Los

2012

Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt<BR>Die Verkündigung an Maria

In Gemälde und Zeichnungen 15.-19. Jh. und Skulpt...

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Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt<BR>Die Verkündigung an Maria
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Köln
Öl auf Holz, auf eine zweite Holztafel aufgedoppelt. 22,6 x 26,2 cm.

Gutachten
Max J. Friedländer, Berlin, 2.9.1932 (als Cranach d. Ä.). - Jakob Rosenberg, Ann Arbor/Michigan, 13.1.1961 (als Cranach d. Ä.). - Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Köln, 5.4.2021 (als Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt).

Provenienz
Galerie van Diemen & Co., Berlin, vor 1932. - Auktion Paul Cassirer, Berlin, 20.10.1932, Lot 48 (als Cranach d. Ä.). - Sammlung Katzenelnbogen. - Galerie Schaeffer, New York, 1961. - Sammlung Dr. H. Becker, Dortmund, 1974. - Seitdem in deutschem Familienbesitz.

Ausstellungen
"Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik", Kunsthalle Bielefeld, 23.1.-26.3.1972. - "Lukas Cranach - Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik", Kunstmuseum Basel, 15.6.-8.9.1974.

Literatur
Koepplin, Dieter u. Falk, Tilman: Lukas Cranach. Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Basel/Stuttgart, 1974-1976, Bd. 2, S. 538, Nr. 391, Abb. 285. - Gmelin, Hans-Georg: Ausst.-Kat. Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik, Bielefeld, 1972, Nr. 4. - Fritz, Rolf:
Sammlung Becker. Gemälde alter Meister, Dortmund, 1967, Nr. 4.

Dieses fein ausgeführte kleine Tafelbild, welches eine für Cranach und dessen Werkstatt sehr seltene Bildthematik zeigt - die Verkündigung an Maria - wurde von allen einschlägigen Cranach-Experten begutachtet und deren Zuschreibungen in diversen Gutachten dokumentiert. Die älteste Expertise liegt uns hierzu von Max J. Friedländer vor, welcher 1932 schreibt: "[...] ein sehr gut erhaltenes Werk von Lucas Cranach aus der Zeit um 1518". 1961 bestätigt Jacob Rosenberg diese Zuschreibung seines drei Jahre zuvor verstorbenen Kollegen. Im Zuge der großen Basler Cranach-Ausstellung wird das Gemälde 1974 schließlich von Dieter Koepplin begutachtet, der das Werk der Cranach-Werkstatt zuordnet. Er zeigt in der Ausstellungspublikation die Zusammengehörigkeit unseres Tafelbildes zu einer „Anbetung der Könige“, welches die gleichen Maße besitzt und auch deutliche Ähnlichkeit in puncto Kolorit und Duktus aufweist.
Nun wurde das Werk im April 2021 vom Cranach Digital Archive und dem Cologne Institute of Conservation Sciences der TH Köln (CICS) unter der Leitung von Prof. Dr. Gunnar Heydenreich kunsttechnologisch geprüft, um die Zuschreibung anhand der verwendeten Techniken und Materialien bewerten zu können. Die Tafel wurde im Zuge dessen mittels Stereomikroskopie, RF-Analyse (Niton XLt), Röntgengrobstrukturanalyse und Infrarotreflektografie (Osiris 900-1700nm) untersucht.
Die Infrarotreflektografie (IRR) zeigt, dass die Unterzeichnung mit einem Pinsel sowie einer Zeichenfeder und einem grauschwarzen flüssigen Medium vorgenommen wurde. Die Konturen wie auch die Binnenformen sind mit sehr sicher gezeichneten Linien umrissen. Insbesondere die Gesichter und Hände wurden unter Berücksichtigung des Größenmaßstabs besonders souverän angelegt. Sehr spannende Informationen liefert uns die IRR auch im Hinblick auf die vom Künstler vorgenommenen Änderungen der Unterzeichnungen im Zuge des künstlerischen Schaffensprozesses. So wurden die Taube und der Botenstab des Engels etwas verkleinert, Hände und Gewandfalten geringfügig modifiziert und unterzeichnete Schmuckelemente am Baldachin nicht mehr ausgeführt. Zusammenfassend konnten mittels Röntgenfluoreszenz-Analyse in der Malschicht Signale für folgende Pigmente ermittelt werden: Bleiweiß, Bleizinngelb, Zinnober, kupferhaltiges Grün, kupferhaltiges Blau und Eisenoxid/Ocker. Der Farbauftrag erfolgte mehrschichtig mit Pinseln. Im Bereich des Baldachins wurde das Muster aus der roten Farblacklasur in Sgraffito-Technik herausgekratzt. Der gemalten Zeichnung der Fugen im Mauerwerk ging eine feine Ritzung voraus. Im Röntgenbild sind keine signifikanten Änderungen im Malprozess erkennbar.
Es lässt sich ablesen, dass der Maler unserer Tafel mit den in der Cranach-Werkstatt verwendeten Materialien und Techniken vertraut war. Die Unterzeichnung der Tafel ist von besonderer Qualität, wie auch Prof. Dr. Heydenreich in seinem Bericht schreibt, und gleicht dabei anderen Lucas Cranach d. Ä. zugeschriebenen Hand- und Unterzeichnungen. Zwei der Faltenformationen in den Gewändern sind in der Kompositionsanlage nur wenig ausdifferenziert. Erst der Maler realisierte die eher gleichförmigen und sich in Mantel und Kleid der Maria partiell sogar wiederholenden Faltenbildungen. Auch die Hände sind in der Unterzeichnung feingliedriger angelegt als in der Malerei ausgeführt. Aufgrund der besonders qualitätvollen Unterzeichnung sowie der sichtbaren Diskrepanz zwischen der Unterzeichnung und der malerischen Ausführung erscheint es wahrscheinlich, dass Lucas Cranach d. Ä. die Komposition selbst auf den Malgrund zeichnete und die Malerei einem Mitarbeiter übertrug.
Die Tafel befindet sich in einem relativ guten und stabilen Zustand. Der rote Farblack und die grünen Bildbereiche sind im Vergleich mit anderen Gemälden gut erhalten.
Im Ergebnis dieser Untersuchung erachtet Prof. Dr. Heydenreich diese Tafel als ein gut erhaltenes Werk von "Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt" aus den Jahren um 1516-1520.

Wir danken Prof. Dr. Gunnar Heydenreich und Diana Blumenroth M.A. (CICS Köln) für die kunsttechnologische Untersuchung des Originals.
Oil on panel, laid down on a second panel. 22.6 x 26.2 cm.

Certificate
Max J. Friedländer, Berlin, 2.9.1932 (as Cranach sr.).
Jakob Rosenberg, Ann Arbor/Michigan, 13.1.1961 (as Cranach sr.).
Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Cologne, 5.4.2021 (as Lucas Cranach sr. and studio)

Provenance
Galerie van Diemen & Co., Berlin, before 1932. - Auctioned by Paul Cassirer, Berlin, 20.10.1932, lot 48 (as Cranach sr.). - Katzenelnbogen collection. - Galerie Schaeffer, New York, 1961. - Collection of Dr. H. Becker, Dortmund, 1974. - Subsequently in German family ownership.

Exhibitions
Lukas Cranach der Ältere 1472-1553 - Grafik, Kunsthalle Bielefeld, 23.1.-26.3.1972.
"Lukas Cranach - Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik", Kunstmuseum Basel, 15.6.-8.9.1974.

Literature
Koepplin, Dieter & Falk, Tilman: Lukas Cranach. Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Basel/Stuttgart, 1974-1976, vol. 2, p. 538, no. 391, illus. 285. - Gmelin, Hans-Georg: Exhib. cat. Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik, Bielefeld, 1972, no. 4. - Fritz, Rolf:

This small, finely painted panel depicts the Annunciation, a rare motif for Cranach's studio. The work has been examined by all relevant Cranach experts and its attribution is documented in numerous examinations.
The oldest expertise available for this work is by Max J. Friedländer, who described it in 1932 as, “[...] a very well preserved work by Lucas Cranach from the time around 1518.” In 1961, Jacob Rosenberg confirmed the attribution of his colleague, who had died three years previously.
The painting was again examined in 1974 as part of the major exhibition of works by Cranach in Basel by Dieter Koepplin, who attributed it to the painter's studio. In the exhibition catalogue, he demonstrates the links between this work and an “Adoration of the Magi” which bears the same dimensions and displays remarkable similarity in colour palette and brushwork.
In April 2021, the painting finally underwent a technological analysis carried out by the Cranach Digital Archive and the Cologne Institute of Conservation Sciences of the TH Cologne (CICS) under the direction of Prof. Dr. Gunnar Heydenreich.
The panel was examined using stereo-microscopy, RF analysis (Niton XLt), x-ray structural analysis, and infrared reflectography (Osiris 900-1700nm).
The infrared reflectography (IRR) showed that the preliminary drawing was carried out with a brush and drawing pen using a greyish-black liquid medium. The outlines and other structures were drawn in very confident strokes. The faces and hands were rendered with particular skill, taking account of the dimensions. The IRR also provided interesting insights into the amendments made to the under-drawing throughout the work's inception. For example, the dove and the messenger's staff held by the angel were slightly reduced in size, the hands and drapery slightly modified, and the decorative motifs on the canopy that were included in the preliminary drawing were not included in the final painted work.
Finally, the x-ray fluorescence analysis was able to detect traces of the following pigments in the painted surface: Lead white, lead-tin-yellow, vermilion, copper green, copper blue and iron oxide/ochre. The paint was applied in layers using brushes. The pattern on the canopy was scratched out of the red lacquer layer using sgraffito technique. The mortar between the bricks in the wall was first accentuated with finely incised lines. The x-ray pictures show that no significant changes were made to the composition between the under-drawing and the painted work.
The analysis demonstrates that the author of this work was very familiar with the materials and techniques used by the Cranach studio. The preliminary drawing is of particularly fine quality, as Prof. Dr. Heydenreich mentions in his report, and it displays similarity to known drawings and preliminary sketches attributed to Lucas Cranach the Elder.
Two of the drapery motifs found in the under-drawing are only cursorily rendered. It was the painter who realised the somewhat uniform patterns of drapery in the clothing, which even repeat themselves in the robe and gown of the Virgin. The hands are also much more finely rendered in the preliminary drawing than in the final work. The particular fineness of the under-drawing combined with the discrepancies between the preliminary drawing and the painted work suggest that Lucas Cranach the Elder himself may have drawn the composition onto the panel, whilst the painting was carried out by a member of the workshop.
The panel is preserved in relatively good and stable condition. The red lacquer and the green pigments are especially well conserved in comparison to other works.
In conclusion of his analysis, Prof. Dr. Heydenreich regards this panel to be a well preserved work by 'Lucas Cranach the Elder and his studio', painted in around 1516 – 1520.

We would like to thank Prof. Dr. Gunnar Heydenreich and Diana Blumenroth M.A. (CICS Cologne) for carrying out the technological analysis of the original work.
Öl auf Holz, auf eine zweite Holztafel aufgedoppelt. 22,6 x 26,2 cm.

Gutachten
Max J. Friedländer, Berlin, 2.9.1932 (als Cranach d. Ä.). - Jakob Rosenberg, Ann Arbor/Michigan, 13.1.1961 (als Cranach d. Ä.). - Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Köln, 5.4.2021 (als Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt).

Provenienz
Galerie van Diemen & Co., Berlin, vor 1932. - Auktion Paul Cassirer, Berlin, 20.10.1932, Lot 48 (als Cranach d. Ä.). - Sammlung Katzenelnbogen. - Galerie Schaeffer, New York, 1961. - Sammlung Dr. H. Becker, Dortmund, 1974. - Seitdem in deutschem Familienbesitz.

Ausstellungen
"Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik", Kunsthalle Bielefeld, 23.1.-26.3.1972. - "Lukas Cranach - Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik", Kunstmuseum Basel, 15.6.-8.9.1974.

Literatur
Koepplin, Dieter u. Falk, Tilman: Lukas Cranach. Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Basel/Stuttgart, 1974-1976, Bd. 2, S. 538, Nr. 391, Abb. 285. - Gmelin, Hans-Georg: Ausst.-Kat. Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik, Bielefeld, 1972, Nr. 4. - Fritz, Rolf:
Sammlung Becker. Gemälde alter Meister, Dortmund, 1967, Nr. 4.

Dieses fein ausgeführte kleine Tafelbild, welches eine für Cranach und dessen Werkstatt sehr seltene Bildthematik zeigt - die Verkündigung an Maria - wurde von allen einschlägigen Cranach-Experten begutachtet und deren Zuschreibungen in diversen Gutachten dokumentiert. Die älteste Expertise liegt uns hierzu von Max J. Friedländer vor, welcher 1932 schreibt: "[...] ein sehr gut erhaltenes Werk von Lucas Cranach aus der Zeit um 1518". 1961 bestätigt Jacob Rosenberg diese Zuschreibung seines drei Jahre zuvor verstorbenen Kollegen. Im Zuge der großen Basler Cranach-Ausstellung wird das Gemälde 1974 schließlich von Dieter Koepplin begutachtet, der das Werk der Cranach-Werkstatt zuordnet. Er zeigt in der Ausstellungspublikation die Zusammengehörigkeit unseres Tafelbildes zu einer „Anbetung der Könige“, welches die gleichen Maße besitzt und auch deutliche Ähnlichkeit in puncto Kolorit und Duktus aufweist.
Nun wurde das Werk im April 2021 vom Cranach Digital Archive und dem Cologne Institute of Conservation Sciences der TH Köln (CICS) unter der Leitung von Prof. Dr. Gunnar Heydenreich kunsttechnologisch geprüft, um die Zuschreibung anhand der verwendeten Techniken und Materialien bewerten zu können. Die Tafel wurde im Zuge dessen mittels Stereomikroskopie, RF-Analyse (Niton XLt), Röntgengrobstrukturanalyse und Infrarotreflektografie (Osiris 900-1700nm) untersucht.
Die Infrarotreflektografie (IRR) zeigt, dass die Unterzeichnung mit einem Pinsel sowie einer Zeichenfeder und einem grauschwarzen flüssigen Medium vorgenommen wurde. Die Konturen wie auch die Binnenformen sind mit sehr sicher gezeichneten Linien umrissen. Insbesondere die Gesichter und Hände wurden unter Berücksichtigung des Größenmaßstabs besonders souverän angelegt. Sehr spannende Informationen liefert uns die IRR auch im Hinblick auf die vom Künstler vorgenommenen Änderungen der Unterzeichnungen im Zuge des künstlerischen Schaffensprozesses. So wurden die Taube und der Botenstab des Engels etwas verkleinert, Hände und Gewandfalten geringfügig modifiziert und unterzeichnete Schmuckelemente am Baldachin nicht mehr ausgeführt. Zusammenfassend konnten mittels Röntgenfluoreszenz-Analyse in der Malschicht Signale für folgende Pigmente ermittelt werden: Bleiweiß, Bleizinngelb, Zinnober, kupferhaltiges Grün, kupferhaltiges Blau und Eisenoxid/Ocker. Der Farbauftrag erfolgte mehrschichtig mit Pinseln. Im Bereich des Baldachins wurde das Muster aus der roten Farblacklasur in Sgraffito-Technik herausgekratzt. Der gemalten Zeichnung der Fugen im Mauerwerk ging eine feine Ritzung voraus. Im Röntgenbild sind keine signifikanten Änderungen im Malprozess erkennbar.
Es lässt sich ablesen, dass der Maler unserer Tafel mit den in der Cranach-Werkstatt verwendeten Materialien und Techniken vertraut war. Die Unterzeichnung der Tafel ist von besonderer Qualität, wie auch Prof. Dr. Heydenreich in seinem Bericht schreibt, und gleicht dabei anderen Lucas Cranach d. Ä. zugeschriebenen Hand- und Unterzeichnungen. Zwei der Faltenformationen in den Gewändern sind in der Kompositionsanlage nur wenig ausdifferenziert. Erst der Maler realisierte die eher gleichförmigen und sich in Mantel und Kleid der Maria partiell sogar wiederholenden Faltenbildungen. Auch die Hände sind in der Unterzeichnung feingliedriger angelegt als in der Malerei ausgeführt. Aufgrund der besonders qualitätvollen Unterzeichnung sowie der sichtbaren Diskrepanz zwischen der Unterzeichnung und der malerischen Ausführung erscheint es wahrscheinlich, dass Lucas Cranach d. Ä. die Komposition selbst auf den Malgrund zeichnete und die Malerei einem Mitarbeiter übertrug.
Die Tafel befindet sich in einem relativ guten und stabilen Zustand. Der rote Farblack und die grünen Bildbereiche sind im Vergleich mit anderen Gemälden gut erhalten.
Im Ergebnis dieser Untersuchung erachtet Prof. Dr. Heydenreich diese Tafel als ein gut erhaltenes Werk von "Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt" aus den Jahren um 1516-1520.

Wir danken Prof. Dr. Gunnar Heydenreich und Diana Blumenroth M.A. (CICS Köln) für die kunsttechnologische Untersuchung des Originals.
Oil on panel, laid down on a second panel. 22.6 x 26.2 cm.

Certificate
Max J. Friedländer, Berlin, 2.9.1932 (as Cranach sr.).
Jakob Rosenberg, Ann Arbor/Michigan, 13.1.1961 (as Cranach sr.).
Prof. Dr. Gunnar Heydenreich, Cologne, 5.4.2021 (as Lucas Cranach sr. and studio)

Provenance
Galerie van Diemen & Co., Berlin, before 1932. - Auctioned by Paul Cassirer, Berlin, 20.10.1932, lot 48 (as Cranach sr.). - Katzenelnbogen collection. - Galerie Schaeffer, New York, 1961. - Collection of Dr. H. Becker, Dortmund, 1974. - Subsequently in German family ownership.

Exhibitions
Lukas Cranach der Ältere 1472-1553 - Grafik, Kunsthalle Bielefeld, 23.1.-26.3.1972.
"Lukas Cranach - Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik", Kunstmuseum Basel, 15.6.-8.9.1974.

Literature
Koepplin, Dieter & Falk, Tilman: Lukas Cranach. Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik, Basel/Stuttgart, 1974-1976, vol. 2, p. 538, no. 391, illus. 285. - Gmelin, Hans-Georg: Exhib. cat. Lukas Cranach der Ältere 1472-1553. Grafik, Bielefeld, 1972, no. 4. - Fritz, Rolf:

This small, finely painted panel depicts the Annunciation, a rare motif for Cranach's studio. The work has been examined by all relevant Cranach experts and its attribution is documented in numerous examinations.
The oldest expertise available for this work is by Max J. Friedländer, who described it in 1932 as, “[...] a very well preserved work by Lucas Cranach from the time around 1518.” In 1961, Jacob Rosenberg confirmed the attribution of his colleague, who had died three years previously.
The painting was again examined in 1974 as part of the major exhibition of works by Cranach in Basel by Dieter Koepplin, who attributed it to the painter's studio. In the exhibition catalogue, he demonstrates the links between this work and an “Adoration of the Magi” which bears the same dimensions and displays remarkable similarity in colour palette and brushwork.
In April 2021, the painting finally underwent a technological analysis carried out by the Cranach Digital Archive and the Cologne Institute of Conservation Sciences of the TH Cologne (CICS) under the direction of Prof. Dr. Gunnar Heydenreich.
The panel was examined using stereo-microscopy, RF analysis (Niton XLt), x-ray structural analysis, and infrared reflectography (Osiris 900-1700nm).
The infrared reflectography (IRR) showed that the preliminary drawing was carried out with a brush and drawing pen using a greyish-black liquid medium. The outlines and other structures were drawn in very confident strokes. The faces and hands were rendered with particular skill, taking account of the dimensions. The IRR also provided interesting insights into the amendments made to the under-drawing throughout the work's inception. For example, the dove and the messenger's staff held by the angel were slightly reduced in size, the hands and drapery slightly modified, and the decorative motifs on the canopy that were included in the preliminary drawing were not included in the final painted work.
Finally, the x-ray fluorescence analysis was able to detect traces of the following pigments in the painted surface: Lead white, lead-tin-yellow, vermilion, copper green, copper blue and iron oxide/ochre. The paint was applied in layers using brushes. The pattern on the canopy was scratched out of the red lacquer layer using sgraffito technique. The mortar between the bricks in the wall was first accentuated with finely incised lines. The x-ray pictures show that no significant changes were made to the composition between the under-drawing and the painted work.
The analysis demonstrates that the author of this work was very familiar with the materials and techniques used by the Cranach studio. The preliminary drawing is of particularly fine quality, as Prof. Dr. Heydenreich mentions in his report, and it displays similarity to known drawings and preliminary sketches attributed to Lucas Cranach the Elder.
Two of the drapery motifs found in the under-drawing are only cursorily rendered. It was the painter who realised the somewhat uniform patterns of drapery in the clothing, which even repeat themselves in the robe and gown of the Virgin. The hands are also much more finely rendered in the preliminary drawing than in the final work. The particular fineness of the under-drawing combined with the discrepancies between the preliminary drawing and the painted work suggest that Lucas Cranach the Elder himself may have drawn the composition onto the panel, whilst the painting was carried out by a member of the workshop.
The panel is preserved in relatively good and stable condition. The red lacquer and the green pigments are especially well conserved in comparison to other works.
In conclusion of his analysis, Prof. Dr. Heydenreich regards this panel to be a well preserved work by 'Lucas Cranach the Elder and his studio', painted in around 1516 – 1520.

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Gemälde und Zeichnungen 15.-19. Jh. und Skulpturen

Auktionsdatum
Lose: 260
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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4.    Warranty claims are excluded. In the event of variances from the catalogue descriptions, which result in negation or substantial diminution of value or suitabil­ ity, and which are reported with due justification within one year after handover, Lempertz nevertheless undertakes to pursue its rights against the seller through the courts; in the event of a successful claim against the seller, Lempertz will reimburse the buyer only the total purchase price paid. Over and above this, Lempertz under­ takes to reimburse its commission within a given period of three years after the date of the sale if the object in question proves not to be authentic.

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6.    Submission of bids. Lempertz reserves the right to approve bidders for the auction and especially the right to make this approval dependent upon successful identification in terms of § 1 para. 3 GWG. Bids in attendance: The floor bidder receives   a bidding number on presentation of a photo ID. If the bidder is not known to Lempertz, registration must take place 24 hours before the auction is due to begin in writing on presentation of a current bank reference. Bids in absentia: Bids can also be submitted either in writing, telephonically or via the internet. The placing of bids in absentia must reach Lempertz 24 hours before the auction to ensure the proper processing thereof. The item must be mentioned in the bid placed, together with the lot number and item description. In the event of ambiguities, the listed lot number becomes applicable. The placement of a bid must be signed by the applicant. The regulations regarding revocations and the right to return the goods in the case of long distance agreements (§ 312b­d of the Civil Code) do not apply. Telephone bids: Establishing and maintaining a connection cannot be vouched for.  In submitting   a bid placement, the bidder declares that he agrees to the recording of the bidding process. Bids via the internet: They will only be accepted by Lempertz if the bidder registered himself on the internet website beforehand. Lempertz will treat such bids in the same way as bids in writing.

7.    Carrying out the auction: The hammer will come down when no higher bids are submitted after three calls for a bid. In extenuating circumstances, the auctioneer reserves the right to bring down the hammer or he can refuse to accept a bid, especially when the bidder cannot be successfully identified in terms of § 1 para. 3 GWG. If several individuals make the same bid at the same time, and after the third call, no higher bid ensues, then the ticket becomes the deciding factor. The auctioneer can retract his acceptance of the bid and auction the item once more if a higher bid that was submitted on time, was erroneously overlooked and immediately queried by the bidder, or if any doubts regarding its acceptance arise. Written bids are only played to an absolute maximum by Lempertz if this is deemed necessary to outbid another bid. The auctioneer can bid on behalf of the submitter up to the agreed limit, without revealing this and irrespective of whether other bids are submitted.

Even if bids have been placed and the hammer has not come down, the auction­ eer is only liable to the bidder in the event of premeditation or gross negligence. Further information can be found in our privacy policy at https://www.lempertz.com/en/privacy-policy.html

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9.    Up to a hammer price of € 400,000 a premium of 25 % calculated on the hammer price plus statutory value added tax (VAT) calculated on the premium only is levied. The premium will be reduced to 20 % (plus VAT) on any amount surpassing

€ 400,000 (margin scheme).

On lots which are characterized by N, an additional 7 % for import tax will be charged.

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12.    Buyers must take charge of their purchases immediately after the auction. Once a lot has been sold, the auctioneer is liable only for wilful intent or gross negligence. Lots will not, however, be surrendered to buyers until full payment has been received. Without exception, shipment will be at the expense and risk of the buyer. Purchases which are not collected within four weeks after the auction may be stored and insured by Lempertz on behalf of the buyer and at its expense in the premises of a freight agent. If Lempertz stores such items itself, it will charge 1 % of the hammer price for insurance and storage costs.

13.    As far as this can be agreed, the place of performance and jurisdiction is Cologne. German law applies; the German law for the protection of cultural goods applies; the provisions of the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) are not applicable. Should any provision herein be wholly or partially ineffective, this will not affect the validity of the remaining provisions. Regarding the treatment of personal data, we would like to point out the data protection notice on our website.

 

Henrik  Hanstein,

sworn public auctioneer

 

 

 

Versteigerungsbedingungen

 

1.    Die Kunsthaus Lempertz KG (im Nachfolgenden Lempertz) versteigert öffentlich im Sinne des § 383 Abs. 3 Satz 1 HGB als Kommissionär für Rechnung der Einlieferer, die unbenannt bleiben. Im Verhältnis zu Abfassungen der Versteigerungsbedingungen in anderen Sprachen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

2.    Lempertz behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3.    Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Objekte können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Katalogangaben und entsprechende Angaben der Internetpräsentation, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden, werden nicht Bestandteil der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit. Sie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Katalogbearbeitung herrschenden Stand der Wissenschaft. Sie sind keine Garantien im Rechtssinne und dienen aus­ schließlich der Information. Gleiches gilt für Zustandsberichte und andere Auskünfte in mündlicher oder schriftlicher Form. Zertifikate oder Bestätigungen der Künstler, ihrer Nachlässe oder der jeweils maßgeblichen Experten sind nur dann Vertragsgegenstand, wenn sie im Katalogtext ausdrücklich erwähnt werden. Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Die Objekte sind gebraucht. Alle Objekte werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden.

4.    Ansprüche wegen Gewährleistung sind ausgeschlossen. Lempertz verpflichtet sich jedoch bei Abweichungen von den Katalogangaben, welche den Wert oder die Tauglichkeit aufheben oder nicht unerheblich mindern, und welche innerhalb eines Jahres nach Übergabe in begründeter Weise vorgetragen werden, seine Rechte gegen­ über dem Einlieferer gerichtlich geltend zu machen. Maßgeblich ist der Katalogtext in deutscher Sprache. Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet Lempertz dem Erwerber ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet sich Lempertz für die Dauer von drei Jahren bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der Kommission, wenn das Objekt in unverändertem Zu­ stand zurückgegeben wird.

5.    Ansprüche auf Schadensersatz aufgrund eines Mangels, eines Verlustes oder einer Beschädigung des versteigerten Objektes, gleich aus welchem Rechtsgrund, oder wegen Abweichungen von Katalogangaben oder anderweitig erteilten Auskünften und wegen Verletzung von Sorgfaltspflichten nach §§ 41 ff. KGSG sind ausgeschlossen, sofern Lempertz nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Im Übrigen gilt Ziffer 4.

6.    Abgabe von Geboten. Lempertz behält sich die Zulassung zur Auktion vor und kann diese insbesondere von der erfolgreichen Identifizierung im Sinne von § 1 Abs. 3 des GWG abhängig machen. Gebote in Anwesenheit: Der Bieter erhält gegen Vorlage seines Lichtbildausweises eine Bieternummer. Ist der Bieter Lempertz nicht bekannt, hat die Anmeldung 24 Stunden vor Beginn der Auktion schriftlich und unter Vorlage einer aktuellen Bankreferenz zu erfolgen. Gebote in Abwesenheit: Gebote können auch schriftlich, telefonisch oder über das Internet abgegeben wer­ den. Aufträge für Gebote in Abwesenheit müssen Lempertz zur ordnungsgemäßen Bearbeitung 24 Stunden vor der Auktion vorliegen. Das Objekt ist in dem Auftrag mit seiner Losnummer und der Objektbezeichnung zu benennen. Bei Unklarheiten gilt die angegebene Losnummer. Der Auftrag ist vom Aufraggeber zu unterzeichnen. Die Bestimmungen über Widerrufs­ und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312b­d BGB) finden keine Anwendung. Telefongebote: Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Verbindung kann nicht eingestanden werden. Mit Abgabe des Auftrages erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass der Bietvorgang aufgezeichnet werden kann. Gebote über das Internet: Sie werden von Lempertz nur angenommen, wenn der Bieter sich zuvor über das Internetportal registriert hat. Die Gebote werden von Lempertz wie schriftlich abgegebene Gebote behandelt.

7.    Durchführung der Auktion: Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten oder verweigern, wenn ein besonderer Grund vorliegt, insbesondere wenn der Bieter nicht im Sinne von § 1 Abs. 3 GWG erfolgreich identifiziert werden kann. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den erteilten Zuschlag zurücknehmen und die Sache erneut aus­ bieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen und dies vom Bieter sofort beanstandet worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Schriftliche Gebote werden von Lempertz nur in dem Umfang ausgeschöpft, der erforderlich ist, um ein anderes Gebot zu überbieten. Der Versteigerer kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limit bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt worden ist, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung unter https://www.lempertz.com/de/datenschutzerklaerung.html

8.    Mit Zuschlag kommt der Vertrag zwischen Versteigerer und Bieter zustande   (§ 156 S. 1 BGB). Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Sofern ein Zuschlag unter Vorbehalt erteilt wurde, ist der Bieter an sein Gebot bis vier Wochen nach der Auktion gebunden, wenn er nicht unverzüglich nach Erteilung des Zuschlages von dem Vorbehaltszuschlag zurücktritt. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar auf den Bieter/Ersteigerer über, das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

9.    Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von 25 % zuzüglich gesetzliche Umsatzsteuer nur auf das Aufgeld erhoben, auf den über € 400.000 hinausgehenden Betrag reduziert sich das Aufgeld auf 20 % (Differenzbesteuerung).

Bei differenzbesteuerten Objekten, die mit N gekennzeichnet sind, wird zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 7 % berechnet.

Für Katalogpositionen, die mit R gekennzeichnet sind, wird die gesetzliche Umsatzsteuer auf den Zuschlagspreis + Aufgeld berechnet (Regelbesteuerung).

Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und – bei Angabe der Umsatzsteuer­Identifikationsnummer – auch  an Unternehmen in EU­Mitgliedsstaaten. Für Originalkunstwerke, deren Urheber noch leben oder vor weniger als 70 Jahren (§ 64 UrhG) verstorben sind, wird zur Abgeltung des gemäß § 26 UrhG zu entrichtenden Folgerechts eine Gebühr in Höhe von 1,8 % auf den Hammerpreis erhoben. Die Gebühr beträgt maximal € 12.500. Bei Zahlungen über einem Betrag von EUR 10.000,00 ist Lempertz gemäß §3 des GWG verpflichtet, die Kopie eines Lichtbildausweises des Käufers zu erstellen. Dies gilt auch, wenn eine Zahlung für mehrere Rechnungen die Höhe von EUR 10.000,00 überschreitet. Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte Objekte selber in Drittländer mit, wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald Lempertz Ausfuhr­ und Abnehmernachweis vorliegen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung; Irrtum vorbehalten.

10.    Ersteigerer haben den Endpreis (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld + gesetzliche MwSt.) im unmittelbaren Anschluss an die Auktion an Lempertz zu zahlen. Zahlungen sind  in Euro zu tätigen. Der Antrag auf Umschreibung einer Rechnung auf einen anderen Kunden als den Bieter muss unmittelbar im Anschluss an die Auktion abgegeben werden. Lempertz behält sich die Durchführung der Umschreibung vor. Die Umschreibung erfolgt unter Vorbehalt der erfolgreichen Identifizierung (§ 1 Abs. 3 GWG) des Bieters und derjenigen Person, auf die die Umschreibung der Rechnung erfolgt. Rechnungen werden nur an diejenigen Personen ausgestellt, die die Rechnung tatsächlich begleichen.

11.    Bei Zahlungsverzug werden 1 % Zinsen auf den Bruttopreis pro Monat berechnet. Lempertz kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder nach Fristsetzung Schadenersatz statt der Leistung verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Ersteigerer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

12.    Die Ersteigerer sind verpflichtet, ihre Erwerbung sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Lempertz haftet für versteigerte Objekte nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Ersteigerte Objekte werden erst nach vollständigem Zahlungseingang ausgeliefert. Eine Versendung erfolgt ausnahmslos auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers. Lempertz ist berechtigt, nicht abgeholte Objekte vier Wochen nach der Auktion im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einem Spediteur ein­ lagern und versichern zu lassen. Bei einer Selbsteinlagerung durch Lempertz werden 1 % p.a. des Zuschlagspreises für Versicherungs­ und Lagerkosten berechnet.

13.    Erfüllungsort und Gerichtsstand, sofern er vereinbart werden kann, ist Köln. Es gilt deutsches Recht; Das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt. Das UN­Übereinkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Es wird auf die Datenschutzerklärung auf unserer Webpräsenz hingewiesen.

 

Henrik Hanstein,

öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator

 

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