Prof. Max Klinger, "Entsetzen" Blatt 44 aus Zelt II
zum Radierzyklus vermerkt Gunda Luyken vom Museum Kunstpalast Düsseldorf "In seinem letzten Radierzyklus ?Zelt? (1916) verwob Max Klinger Götter und Menschen, Wollust und Grausamkeit, Märchen und Wirklichkeit so eindrucksvoll miteinander, dass man sich in eine Traumwelt versetzt fühlt. Ausgangspunkt für sein Märchen ist ein Frauenschicksal." und Klinger schrieb zum Zyklus: ?... (er nahm sich vor) ein Märchen zu erzählen. Und zwar ein richtiggehendes, wo die Köpfe so wenig sicher sitzen, wie die Hemden, mal rauf mal runter. Sengen, ein bisschen Morden, ordentlich Lieben und Liebenlassen, und das alles in schöner Gegend, bei allerhand Wetter und gar nicht vegetarisch, sondern Fleisch, viel Fleisch.", Aquantintaradierung, links unten im Falz bezeichnet "Druck von O. Felsing" und rechts in der Platte signiert und bezeichnet "Max Klinger - Zelt II, Nr. 44", lichtrandig, im Passepartout, ungerahmt, Plattenmaß 22,5 x 17,5 cm. Künstlerinfo: bedeutender dt. Graphiker, Maler und Bildhauer (1857 Leipzig bis 1920 Großjena bei Naumburg/Saale), Sonntagsschüler der Zeichenschule Bauer in Leipzig, studierte ab 1874 bei Karl Gussow und Ludwig des Coudres an der Akademie Karlsruhe, 1875 Wechsel mit Gussow an die Akademie Berlin, erhält 1876 Akademiezeugnis mit Prädikat ?Außerordentlich? und Silberne Medaille, 1879 in Brüssel tätig, hier Schüler von Emile Charles Wauters, 1880 in München ansässig, ab 1881 Atelier in Berlin, Freundschaft zu Karl Stauffer-Bern und Bekanntschaft zu Alfred Lichtwark, Studien- und Arbeitsaufenthalte in Paris und Rom, 1892 Gründungsmitglied der ?Gruppe der XI?, ab 1893 Atelier in Leipzig, 1897 zum Professor der Leipziger Akademie ernannt, Korrespondierendes Mitglied der Wiener Secession, 1901 Gründungsmitglied und ab 1906 Vorsitzender des Villa-Romana-Vereins, 1903 Erwerb des Weinberghäuschens in Großjena bei Naumburg, Quelle: Thieme-Becker, Wikipedia und Internet.