objekte, die zum Tragen bzw.
zum Gebrauch bestimmt waren und somit einer naturgemäßen Abnutzung unterlagen.
Besonders bei frühen Exemplaren berücksichtigt die Erhaltungseinstufung das Alter.
Mängel, Restaurierungen oder Beschädigungen, die über das übliche Maß hinausgehen,
sind im Text erwähnt. Erhaltungsangaben als Ergebnis subjektiver Betrachtung sind kein
Bestandteil der Katalogbeschreibung. Auf die Besichtigungsmöglichkeit ist deshalb aus
-
drücklich hingewiesen.
Reklamationen, die sich auf den Zustand eines ersteigerten Objektes beziehen, sind grund
-
sätzlich ausgeschlossen.
11. Nutzungsbedingungen §§ 86, 86 a StGB
Zum Schutz der Öffentlichkeit und mit Rücksicht auf unsere ausländischen Kunden sind
wir zu größtmöglicher Sorgfalt und Umsicht im Umgang mit zeitgeschichtlichen Objekten
aus der Zeit des 3. Reiches verpf lichtet.
Die Gegenstände werden daher nicht öffentlich ausgestellt. Titel und Bezeichnungen ein
-
zelner Personen oder Truppenteile wurden wie im Sprachgebrauch der Zeit üblich in die
Katalogbeschreibung übernommen. Damit ist keinerlei Wertung verbunden.
Besucher, die Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches vorbesichtigen möchten und der
Firma Andreas Thies e. K. nicht persönlich bekannt sind, werden gebeten, ein entspre
-
chendes Besichtigungsformular auszufüllen und darin ihr Sammelgebiet einzutragen.
Gleichzeitig werden die Kenntnisnahme der §§ 86, 86 a StGB und deren strikte Einhaltung
zugesichert.
Schriftliche Bieter, die unserem Hause nicht persönlich bekannt sind, werden bei Abgabe
von Geboten auf Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches gebeten, Art und Zweck ihres
Sammelgebietes anzugeben, z. B. Auf bau einer nach wissenschaftlichen Grundsätzen
aufgebauten Sammlung über Vorgänge des Zeitgeschehens, wie etwa den 2. Weltkrieg,
die Wehrmacht, etc.
Die Firma Andreas Thies e. K. nimmt Gebote nur von solchen Bietern entgegen, die sich
zu einer strikten Einhaltung der §§ 86, 86 a StGB verpf lichten.
Indem Kataloginhaber, Auktionsteilnehmer und Bieter sich nicht gegenteilig äußern, ver
-
sichern sie, dass sie den Katalog und die darin abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des
3. Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Auf klärung, der Abwehr verfassungs
-
widriger Bestrebungen, der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der
Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder zu ähnli
-
chen Zwecken erwerben (§§ 86 a, 86 StGB).
Die Firma Andreas Thies e. K. bietet diese Gegenstände und den entsprechenden
Katalog nur unter diesen Voraussetzungen an. Mit der Abgabe eines Gebotes wer
-
den diese Bedingungen, wie auch die im allgemeinen Teil des Kataloges abgedruckten
Versteigerungs- und Geschäftsbedingungen ausdrücklich akzeptiert.
12. Erfüllungsort und Gerichtsstand
Die Geschäftsräume des Versteigerers sind für beide Teile Erfüllungsort. Das am
Erfüllungsort geltende Recht ist maßgebend für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem
Käufer und dem Versteigerer, und zwar auch dann, wenn der Rechtsstreit im Ausland
geführt wird. Das einheitliche Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher Sachen
und das einheitliche Gesetz über den Abschluss von internationalen Kaufverträgen
über bewegliche Sachen gelten nicht. Für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen
Ansprüche aus der Geschäftsverbindung mit Vollkauf leuten, juristischen Personen des
öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Nürtingen ausschließ
-
licher Gerichtsstand. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Käufer keinen allgemeinen
Gerichtsstand im Inland hat oder nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhn
-
lichen Aufenthaltsort aus dem Inland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.
Sollte eine oder mehrere Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam
sein, so bleiben die übrigen gleichwohl gültig.
Alle Losnummern dieses Kataloges, die mit R gekennzeichnet sind, werden mit der
Regelbesteuerung besteuert.
Die Warenausgabe erfolgt nur
gegen Barzahlung oder bankbestätigten Scheck.
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Orden und Ehrenzeichen - Goethemedaille : Goethe - Medaille: Nachlaß Prof. Dr. Franz Hamburger, Vorstand der Universitätskinderklinik Wien.
Goethemedaille. 2. Modell mit Hakenkreuz. Silber. Mit Randschrift: "FRANZ HAMBURGER" sowie Silberstempel "835", Halbmond und Herstellerzeichen "PR.ST.M.B." der Preußischen Staatsmünze Berlin.Im schönen Originaletui aus schwarzem Leder, der Deckel mit goldgeprägtem Hoheitsadler. Innenteil mit blauer Samteinlage, bzw. Kunstseidenfutter.
Ehrenmünze der Stadt Wien. Feinzinkausführung. Auf der Rückseite Verleihungsgravur: "UNIV. PROF. DR. FRANZ HAMBURGER 14. AUGUST 1944". Im schönen Originaletui aus rotem Kunstleder, der Deckel mit goldgeprägter Bezeichnung: "EHRENMÜNZE DER STADT WIEN". Innenteil mit weißer Samteinlage, bzw. Kunstseidenfutter.
Dazu die außerordentlich seltene Original - Verleihungsurkunde, datiert Wien, am 14. August 1944. Mit Originalunterschrift des Bürgermeisters der Stadt Wien, Hanns Blaschke.
Beigefügt gedruckte Schrift: Naturwissenschaft und Christentum - Ein Vortrag von Prof. Dr. Franz Hamburger, Wien 1930.
Originalfoto von der Antrittsvorlesung Prof. Hamburgers als Nachfolger Clemens v. Pirquets an der Kinderklinik der Universität Wien.
Einladungskarte des Botschafters des Deutschen Reiches Franz von Papen zu einem Empfang anläßlich der Anwesenheit des Reichsministers des Auswärtigen und Freifrau v. Neurath an Prof. Dr. Hamburger und Gemahlin. datiert 23. Februar 1937.
Sonderdruck der Österreichischen Zeitschrift für Kinderheilkunde und Kinderfürsorge anläßlich des 80. Geburtstages Professor Hamburgers (1954) .
Todesanzeige vom 20.08.1954.
Franz Hamburger (* 14. August 1874 in Pitten, Österreich-Ungarn; ? 29. August 1954 in Vöcklabruck) war ein österreichischer Mediziner und Hochschullehrer.
Hamburger war der Sohn des Papierfabrikanten Wilhelm Hamburger. Er besuchte das Gymnasium in Wiener Neustadt und legte 1892 die Matura ab. Danach absolvierte er ein Medizinstudium in Heidelberg, München und Graz. In Heidelberg wurde er 1892 Mitglied des Corps Rhenania. Er bestand 1898 das medizinische Staatsexamen und wurde im selben Jahr zum Dr. med. promoviert. Danach war er zeitweilig als Schiffsarzt tätig und anschließend als Assistenzarzt in Wien und Graz. Seine Fachausbildung als Kinderarzt absolvierte er ab 1900 bei Theodor Escherich. 1906 habilitierte er sich mit einer Arbeit über arteigenes und artfremdes Eiweiß und wurde Privatdozent. Ab 1908 war er Vorstand der Kinderabteilung der Wiener Poliklinik und wurde 1912 zum außerordentlichen Professor ernannt.
Als österreichischer Stabsarzt nahm Hamburger 1914 bis 1917 in Serbien und Italien am Ersten Weltkrieg teil. 1916 wurde er ordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Universität Graz, wo er zudem die Universitätskinderklinik leitete. Nach dem Tod von Clemens von Pirquet erhielt er 1930 einen Ruf an die Universität Wien, wo er zugleich Vorstand der Universitätskinderklinik war.
Ab 1931 gehörte er dem Steirischen Heimatschutz an und trat später der NSDAP und dem NS-Ärztebund bei. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich wurde er Präsident des Wissenschaftlichen Senats der Akademie für ärztliche Fortbildung in Wien. Er gehörte zu den Mitherausgebern der Münchner Medizinische Wochenschrift. Im Sinne der NS-Gesundheitspolitik forderte er die Sterilisierung von ?schwachsinnigen? und diabetischen Kindern. Unter ihm kam es zu einer Zusammenarbeit mit der Heil- und Pflegeanstalt ?Am Steinhof?. Durch Adolf Hitler wurde ihm 1944 die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. 1944 wurde er emeritiert, übernahm aber noch die Leitung der Kinderabteilung im Krankenhaus in Vöcklabruck.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er am 2. Juni 1945 von seinen Funktionen entbunden und trat 1947 in den Ruhestand.
Hamburger war Autor zahlreicher fachspezifischer Artikel und Bücher. Er forschte zu allen Bereichen der Kinderheilkunde. Herausragend war seine Beteiligung an der Einführung der BCG- und subkutanen Pockenschutzimpfung sowie auf dem Gebiet der Kinder-Tuberkulose und Diphtherie.
Sehr interessanter und außerordentlich seltener Nachlaß eines Trägers nach dem Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung des Großdeutschen Reiches, der Goethemedaille, und gleichzeitigem Träger der selten verliehenen Ehrenmünze der Stadt Wien.
Please note bidders should check if the item is permitted in their country of origin prior to bidding.
Orders and Decorations - Goethe Medal : Goethe Medal: Estate of Prof. Dr Franz Hamburger, Director of the University Children's Hospital Vienna.
Goethe medal. 2nd model with swastika. Silver. With edge inscription: "FRANZ HAMBURGER" as well as silver hallmark "835", crescent and maker's mark "PR.ST.M.B." of the Prussian State Mint Berlin, in the beautiful original case of black leather, the lid with gold-stamped sovereign eagle. Inner part with blue velvet inlay and artificial silk lining.
Coin of honour of the city of Vienna. Fine zinc finish. Award engraving on the reverse: "UNIV. PROF. DR. FRANZ HAMBURGER 14 AUGUST 1944". In the beautiful original case made of red imitation leather, the lid with gold-stamped inscription: "EHRENMÜNZE DER STADT WIEN". Inner part with white velvet inlay and artificial silk lining.
Comes with the extraordinarily rare original award certificate, dated Vienna, 14 August 1944, with the original signature of the Mayor of the City of Vienna, Hanns Blaschke.
Attached is a printed pamphlet: Naturwissenschaft und Christentum - Ein Vortrag von Prof. Dr Franz Hamburger, Vienna 1930.
Original photo of Prof. Hamburger's inaugural lecture as Clemens v. Pirquet's successor at the paediatric clinic of the University of Vienna.
Invitation card from the Ambassador of the German Reich Franz von Papen to a reception on the occasion of the presence of the Reich Minister of Foreign Affairs and Freifrau v. Neurath to Prof. Dr. Hamburger and his wife, dated 23 February 1937.
Special edition of the Österreichische Zeitschrift für Kinderheilkunde und Kinderfürsorge on the occasion of Professor Hamburger's 80th birthday (1954).
Obituary dated 20 August 1954.
Franz Hamburger (* 14 August 1874 in Pitten, Austria-Hungary; ? 29 August 1954 in Vöcklabruck) was an Austrian physician and university lecturer.
Hamburger was the son of the paper manufacturer Wilhelm Hamburger. He attended grammar school in Wiener Neustadt and passed his school-leaving examination in 1892. He then studied medicine in Heidelberg, Munich and Graz. In Heidelberg, he became a member of the Rhenania Corps in 1892. He passed the state medical examination in 1898 and was awarded his doctorate in the same year. He then worked temporarily as a ship's doctor and subsequently as an assistant doctor in Vienna and Graz. He completed his specialist training as a paediatrician from 1900 under Theodor Escherich. In 1906, he habilitated with a thesis on intrinsic and extrinsic proteins and became a private lecturer. From 1908 he was head of the paediatric department of the Vienna Polyclinic and was appointed associate professor in 1912.
As an Austrian staff doctor, Hamburger took part in the First World War in Serbia and Italy from 1914 to 1917. In 1916, he became a full professor of paediatrics at the University of Graz, where he was also head of the university paediatric clinic. After the death of Clemens von Pirquet, he was appointed to the University of Vienna in 1930, where he was also head of the University Paediatric Clinic.
From 1931, he was a member of the Styrian Homeland Defence and later joined the NSDAP and the Nazi Doctors' Association. After the annexation of Austria to the National Socialist German Reich, he became President of the Scientific Senate of the Academy for Continuing Medical Education in Vienna. He was one of the co-editors of the Münchner Medizinische Wochenschrift. In line with Nazi health policy, he called for the sterilisation of "feeble-minded" and diabetic children. He collaborated with the "Am Steinhof" sanatorium and nursing home. In 1944, Adolf Hitler awarded him the Goethe Medal for Art and Science. He retired in 1944, but took over the management of the paediatric department at the hospital in Vöcklabruck.
After the end of the Second World War, he was relieved of his duties on 2 June 1945 and retired in 1947.
Hamburger was the author of numerous specialised articles and books. He researched all areas of paediatrics. His involvement in the introduction of BCG and subcutaneous smallpox vaccination and in the field of paediatric tuberculosis and diphtheria was outstanding.
Very interesting and extraordinarily rare estate of a recipient of the highest scientific honour of the Greater German Reich after the National Prize for Art and Science, the Goethe Medal, and at the same time holder of the rarely awarded Medal of Honour of the City of Vienna.
Please note bidders should check if the item is permitted in their country of origin prior to bidding.
Versand gemäß Instruktionen des Kunden
Shipment according to buyer's instructions.
Zu Aufgeld und Mehrwertsteuer prüfen Sie bitte das jeweilige Los.
Wir haben Differenzbesteuerung § 25a UStG. (MWSt. ist in 25% Aufgeld enthalten und darf nicht ausgewiesen werden)
For buyer’s premium and VAT please check particular lot.
Allgemeine Versteigerungs- und Geschäftsbedingungen
1. Allgemeines
Die Firma Andreas Thies e. K. (nachstehend Versteigerer genannt), vertreten durch den
Geschäftsführer und zugelassenen Versteigerer Andreas Thies, verkauft die angebotenen
Lose im Rahmen der von ihm herausgegebenen Kataloge als Kommissionärin im eige
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nen Namen für Rechnung der Einlieferer. Für die Versteigerung gelten die Allgemeinen
Versteigerungsbedingungen. Bei freihändigen Auktionsnachverkäufen und Freiverkäufen
in Angebotslisten sowie der Vermittlung von Kaufverträgen auf unserer Internetseite
„online - Auktionen“ gelten diese Bedingungen sinngemäß.
Mit der Abgabe von Geboten werden diese Bedingungen akzeptiert.
2. Katalog und Beschreibung – Gewährleistung
Die Originalität der Gegenstände wird garantiert.
Berechtigte Reklamationen müs
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sen innerhalb von 4 Wochen nach Rechnungsdatum vorgebracht werden. Darüber hin
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aus ist jedwede Haftung ausgeschlossen. Gegenstände, die als Kopien beschrieben
sind, sind von jeglicher Gewährleistung ausgenommen. Die Katalogbeschreibungen
dienen als Orientierungshilfe für die Käufer und ersetzen nicht die Besichtigung der
Gegenstände, die wir empfehlen möchten. Saalbieter, die die Gegenstände besich
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tigt haben, kaufen grundsätzlich wie besehen. Katalogbeschreibungen und mündlich
abgegebene Erklärungen beinhalten außer der Gewährleistung für die Originalität
der Gegenstände keine Eigenschaftszusicherungen oder Garantieübernahmen.
Das
Versteigerungsgut ist gebraucht. Sämtliche Gegenstände werden in dem Zustand
verkauft, in dem sie sich zum Zeitpunkt des Zuschlages befinden. Jegliche Garantie
für Zustandsbeschreibungen, bzw. diesbezügliche Reklamationen sind ausgeschlos
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sen.
Nach erfolgter endgültiger Abrechnung mit den Einlieferern, also 8 Wochen nach
der Auktion, sind keinerlei Reklamationen wegen offener oder versteckter Mängel oder
aus Gründen gleich welcher Art mehr möglich. Reklamationen sind nur für bezahlte
Gegenstände möglich und werden nur vom ursprünglichen Käufer der Gegenstände, nicht
von Dritterwerbern entgegengenommen. Alle anderen Ansprüche sind ausgeschlossen.
3. Ausruf
Die Versteigerung erfolgt in der Regel in der im Katalog genannten Reihenfolge. Der
Versteigerer ist jedoch berechtigt, Lose zu vereinigen, zu trennen, auszulassen, zurück
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zuziehen oder außerhalb der Reihenfolge anzubieten. Der Versteigerer bestimmt die Höhe
des Ausrufs nach eigenem Ermessen.
4. Gebote
Nach dem Ausruf nimmt der Versteigerer die Gebote entgegen.
Die Festlegung der
jeweiligen Steigerungsrate liegt im Ermessen des Versteigerers; sie liegt in der Regel
ca. 10 % über dem zuletzt abgegebenen Gebot.
Der Versteigerer ist berechtigt, ohne Angabe von Gründen Personen von der Teilnahme an
der Versteigerung auszuschließen, bzw. die Annahme von Geboten abzulehnen.
Dem Versteigerer unbekannte Bieter sollten rechtzeitig ausreichende Sicherheiten
stellen oder Referenzen nachweisen, um die Annahme ihrer Gebote zu ermöglichen.
Nicht persönlich anwesende Kaufinteressenten können durch die Abgabe schriftlicher
Gebote an der Versteigerung teilnehmen. Solche Gebote müssen die Katalognummern und
die jeweiligen Höchstgebote enthalten. Sie werden ebenso wie die Gebote von Saalbietern
behandelt, d. h. das Höchstgebot wird nur soweit ausgenützt, wie es zur Überbietung ande
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rer Gebote notwendig ist. Zuschläge unterhalb des angegebenen Höchstpreises sind daher
möglich. Die Ausführung der schriftlichen Aufträge durch den Versteigerer erfolgt gewis
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senhaft und ohne Extraberechnung, jedoch ohne Gewähr.
Jeder Bieter haftet für die von ihm abgegebenen Gebote persönlich, auch wenn er geltend
macht, im Auftrag eines Dritten gehandelt zu haben und die Rechnung auf diesen ausge
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stellt wurde.
Bei der Vermittlung von Kaufverträgen im Rahmen unserer Internet-Auktionen müssen
die Gebote nach erfolgter Registrierung auf unserer Internet Plattform eingegeben werden.
5. Zuschlag
Der Zuschlag erfolgt, wenn nach dreimaligem Aufruf des Höchstgebotes kein wei
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teres Gebot mehr abgegeben wird. Bei Abgabe mehrerer gleich hoher Gebote ist der
Versteigerer berechtigt, den Käufer per Losentscheid zu ermitteln. Im Falle irgendwelcher
Unklarheiten oder Zweifel über den Zuschlag, insbesondere über die rechtzeitige Abgabe
von Geboten, liegt es im Ermessen des Versteigerers, den erteilten Zuschlag für endgültig
zu erklären oder das betreffende Los nochmals zum Ausruf zu bringen. Bis dahin bleiben
alle abgegebenen Gebote verbindlich. Der Auktionator hat das Recht, bis zum Erreichen
eines mit dem Einlieferer vereinbarten Limits auch Gebote für den Einlieferer abzugeben
und das Los gegebenenfalls dem Einlieferer unter Nennung der Einlieferungsnummer
zuzuschlagen; das Los bleibt dann unverkauft.
Sollte ein Zuschlag unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Einlieferers erfolgen, insbe
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sondere bei Nichterreichen eines vereinbarten Limitpreises, bleibt der Bieter vier Wochen
an sein Gebot gebunden.
Bei der Vermittlung von Kaufverträgen im Rahmen unserer Internetauktionen erfolgt
der Zuschlag nach Ablauf des für das jeweilige Los angegebenen Zeitpunkts in unseren
Geschäftsräumen. Der Bieter mit dem höchsten Gebot erhält den Zuschlag.
6. Rechnung
Mit dem Zuschlag wird der gesamte Kaufpreis zur sofortigen Barzahlung fällig.
Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus dem Zuschlagspreis, dem
Aufgeld von 25 %
sowie eventuellen Nebenkosten, insbesondere für Lagerung und Versand. Dieser
Betrag beinhaltet die gesetzliche Mehrwertsteuer (Differenzbesteuerung § 25 a UStG),
die nicht gesondert ausgewiesen wird. Bei Anwendung der Regelbesteuerung wird
der Mehrwertsteuersatz von 19 % auf den Gesamtpreis (Zuschlag + 25 % Aufgeld =
Gesamtpreis + 19 % MwSt. = Endpreis) berechnet.
Ausfuhrlieferungen sind unter bestimmten Voraussetzungen von der Mehrwertsteuer
befreit. Sobald diese vorliegen und der vorgeschriebene Ausfuhrnachweis fristgerecht
erbracht ist, wird die bezahlte Mehrwertsteuer dem Käufer zurückerstattet.
Am Versteigerungstag erstellte Rechnungen unterliegen der Überprüfung und evtl.
Berichtigung.
Käufer, die ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Firma Andreas Thies e. K.
nicht fristgerecht nachkommen, machen sich schadensersatzpflichtig. Die Firma
Andreas Thies e. K. ist in diesen Fällen ermächtigt, den Zuschlag aufzu
heben und
die Ware nochmals zu versteigern oder freihändig zu verkaufen. Der ursprüngliche
Käufer hat in diesem Fall eine Gebühr in Höhe des vollen Aufgeldes in Höhe von 23
% sowie der Einliefererkommission zu entrichten.
7. Zahlung
Prinzipiell sind alle Rechnungen am Versteigerungstag, bzw. bei online-Auktionen,
am Tag des Ablaufs der jeweiligen Lose während der Öffnungszeit zur Barzahlung in
Euro fällig, Vorausrechnungen schriftlicher Auftraggeber eine Woche nach Versand.
Zahlungen in Fremdwährungen sind erst mit der endgültigen Bankabrechnung ver
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bindlich; Minderbeträge sind nachzuleisten, Überzahlungen werden gutgeschrieben.
Bei Zahlung durch Überweisung oder erfüllungshalber durch Scheck ist diese erst nach
erfolgter endgültiger Bankgutschrift erfüllt. Der Versteigerer ist in diesem Falle berech
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tigt, Verzugszinsen in Höhe von 2 % über dem jeweiligen Bundesbankdiskontsatz zu ver
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langen, sofern nicht der Schuldner nachweist, dass ein Zinsschaden überhaupt nicht oder
wesentlich niedriger entstanden ist.
8. Lieferung
Die Lieferung erfolgt erst nach Bezahlung.
Wird ein Gegenstand trotzdem vor
Bezahlung des Kaufpreises ausgehändigt, so steht die Eigentumsübertragung unter der
aufschiebenden Bedingung der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises. Der Käufer ist
bis dahin nicht zur Weiterveräußerung oder Veränderung des Versteigerungsgutes berech
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tigt. Saalbieter sind gehalten, die erworbenen Objekte nach Bezahlung am Auktionstag
mitzunehmen.
Ein Versand durch die Fa. Thies e. K. erfolgt erst nach entsprechender
Versandanweisung durch den Käufer. Sperrige Gegenstände werden von uns generell
nicht versandt, bzw. nur nach vorheriger Absprache mit dem Käufer.
Für Gegenstände, die sieben Tage nach der Auktion nicht abgeholt wurden, wird eine
Lagergebühr von 10
€
pro Objekt und Tag berechnet.
9. Gewährleistung
Mit dem Zuschlag gehen alle Risiken, insbesondere des zufälligen Untergangs und der
zufälligen Verschlechterung, auf den Käufer über. Die versteigerten Gegenstände sind
gebraucht.
Der Versteigerer haftet als Kommissionär, abgesehen von der unter Punkt 2 genannten
Gewährleistung, für die Originalität der Gegenstände, nicht für Mängel, gleich welcher
Art. Er verpf lichtet sich, rechtzeitig vorgetragene Mängelrügen des Erwerbers innerhalb
der gesetzlichen Gewährleistungsfrist dem Einlieferer zu übermitteln, sofern es ihm aus
tatsächlichen Gründen nicht unmöglich ist, diesen noch zu erreichen.
Schaden, der aus Missverständnissen oder Übermittlungsfehlern im Verkehr zwischen
Versteigerer und Kaufinteressent entsteht, insbesondere bei telefonischen Übermittlungen,
geht zu Lasten des Kaufinteressenten. Der Versteigerer oder seine Erfüllungsgehilfen haf
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ten nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Schaden.
10. Erhaltungsangaben
1 = hervorragende Erhaltung
2 = normale Erhaltung
3 = stark getragen/gebraucht
4 = mäßige Erhaltung
Orden und historische Sammlungsgegenstände sind Objekte, die zum Tragen bzw.
zum Gebrauch bestimmt waren und somit einer naturgemäßen Abnutzung unterlagen.
Besonders bei frühen Exemplaren berücksichtigt die Erhaltungseinstufung das Alter.
Mängel, Restaurierungen oder Beschädigungen, die über das übliche Maß hinausgehen,
sind im Text erwähnt. Erhaltungsangaben als Ergebnis subjektiver Betrachtung sind kein
Bestandteil der Katalogbeschreibung. Auf die Besichtigungsmöglichkeit ist deshalb aus
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drücklich hingewiesen.
Reklamationen, die sich auf den Zustand eines ersteigerten Objektes beziehen, sind grund
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sätzlich ausgeschlossen.
11. Nutzungsbedingungen §§ 86, 86 a StGB
Zum Schutz der Öffentlichkeit und mit Rücksicht auf unsere ausländischen Kunden sind
wir zu größtmöglicher Sorgfalt und Umsicht im Umgang mit zeitgeschichtlichen Objekten
aus der Zeit des 3. Reiches verpf lichtet.
Die Gegenstände werden daher nicht öffentlich ausgestellt. Titel und Bezeichnungen ein
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zelner Personen oder Truppenteile wurden wie im Sprachgebrauch der Zeit üblich in die
Katalogbeschreibung übernommen. Damit ist keinerlei Wertung verbunden.
Besucher, die Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches vorbesichtigen möchten und der
Firma Andreas Thies e. K. nicht persönlich bekannt sind, werden gebeten, ein entspre
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chendes Besichtigungsformular auszufüllen und darin ihr Sammelgebiet einzutragen.
Gleichzeitig werden die Kenntnisnahme der §§ 86, 86 a StGB und deren strikte Einhaltung
zugesichert.
Schriftliche Bieter, die unserem Hause nicht persönlich bekannt sind, werden bei Abgabe
von Geboten auf Gegenstände aus der Zeit des 3. Reiches gebeten, Art und Zweck ihres
Sammelgebietes anzugeben, z. B. Auf bau einer nach wissenschaftlichen Grundsätzen
aufgebauten Sammlung über Vorgänge des Zeitgeschehens, wie etwa den 2. Weltkrieg,
die Wehrmacht, etc.
Die Firma Andreas Thies e. K. nimmt Gebote nur von solchen Bietern entgegen, die sich
zu einer strikten Einhaltung der §§ 86, 86 a StGB verpf lichten.
Indem Kataloginhaber, Auktionsteilnehmer und Bieter sich nicht gegenteilig äußern, ver
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sichern sie, dass sie den Katalog und die darin abgebildeten Gegenstände aus der Zeit des
3. Reiches nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Auf klärung, der Abwehr verfassungs
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widriger Bestrebungen, der Kunst, der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der
Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder zu ähnli
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chen Zwecken erwerben (§§ 86 a, 86 StGB).
Die Firma Andreas Thies e. K. bietet diese Gegenstände und den entsprechenden
Katalog nur unter diesen Voraussetzungen an. Mit der Abgabe eines Gebotes wer
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den diese Bedingungen, wie auch die im allgemeinen Teil des Kataloges abgedruckten
Versteigerungs- und Geschäftsbedingungen ausdrücklich akzeptiert.
12. Erfüllungsort und Gerichtsstand
Die Geschäftsräume des Versteigerers sind für beide Teile Erfüllungsort. Das am
Erfüllungsort geltende Recht ist maßgebend für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem
Käufer und dem Versteigerer, und zwar auch dann, wenn der Rechtsstreit im Ausland
geführt wird. Das einheitliche Gesetz über den internationalen Kauf beweglicher Sachen
und das einheitliche Gesetz über den Abschluss von internationalen Kaufverträgen
über bewegliche Sachen gelten nicht. Für sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen
Ansprüche aus der Geschäftsverbindung mit Vollkauf leuten, juristischen Personen des
öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen ist Nürtingen ausschließ
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licher Gerichtsstand. Der gleiche Gerichtsstand gilt, wenn der Käufer keinen allgemeinen
Gerichtsstand im Inland hat oder nach Vertragsschluss seinen Wohnsitz oder gewöhn
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lichen Aufenthaltsort aus dem Inland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher
Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist.
Sollte eine oder mehrere Bestimmungen dieser Versteigerungsbedingungen unwirksam
sein, so bleiben die übrigen gleichwohl gültig.
Alle Losnummern dieses Kataloges, die mit R gekennzeichnet sind, werden mit der
Regelbesteuerung besteuert.
Die Warenausgabe erfolgt nur
gegen Barzahlung oder bankbestätigten Scheck.