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2236

Ludwig RichterAm Golf von Neapel. Blick über das Castel dell'ovo auf den Vesuv

In 19. Jahrhundert / 19th Century

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Köln

Ludwig Richter
Am Golf von Neapel. Blick über das Castel dell'ovo auf den Vesuv

Öl auf Leinwand. 41 x 51 cm.

Gutachten
Dr. Hans Joachim Neidhardt, Dresden, 18.1.1992.

Provenienz
Westdeutsche Privatsammlung. – 690. Lempertz-Auktion, Köln, 15.5.1993, Lot 1574. - Westfälische Privatsammlung.

Verso auf der Leinwand wohl vom Künstler signiert: Ludwig Richter pinx. Dazu schreibt Neidhardt in seinem Gutachten: „Ob die verso auf der Leinwand angebrachte Bezeichnung eine eigenhändige Signatur darstellt, ist anzunehmen, aber aus folgenden Gründen als ungewöhnlich zu betrachten: In keiner bekannten Signatur Richters kommt ein „Sütterlin-t“ vor. Der Künstler signierte immer „Richter“ mit „lateinischem t“. Ungewöhnlich ist auch der ausgeschriebene Vorname und der Zusatz „pinx“. Dennoch könnte Richter als alter Mann den Schriftzug - vielleicht auf besondere Veranlassung - angebracht haben.“
Ludwig Richter, 1803 in Dresden als Sohn eines Kupferstechers geboren, tritt 1823 im Alter von 20 Jahren die von ihm lange ersehnte Reise nach Italien an. Drei Jahre bleibt der Künstler im „Land, wo die Zitronen blühn“ und fertigt hier eine Fülle von Zeichnungen an, auf deren Grundlage auch nach seiner Rückkehr nach Dresden zahlreiche Ölgemälde italienischer Landschaften entstehen. Die vorliegende Ansicht des „Golfs von Neapel“ ist eine dieser charakteristischen Italienveduten. Sie ist bereits dem Spätwerk des Künstlers zuzuordnen und wurde von Hans Joachim Neidhardt auf die Zeit um 1850/60 datiert: „Damals begann Richter vereinzelt erneut italienische Motive zu verarbeiten, bzw. wieder aufzunehmen.“ Auch unser Gemälde dürfte letztlich auf die Reiseskizzen des jungen Künstlers zurückgehen. Im Frühjahr 1825 begab sich Richter zusammen mit einigen Künstlerfreunden auf eine Wanderung von Rom nach Neapel. In seinen Lebensbeschreibungen vermittelte er später den ersten Eindruck, den er von der Stadt hatte: „In Neapel schloß sich nun eine neue Zauberwelt auf, recht eigentlich ein Paradies für den Landschaftsmaler.“ (vgl. Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Selbstbiographie nebst Tagebuchniederschriften und Briefen, hrsg. v. Heinrich Richter, Leipzig 1909, S. 237).
In unserem Gemälde führt der Blick von einer sitzenden jungen Hirtin im Vordergrund, deren Melancholie-Gestus sich als Motiv bis auf Dürers Melencolia-Darstellung zurückführen lässt, über die ruhige Wasserfläche der Bucht von Neapel bis hin zum Castel dell'ovo und dem Vesuv, den Wahrzeichen Neapels, die in reizvoller Lichtregie schemenhaft im Hintergrund zu erkennen sind.





Ludwig Richter
The Bay of Naples with a View of the Castel dell'ovo and Vesuvius

Oil on canvas. 41 x 51 cm.

Certificate
Dr. Hans Joachim Neidhardt, Dresden, 18.1.1992

Provenance
West German private collection. - Lempertz auction 690, Cologne, 15.5.1993, lot 1574. - Private collection, Westphalia.

On the reverse of the canvas presumably signed by the artist: Ludwig Richter pinx. Neidhardt writes about this in his expertise "Whether the inscription affixed to the verso of the canvas represents a handwritten signature is to be assumed, but must be regarded as unusual for the following reasons: No known signature of Richter contains a "Sütterlin-t". The artist always signed "Richter" with "Latin t". The written first name and the suffix "pinx" are also unusual. Nevertheless, Richter, as an old man, could have attached the lettering - perhaps on special request."
Ludwig Richter, born in Dresden in 1803 as the son of a copperplate engraver, embarked on his first journey to Italy in 1823 at the age of 20. For three years the artist stayed there and produced a wealth of drawings, on the basis of which he created numerous oil paintings of Italian landscapes after his return to Dresden. The present view of the "Gulf of Naples" is one of these characteristic Italian vedutas. It can be attributed to the late work of the artist and was dated by Hans Joachim Neidhardt to the period around 1850/60: "At that time Richter occasionally began to paint Italian motifs again or pick up on earlier themes”. Our painting, too, is likely to be based on the young artist's travel sketches. In the spring of 1825, Richter went on a hike from Rome to Naples together with some artist friends. In his biographies he later conveyed the first impression he had of the city: "In Naples a new magical world unlocked itself, a true paradise for the landscape painter. (cf. Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Selbstbiographie sowie Tagebuchniederschriften und Briefen, edited by Heinrich Richter, Leipzig 1909, p. 237).
In our painting the viewer's gaze is lead from a sitting young shepherdess in the foreground, whose gesture of melancholy can be traced back to Dürer's depiction of Melencolia, over the calm waters of the Bay of Naples to Castel dell'ovo and Vesuvius, the landmarks of Naples, which can be seen in the background.





Ludwig Richter
Am Golf von Neapel. Blick über das Castel dell'ovo auf den Vesuv

Öl auf Leinwand. 41 x 51 cm.

Gutachten
Dr. Hans Joachim Neidhardt, Dresden, 18.1.1992.

Provenienz
Westdeutsche Privatsammlung. – 690. Lempertz-Auktion, Köln, 15.5.1993, Lot 1574. - Westfälische Privatsammlung.

Verso auf der Leinwand wohl vom Künstler signiert: Ludwig Richter pinx. Dazu schreibt Neidhardt in seinem Gutachten: „Ob die verso auf der Leinwand angebrachte Bezeichnung eine eigenhändige Signatur darstellt, ist anzunehmen, aber aus folgenden Gründen als ungewöhnlich zu betrachten: In keiner bekannten Signatur Richters kommt ein „Sütterlin-t“ vor. Der Künstler signierte immer „Richter“ mit „lateinischem t“. Ungewöhnlich ist auch der ausgeschriebene Vorname und der Zusatz „pinx“. Dennoch könnte Richter als alter Mann den Schriftzug - vielleicht auf besondere Veranlassung - angebracht haben.“
Ludwig Richter, 1803 in Dresden als Sohn eines Kupferstechers geboren, tritt 1823 im Alter von 20 Jahren die von ihm lange ersehnte Reise nach Italien an. Drei Jahre bleibt der Künstler im „Land, wo die Zitronen blühn“ und fertigt hier eine Fülle von Zeichnungen an, auf deren Grundlage auch nach seiner Rückkehr nach Dresden zahlreiche Ölgemälde italienischer Landschaften entstehen. Die vorliegende Ansicht des „Golfs von Neapel“ ist eine dieser charakteristischen Italienveduten. Sie ist bereits dem Spätwerk des Künstlers zuzuordnen und wurde von Hans Joachim Neidhardt auf die Zeit um 1850/60 datiert: „Damals begann Richter vereinzelt erneut italienische Motive zu verarbeiten, bzw. wieder aufzunehmen.“ Auch unser Gemälde dürfte letztlich auf die Reiseskizzen des jungen Künstlers zurückgehen. Im Frühjahr 1825 begab sich Richter zusammen mit einigen Künstlerfreunden auf eine Wanderung von Rom nach Neapel. In seinen Lebensbeschreibungen vermittelte er später den ersten Eindruck, den er von der Stadt hatte: „In Neapel schloß sich nun eine neue Zauberwelt auf, recht eigentlich ein Paradies für den Landschaftsmaler.“ (vgl. Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Selbstbiographie nebst Tagebuchniederschriften und Briefen, hrsg. v. Heinrich Richter, Leipzig 1909, S. 237).
In unserem Gemälde führt der Blick von einer sitzenden jungen Hirtin im Vordergrund, deren Melancholie-Gestus sich als Motiv bis auf Dürers Melencolia-Darstellung zurückführen lässt, über die ruhige Wasserfläche der Bucht von Neapel bis hin zum Castel dell'ovo und dem Vesuv, den Wahrzeichen Neapels, die in reizvoller Lichtregie schemenhaft im Hintergrund zu erkennen sind.





Ludwig Richter
The Bay of Naples with a View of the Castel dell'ovo and Vesuvius

Oil on canvas. 41 x 51 cm.

Certificate
Dr. Hans Joachim Neidhardt, Dresden, 18.1.1992

Provenance
West German private collection. - Lempertz auction 690, Cologne, 15.5.1993, lot 1574. - Private collection, Westphalia.

On the reverse of the canvas presumably signed by the artist: Ludwig Richter pinx. Neidhardt writes about this in his expertise "Whether the inscription affixed to the verso of the canvas represents a handwritten signature is to be assumed, but must be regarded as unusual for the following reasons: No known signature of Richter contains a "Sütterlin-t". The artist always signed "Richter" with "Latin t". The written first name and the suffix "pinx" are also unusual. Nevertheless, Richter, as an old man, could have attached the lettering - perhaps on special request."
Ludwig Richter, born in Dresden in 1803 as the son of a copperplate engraver, embarked on his first journey to Italy in 1823 at the age of 20. For three years the artist stayed there and produced a wealth of drawings, on the basis of which he created numerous oil paintings of Italian landscapes after his return to Dresden. The present view of the "Gulf of Naples" is one of these characteristic Italian vedutas. It can be attributed to the late work of the artist and was dated by Hans Joachim Neidhardt to the period around 1850/60: "At that time Richter occasionally began to paint Italian motifs again or pick up on earlier themes”. Our painting, too, is likely to be based on the young artist's travel sketches. In the spring of 1825, Richter went on a hike from Rome to Naples together with some artist friends. In his biographies he later conveyed the first impression he had of the city: "In Naples a new magical world unlocked itself, a true paradise for the landscape painter. (cf. Ludwig Richter: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Selbstbiographie sowie Tagebuchniederschriften und Briefen, edited by Heinrich Richter, Leipzig 1909, p. 237).
In our painting the viewer's gaze is lead from a sitting young shepherdess in the foreground, whose gesture of melancholy can be traced back to Dürer's depiction of Melencolia, over the calm waters of the Bay of Naples to Castel dell'ovo and Vesuvius, the landmarks of Naples, which can be seen in the background.




19. Jahrhundert / 19th Century

Auktionsdatum
Lose: 2200 - 2309
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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1. The art auction house, Kunsthaus Lempertz KG (henceforth referred to as Lempertz), conducts public auctions in terms of § 383 paragraph 3 sentence 1 of the Civil Code as commissioning agent on behalf of the accounts of submitters, who remain anonymous. With regard to its auctioneering terms and conditions drawn up in other languages, the German version remains the official one.

2. The auctioneer reserves the right to divide or combine any catalogue lots or, if it has special reason to do so, to offer any lot for sale in an order different from that given in the catalogue or to withdraw any lot from the sale.

3. All lots put up for sale may be viewed and inspected prior to the auction. The catalogue specifications and related specifications appearing on the internet, which have both been compiled in good conscience, do not form part of the contractually agreed to conditions. These specifications have been derived from the status of the information available at the time of compiling the catalogue. They do not serve as a guarantee in legal terms and their purpose is purely in the information they provide. The same applies to any reports on an item’s condition or any other information, either in oral or written form. Certificates or certifications from artists, their estates or experts relevant to each case only form a contractual part of the agreement if they are specifically mentioned in the catalogue text. The state of the item is generally not mentioned in the catalogue. Likewise missing specifications do not constitute an agreement on quality. All items are used goods.

4. Warranty claims are excluded. In the event of variances from the catalogue descriptions, which result in negation or substantial diminution of value or suitability, and which are reported with due justification within one year after handover, Lempertz nevertheless undertakes to pursue its rights against the seller through the courts; in the event of a successful claim against the seller, Lempertz will reimburse the buyer only the total purchase price paid. Over and above this, Lempertz undertakes to reimburse its commission within a given period of three years after the date of the sale if the object in question proves not to be authentic.

5. Claims for compensation as the result of a fault or defect in the object auctioned or damage to it or its loss, regardless of the legal grounds, or as the result of variances from the catalogue description or statements made elsewhere are excluded unless Lempertz acted with wilful intent or gross negligence; the liability for bodily injury or damages caused to health or life remains unaffected. In other regards, point 4 applies.

6. Submission of bids. Bids in attendance: The floor bidder receives a bidding number on presentation of a photo ID. Lempertz reserves the right to grant entry to the auction. If the bidder is not known to Lempertz, registration must take place 24 hours before the auction is due to begin in writing on presentation of a current bank reference. Bids in absentia: Bids can also be submitted either in writing, telephonically or via the internet. The placing of bids in absentia must reach Lempertz 24 hours before the auction to ensure the proper processing thereof. The item must be mentioned in the bid placed, together with the lot number and item description. In the event of ambiguities, the listed lot number becomes applicable. The placement of a bid must be signed by the applicant. The regulations regarding revocations and the right to return the goods in the case of long distance agreements (§ 312b-d of the Civil Code) do not apply. Telephone bids: Establishing and maintaining a connection cannot be vouched for. In submitting a bid placement, the bidder declares that he agrees to the recording of the bidding process. Bids via the internet: They will only be accepted by Lempertz if the bidder registered himself on the internet website beforehand. Lempertz will treat such bids in the same way as bids in writing.

7. Carrying out the auction: The hammer will come down when no higher bids are submitted after three calls for a bid. In extenuating circumstances, the auctioneer reserves the right to bring down the hammer or he can refuse to accept a bid. If several individuals make the same bid at the same time, and after the third call, no higher bid ensues, then the ticket becomes the deciding factor. The auctioneer can retract his acceptance of the bid and auction the item once more if a higher bid that was submitted on time, was erroneously overlooked and immediately queried by the bidder, or if any doubts regarding its acceptance arise. Written bids are only played to an absolute maximum by Lempertz if this is deemed necessary to outbid
another bid. The auctioneer can bid on behalf of the submitter up to the agreed limit, without revealing this and irrespective of whether other bids are submitted. Even if bids have been placed and the hammer has not come down, the auctioneer is only liable to the bidder in the event of premeditation or gross negligence.

8. Once a lot has been knocked down, the successful bidder is obliged to buy it. If a bid is accepted conditionally, the bidder is bound by his bid until four weeks after the auction unless he immediately withdraws from the conditionally accepted bid. From the fall of the hammer, possession and risk pass directly to the buyer, while ownership passes to the buyer only after full payment has been received.

9. Up to a hammer price of € 400,000 a premium of 24 % calculated on the hammer price plus 19 % value added tax (VAT) calculated on the premium only is levied. The premium will be reduced to 20 % (plus VAT) on any amount surpassing € 400,000 (margin scheme). On lots which are characterized by N, an additional 7 % for import tax will be charged. On lots which are characterized by an D, 35% is calculated on the hammer price (24% buyer´s premium + 19% VAT on the premium only + import tax). 31% is calculated on the amount surpassing € 400.000. The D objects contain all taxes, and tehy can not be carried away immediately. On lots which are characterized by an R, the buyer shall pay a premium of 24 % on the hammer price up to € 400,000 and 20 % on the surpassing amount; onto this (hammer price and premium) the statutory VAT of 19 % will be added (regular scheme). Exports to third (i.e. non-EU) countries will be exempt from VAT, and so will be exports made by companies from other EU member states if they state their VAT identification number. For original works of art, whose authors are either still alive or died after 31.12.1948, a charge of 1.8 % on the hammer price will be levied for the droit de suite. The maximum charge is € 12,500. If a buyer exports an object to a third country personally, the VAT will be refunded, as soon as Lempertz receives the export and import papers. All invoices issued on the day of auction or soon after remain under provision.

10. Successful bidders attending the auction in person shall forthwith upon the purchase pay to Lempertz the final price (hammer price plus premium and VAT) in Euro. Payments by foreign buyers who have bid in writing or by proxy shall also be due forthwith upon the purchase, but will not be deemed to have been delayed if received within ten days of the invoice date. Bank transfers are to be exclusively in Euros. The request for an alteration of an auction invoice to a person other than the bidder has to be made immediately after the auction. Lempertz however reserves the right to refuse such a request if it is deemed appropriate.

11. In the case of payment default, Lempertz will charge 1% interest on the outstanding amount of the gross price per month.. If the buyer defaults in payment, Lempertz may at its discretion insist on performance of the purchase contract or, after allowing a period of grace, claim damages for non-performance. In the latter case, Lempertz may determine the amount of the damages by putting the lot or lots up for auction again, in which case the defaulting buyer will bear the amount of any reduction in the proceeds compared with the earlier auction, plus the cost of resale, including the premium.

12. Buyers must take charge of their purchases immediately after the auction. Once a lot has been sold, the auctioneer is liable only for wilful intent or gross negligence. Lots will not, however, be surrendered to buyers until full payment has been received. Without exception, shipment will be at the expense and risk of the buyer. Purchases which are not collected within four weeks after the auction may be stored and insured by Lempertz on behalf of the buyer and at its expense in the premises of a freight agent. If Lempertz stores such items itself, it will charge 1 % of the hammer price for insurance and storage costs.

13. As far as this can be agreed, the place of performance and jurisdiction is Cologne. German law applies; the German law for the protection of cultural goods applies; the provisions of the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) are not applicable. Should any provision herein be wholly or partially ineffective, this will not affect the validity of the remaining provisions.

Henrik Hanstein, sworn public auctioneer
Takuro Ito, Kilian Jay von Seldeneck, auctioneers

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Stichworte: , Oil on Canvas, Öl Gemälde