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Michael Sweerts<BR>Ein junger Künstler zeichnet Bettler in einer Landschaft

In Gemälde und Zeichnungen 15.-19. Jh. und Skulpt...

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Michael Sweerts<BR>Ein junger Künstler zeichnet Bettler in einer Landschaft
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Köln
Öl auf Leinwand (doubliert). 76 x 60 cm.

Provenienz
Wohl W. Spieringh, Delft (gest. 25. Januar 1689). In seinem Inventar ist ein Bild gelistet: „een bedelaarsgezelschapje off een grotje – van Cavallier Swarts“. - H. van Slochem, Antwerpen. - Dr. C.A. van Hees, Reeuwijk, 1958. - Mak van Waay, Amsterdam 31.05.1960, Lot 20. - Gebr. Douwes, Amsterdam, 1960. - Sotheby's, London 27.03.1963, Lot 62. – Sammlung Melmeluzzi, Rom. – Italienischer Privatbesitz.

Ausstellungen
Leiden, De Lakenhal, Kunstbezit van Oud-Alumni der Leidse Universiteit, 1950, Nr. 49. - Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen, Michael Sweerts en tijdgenoten, 1958, Nr. 1. - Rom, Palazzo Venezia, Michael Sweerts e i Bamboccianti, 1958, Nr.1. - Köln, Wallraf-Richartz-Museum (28. August – 17. November 1991), Utrecht, Centraal Museum (6. Dezember 1991 – 9. Februar 1992), I Bamboccianti, Nr. 33.5.

Literatur
W. Martin: Michael Sweerts als schilder. Proeve van een biographie en een catalogues van zijn schilderijen', in: Oud Holland, vol. 25, 1907, S. 154, Nr. 35. - W. Martin: Nog een Sweerts, in: Oud Holland, vol. 34, 1916, S. 181-2. - J. Meder: Die Handzeichnungen, 1919, S. 277. - E. Trautscholdt, in: U. Thieme & F. Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, vol. XXXII, Leipzig 1938, S. 349. - R. Kultzen: Michael Sweerts (1624-1664), Diss., Hamburg 1954, S. 29, 238, Nr. 2. - R. Kultzen, in: J.C. Ebbinge Wubben, Michael Sweerts en tijdgenoten, Ausstellungskatalog Rotterdam 1958, S. 35, Nr. 1, Abb. 1. - R. Kultzen, in: Pantheon, vol. XXXVIII, 1980, S. 64 ff, Abb. 2. - T. J. Kren: Johannes Lingelbach in Rome, in: The J. Paul Getty Museum Journal, 10, 1982, S. 52, Abb.15. - L. Laureati, in: G. Briganti, L. Trezzani, L. Laureati: The Bamboccianti (English ed.), Rom 1983, S. 302, Abb. 13.2. - R. Kultzen, in: D. A. Levine u. E. Mai: I Bamboccianti, exhibition catalogue, Milan 1991, S. 275, Nr. 33.5, Abb. S. 276. - R. Kultzen: Michael Sweerts, Doornspijk 1996, S. XV , Abb. 2. - P. C. Sutton, in: P. C. Sutton u. G. Jansen: Michael Sweerts (1618-1664), Ausstellungskatalog Zwolle 2002, S. 14, Abb. 7. - L. Yaeger-Crasselt: Michael Sweerts (1618-1664). Shaping the Artist and the Academy in Rome and Brussels, S. 223, Abb. 38.

Die dokumentierten Fakten zur Biographie des Malers Michaels Sweerts sind eher spärlich: 1618 wird er in Brüssel geboren, 1646 taucht sein Name in den Kirchenbüchern der Pfarrei Santa Maria del Popolo in Rom auf. Dort erfährt man, dass er in der „Strada Margutta“ wohne, wo auch andere katholische Künstler aus dem Norden lebten. Sweerts hatte in Rom eine durchaus solide Berühmtheit erlangt und konnte auf einen Kreis prominenter Mäzene zählen, allen voran Fürst Camillo Pamphili sowie die niederländischen Seidenhändler Jean, Josef und Jeronimus Deutz. Dennoch hat er die Stadt zwischen 1652 und 1654 wieder verlassen. 1655 wird er in Brüssel anlässlich einer Taufe erwähnt, und 1659 in den Listen der dortigen Lukas-Akademie. Wir erfahren auch, dass er in Brüssel eine eigene Malschule gründete. Ebenso, dass er sich einer katholischen Missionsorganisation anschließt, Anhänger von Vinzenz von Paul, die sich der Missionierung des Ostens verschrieben hatte. 1661 ist Sweerts einige Monate in Amsterdam, wo er den Bau eines Schiffes beaufsichtigte, mit dem die Missionare ihre Reise in den Fernen Osten antreten sollten. Im Dezember des gleichen Jahres ist er in Marseille, von wo das Schiff kurz darauf nach Palästina ablegt. Auf der Reise über Land in Syrien geht es Sweerts psychisch nicht gut, weshalb er irgendwo zwischen Isfahan und Tabriz in Persien aus der Gesellschaft entlassen wird und er seinen Weg alleine fortsetzt. Er gelangt zu den Jesuiten in Goa, wo er im Alter von 46 Jahre gestorben sein soll.
Als Künstler wird Michael Sweerts mit den sogenannten Bamboccianti in Verbindung gebracht, jenen niederländischen Malern, die in Rom das Genre der südlichen Landleute pflegten. Allerdings darf er wohl kaum als ein "Bambocciante tout-court" bezeichnet werden, denn seine Werke sind durch ihre Intellektualität und ihrer sozialphilosophischen Sensibilität weitaus mehr als reine Genreszenen.
Mit auffallender Beharrlichkeit verfolgte Michael Sweerts seit seiner Ankunft in Rom das Thema „Künstler bei der Arbeit“. Zwischen den Jahren 1646 und 1652 schuf er vier Gemälde von Künstlerateliers und vier weitere, die einen Künstler beim Zeichnen im Freien zeigen. In Rom erkennt der Maler Sweerts dass das Künstlertum, bzw. der Auftrag des Künstlers, über das handwerkliche hinaus auch die intellektuelle Reflexion über das eigene Tun einbezieht.
Das vorliegende Gemälde wurde in diesem Sinne von Laura Laureati als ein emblematisches Beispiel für Sweerts frühe Tätigkeit in Rom beschrieben (op. cit.). Als ebenso bedeutend erkennt es Lara Yaeger-Crasselt in ihrer Studie über die Rolle Michael Sweerts in der künstlerischen Ausbildung in den Niederlanden und Rom zu dieser Zeit (op. cit.).
Das Gesamtwerk dieses Künstlers besteht aus kaum mehr als 50 Bildern. Den Rang unseres Gemäldes innerhalb des Gesamtoeuvres belegen die vielen Publikationen und die zahlreichen Ausstellungen, in denen es beschrieben bzw. gezeigt worden ist.
Oil on canvas (relined). 76 x 60 cm.

Provenance
Presumably W. Spieringh, Delft (died 25th January 1689). His inventory lists: ”een bedelaarsgezelschapje off een grotje – van Cavallier Swarts“. - H. van Slochem, Antwerp. - Dr. C.A. van Hees, Reeuwijk, 1958. - Mak van Waay, Amsterdam 31.05.1960, lot 20. - Gebr. Douwes, Amsterdam, 1960. - Sotheby's, London 27.03.1963, lot 62. – The Melmeluzzi collection, Rome. – Italian private ownership.

Exhibitions
Leiden, De Lakenhal, Kunstbezit van Oud-Alumni der Leidse Universiteit, 1950, no. 49. - Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen, Michael Sweerts en tijdgenoten, 1958, no. 1. - Rome, Palazzo Venezia, Michael Sweerts e i Bamboccianti, 1958, no. 1. Cologne, Wallraf-Richartz-Museum (28th August – 17th November 1991), Utrecht, Centraal Museum (6th December 1991 – 9th February 1992), I Bamboccianti, no. 33.5.

Literature
W. Martin: Michael Sweerts als schilder. Proeve van een biographie en een catalogues van zijn schilderijen', in Oud Holland, vol. 25, 1907, p. 154, no. 35. - W. Martin: Nog een Sweerts, in Oud Holland, vol. 34, 1916, p. 181-2, - J. Meder: Die Handzeichnungen, 1919, p. 277. - E. Trautscholdt, in U. Thieme & F. Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, vol. XXXII, Leipzig 1938, p. 349 - R. Kultzen: Michael Sweerts (1624-1664), Diss., Hamburg 1954, p. 29, 238, no. 2. - R. Kultzen, in J.C. Ebbinge Wubben, Michael Sweerts en tijdgenoten, exhib. cat. Rotterdam 1958, p. 35, 1, illus. 1. - R. Kultzen, in Pantheon, vol. XXXVIII, 1980, p. 64 ff, illus. 2. -T.J. Kren: Johannes Lingelbach in Rome, in The J. Paul Getty Museum Journal, 10, 1982, p. 52, illus. 15. - L. Laureati, in G. Briganti, L. Trezzani, L. Laureati: The Bamboccianti (English ed.), Rome 1983, p. 302, illus. 13.2 - R. Kultzen, in D.A. Levine & E. Mai, I Bamboccianti, exhib. cat., Milan 1991, p. 275, no. 33.5, illus. p. 276. - R. Kultzen: Michael Sweerts, Doornspijk 1996, p. XV , illus. 2. - P. C. Sutton, in P. C. Sutton & G. Jansen: Michael Sweerts (1618-1664), exhib. cat. Zwolle 2002, p. 14, illus. 7. - L.Yaeger-Crasselt: Michael Sweerts (1618 - 1664). Shaping the Artist and the Academy in Rome and Brussels, p. 223, illus. 38.

The documented facts about the biography of the painter Michael Sweerts are rather sparse: Born in Brussels in 1618, in 1646 his name appears in the parish registers of Santa Maria del Popolo in Rome. There we learn that he lived in the "Strada Margutta", where other Catholic artists from the north also lived. Sweerts had achieved quite considerable fame in Rome and could count on a circle of prominent patrons, first and foremost Prince Camillo Pamphili and the Dutch silk merchants Jean, Josef and Jeronimus Deutz. Despite this, he left the city again in the period between 1652 and 1654. In 1655 he is mentioned as having attended a baptism in Brussels, and in 1659 he is included among the artists in the city's Academy of Saint Luke. We also learn that he founded his own painting school in Brussels. Later, he joined a Catholic missionary organization, consisting of followers of Vincent de Paul, which was dedicated to conducting missionary work in the East. In 1661, Sweerts is documented in Amsterdam for a few months, where he supervised the construction of a ship in which the missionaries would set sail on their journey to the Far East. In December of the same year, we find him in Marseilles, from whence the ship left shortly after for Palestine. However, during the journey overland in Syria, Sweerts began to experience psychological issues, so that somewhere between Isfahan and Tabriz in Persia he was dismissed from the society and continued his journey alone. He eventually managed to arrive at the Jesuit sanctuary in Goa, where he is said to have died at the age of 46.
As an artist, Michael Sweerts is associated with the so-called Bamboccianti, a group of Dutch painters in Rome who developed the genre of southern peasant scenes. However, he can hardly be referred to as a "Bambocciante tout-court", as his works display an intellectual and socio-philosophical sensitivity that elevates them from the status of mere genre paintings.
Following his arrival in Rome, Michael Sweerts pursued the subject of "artists at work" with remarkable persistence. Between 1646 and 1652, he created four paintings of artists' studios and four others showing artists drawing outdoors. In Rome, Sweerts recognized that being an artist, or the artist's mission, involved intellectual reflection on one's own actions beyond the craft itself.
In this sense, the present painting has been described by Laura Laureati as an emblematic example of Sweerts's early activity in Rome (op. cit.). Equally significantly, Lara Yaeger-Crasselt recognizes it in her study of Michael Sweert's role in artistic education in the Netherlands and Rome at this time (op. cit.).
This artist's complete works consist of barely more than 50 paintings. The rank of this work within his overall oeuvre is evidenced by the many publications and the numerous exhibitions in which it has been described or shown.
Öl auf Leinwand (doubliert). 76 x 60 cm.

Provenienz
Wohl W. Spieringh, Delft (gest. 25. Januar 1689). In seinem Inventar ist ein Bild gelistet: „een bedelaarsgezelschapje off een grotje – van Cavallier Swarts“. - H. van Slochem, Antwerpen. - Dr. C.A. van Hees, Reeuwijk, 1958. - Mak van Waay, Amsterdam 31.05.1960, Lot 20. - Gebr. Douwes, Amsterdam, 1960. - Sotheby's, London 27.03.1963, Lot 62. – Sammlung Melmeluzzi, Rom. – Italienischer Privatbesitz.

Ausstellungen
Leiden, De Lakenhal, Kunstbezit van Oud-Alumni der Leidse Universiteit, 1950, Nr. 49. - Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen, Michael Sweerts en tijdgenoten, 1958, Nr. 1. - Rom, Palazzo Venezia, Michael Sweerts e i Bamboccianti, 1958, Nr.1. - Köln, Wallraf-Richartz-Museum (28. August – 17. November 1991), Utrecht, Centraal Museum (6. Dezember 1991 – 9. Februar 1992), I Bamboccianti, Nr. 33.5.

Literatur
W. Martin: Michael Sweerts als schilder. Proeve van een biographie en een catalogues van zijn schilderijen', in: Oud Holland, vol. 25, 1907, S. 154, Nr. 35. - W. Martin: Nog een Sweerts, in: Oud Holland, vol. 34, 1916, S. 181-2. - J. Meder: Die Handzeichnungen, 1919, S. 277. - E. Trautscholdt, in: U. Thieme & F. Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, vol. XXXII, Leipzig 1938, S. 349. - R. Kultzen: Michael Sweerts (1624-1664), Diss., Hamburg 1954, S. 29, 238, Nr. 2. - R. Kultzen, in: J.C. Ebbinge Wubben, Michael Sweerts en tijdgenoten, Ausstellungskatalog Rotterdam 1958, S. 35, Nr. 1, Abb. 1. - R. Kultzen, in: Pantheon, vol. XXXVIII, 1980, S. 64 ff, Abb. 2. - T. J. Kren: Johannes Lingelbach in Rome, in: The J. Paul Getty Museum Journal, 10, 1982, S. 52, Abb.15. - L. Laureati, in: G. Briganti, L. Trezzani, L. Laureati: The Bamboccianti (English ed.), Rom 1983, S. 302, Abb. 13.2. - R. Kultzen, in: D. A. Levine u. E. Mai: I Bamboccianti, exhibition catalogue, Milan 1991, S. 275, Nr. 33.5, Abb. S. 276. - R. Kultzen: Michael Sweerts, Doornspijk 1996, S. XV , Abb. 2. - P. C. Sutton, in: P. C. Sutton u. G. Jansen: Michael Sweerts (1618-1664), Ausstellungskatalog Zwolle 2002, S. 14, Abb. 7. - L. Yaeger-Crasselt: Michael Sweerts (1618-1664). Shaping the Artist and the Academy in Rome and Brussels, S. 223, Abb. 38.

Die dokumentierten Fakten zur Biographie des Malers Michaels Sweerts sind eher spärlich: 1618 wird er in Brüssel geboren, 1646 taucht sein Name in den Kirchenbüchern der Pfarrei Santa Maria del Popolo in Rom auf. Dort erfährt man, dass er in der „Strada Margutta“ wohne, wo auch andere katholische Künstler aus dem Norden lebten. Sweerts hatte in Rom eine durchaus solide Berühmtheit erlangt und konnte auf einen Kreis prominenter Mäzene zählen, allen voran Fürst Camillo Pamphili sowie die niederländischen Seidenhändler Jean, Josef und Jeronimus Deutz. Dennoch hat er die Stadt zwischen 1652 und 1654 wieder verlassen. 1655 wird er in Brüssel anlässlich einer Taufe erwähnt, und 1659 in den Listen der dortigen Lukas-Akademie. Wir erfahren auch, dass er in Brüssel eine eigene Malschule gründete. Ebenso, dass er sich einer katholischen Missionsorganisation anschließt, Anhänger von Vinzenz von Paul, die sich der Missionierung des Ostens verschrieben hatte. 1661 ist Sweerts einige Monate in Amsterdam, wo er den Bau eines Schiffes beaufsichtigte, mit dem die Missionare ihre Reise in den Fernen Osten antreten sollten. Im Dezember des gleichen Jahres ist er in Marseille, von wo das Schiff kurz darauf nach Palästina ablegt. Auf der Reise über Land in Syrien geht es Sweerts psychisch nicht gut, weshalb er irgendwo zwischen Isfahan und Tabriz in Persien aus der Gesellschaft entlassen wird und er seinen Weg alleine fortsetzt. Er gelangt zu den Jesuiten in Goa, wo er im Alter von 46 Jahre gestorben sein soll.
Als Künstler wird Michael Sweerts mit den sogenannten Bamboccianti in Verbindung gebracht, jenen niederländischen Malern, die in Rom das Genre der südlichen Landleute pflegten. Allerdings darf er wohl kaum als ein "Bambocciante tout-court" bezeichnet werden, denn seine Werke sind durch ihre Intellektualität und ihrer sozialphilosophischen Sensibilität weitaus mehr als reine Genreszenen.
Mit auffallender Beharrlichkeit verfolgte Michael Sweerts seit seiner Ankunft in Rom das Thema „Künstler bei der Arbeit“. Zwischen den Jahren 1646 und 1652 schuf er vier Gemälde von Künstlerateliers und vier weitere, die einen Künstler beim Zeichnen im Freien zeigen. In Rom erkennt der Maler Sweerts dass das Künstlertum, bzw. der Auftrag des Künstlers, über das handwerkliche hinaus auch die intellektuelle Reflexion über das eigene Tun einbezieht.
Das vorliegende Gemälde wurde in diesem Sinne von Laura Laureati als ein emblematisches Beispiel für Sweerts frühe Tätigkeit in Rom beschrieben (op. cit.). Als ebenso bedeutend erkennt es Lara Yaeger-Crasselt in ihrer Studie über die Rolle Michael Sweerts in der künstlerischen Ausbildung in den Niederlanden und Rom zu dieser Zeit (op. cit.).
Das Gesamtwerk dieses Künstlers besteht aus kaum mehr als 50 Bildern. Den Rang unseres Gemäldes innerhalb des Gesamtoeuvres belegen die vielen Publikationen und die zahlreichen Ausstellungen, in denen es beschrieben bzw. gezeigt worden ist.
Oil on canvas (relined). 76 x 60 cm.

Provenance
Presumably W. Spieringh, Delft (died 25th January 1689). His inventory lists: ”een bedelaarsgezelschapje off een grotje – van Cavallier Swarts“. - H. van Slochem, Antwerp. - Dr. C.A. van Hees, Reeuwijk, 1958. - Mak van Waay, Amsterdam 31.05.1960, lot 20. - Gebr. Douwes, Amsterdam, 1960. - Sotheby's, London 27.03.1963, lot 62. – The Melmeluzzi collection, Rome. – Italian private ownership.

Exhibitions
Leiden, De Lakenhal, Kunstbezit van Oud-Alumni der Leidse Universiteit, 1950, no. 49. - Rotterdam, Museum Boymans-van Beuningen, Michael Sweerts en tijdgenoten, 1958, no. 1. - Rome, Palazzo Venezia, Michael Sweerts e i Bamboccianti, 1958, no. 1. Cologne, Wallraf-Richartz-Museum (28th August – 17th November 1991), Utrecht, Centraal Museum (6th December 1991 – 9th February 1992), I Bamboccianti, no. 33.5.

Literature
W. Martin: Michael Sweerts als schilder. Proeve van een biographie en een catalogues van zijn schilderijen', in Oud Holland, vol. 25, 1907, p. 154, no. 35. - W. Martin: Nog een Sweerts, in Oud Holland, vol. 34, 1916, p. 181-2, - J. Meder: Die Handzeichnungen, 1919, p. 277. - E. Trautscholdt, in U. Thieme & F. Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, vol. XXXII, Leipzig 1938, p. 349 - R. Kultzen: Michael Sweerts (1624-1664), Diss., Hamburg 1954, p. 29, 238, no. 2. - R. Kultzen, in J.C. Ebbinge Wubben, Michael Sweerts en tijdgenoten, exhib. cat. Rotterdam 1958, p. 35, 1, illus. 1. - R. Kultzen, in Pantheon, vol. XXXVIII, 1980, p. 64 ff, illus. 2. -T.J. Kren: Johannes Lingelbach in Rome, in The J. Paul Getty Museum Journal, 10, 1982, p. 52, illus. 15. - L. Laureati, in G. Briganti, L. Trezzani, L. Laureati: The Bamboccianti (English ed.), Rome 1983, p. 302, illus. 13.2 - R. Kultzen, in D.A. Levine & E. Mai, I Bamboccianti, exhib. cat., Milan 1991, p. 275, no. 33.5, illus. p. 276. - R. Kultzen: Michael Sweerts, Doornspijk 1996, p. XV , illus. 2. - P. C. Sutton, in P. C. Sutton & G. Jansen: Michael Sweerts (1618-1664), exhib. cat. Zwolle 2002, p. 14, illus. 7. - L.Yaeger-Crasselt: Michael Sweerts (1618 - 1664). Shaping the Artist and the Academy in Rome and Brussels, p. 223, illus. 38.

The documented facts about the biography of the painter Michael Sweerts are rather sparse: Born in Brussels in 1618, in 1646 his name appears in the parish registers of Santa Maria del Popolo in Rome. There we learn that he lived in the "Strada Margutta", where other Catholic artists from the north also lived. Sweerts had achieved quite considerable fame in Rome and could count on a circle of prominent patrons, first and foremost Prince Camillo Pamphili and the Dutch silk merchants Jean, Josef and Jeronimus Deutz. Despite this, he left the city again in the period between 1652 and 1654. In 1655 he is mentioned as having attended a baptism in Brussels, and in 1659 he is included among the artists in the city's Academy of Saint Luke. We also learn that he founded his own painting school in Brussels. Later, he joined a Catholic missionary organization, consisting of followers of Vincent de Paul, which was dedicated to conducting missionary work in the East. In 1661, Sweerts is documented in Amsterdam for a few months, where he supervised the construction of a ship in which the missionaries would set sail on their journey to the Far East. In December of the same year, we find him in Marseilles, from whence the ship left shortly after for Palestine. However, during the journey overland in Syria, Sweerts began to experience psychological issues, so that somewhere between Isfahan and Tabriz in Persia he was dismissed from the society and continued his journey alone. He eventually managed to arrive at the Jesuit sanctuary in Goa, where he is said to have died at the age of 46.
As an artist, Michael Sweerts is associated with the so-called Bamboccianti, a group of Dutch painters in Rome who developed the genre of southern peasant scenes. However, he can hardly be referred to as a "Bambocciante tout-court", as his works display an intellectual and socio-philosophical sensitivity that elevates them from the status of mere genre paintings.
Following his arrival in Rome, Michael Sweerts pursued the subject of "artists at work" with remarkable persistence. Between 1646 and 1652, he created four paintings of artists' studios and four others showing artists drawing outdoors. In Rome, Sweerts recognized that being an artist, or the artist's mission, involved intellectual reflection on one's own actions beyond the craft itself.
In this sense, the present painting has been described by Laura Laureati as an emblematic example of Sweerts's early activity in Rome (op. cit.). Equally significantly, Lara Yaeger-Crasselt recognizes it in her study of Michael Sweert's role in artistic education in the Netherlands and Rome at this time (op. cit.).
This artist's complete works consist of barely more than 50 paintings. The rank of this work within his overall oeuvre is evidenced by the many publications and the numerous exhibitions in which it has been described or shown.

Gemälde und Zeichnungen 15.-19. Jh. und Skulpturen

Auktionsdatum
Lose: 260
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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€ 400,000 (margin scheme).

On lots which are characterized by N, an additional 7 % for import tax will be charged.

On lots which are characterized by an R, the buyer shall pay the statutory VAT on the hammer price and the buyer’s premium (regular scheme).

Exports to third (i.e. non­EU) countries will be exempt from VAT, and so will be exports made by companies from other EU member states if they state their VAT identification number. For original works of art, whose authors are either still alive or deceased for less than 70 years (§ 64 UrhG), a charge of 1.8 % on the hammer price will be levied for the droit de suite. The maximum charge is € 12,500. For payments which amount to EUR 10,000.00 or more, Lempertz is obliged to make a copy of the photo ID of the buyer according to §3 of the German Money Laundry Act (GWG). This  applies  also  to  cases  in  which  payments  of  EUR  10,000.00 or more are being made for more than one invoice. If a buyer exports an object to  a third country personally, the VAT will be refunded, as soon as Lempertz receives the export and import papers. All invoices issued on the day of auction or soon after remain under provision.

10.    Successful bidders shall forthwith upon the purchase pay to Lempertz the final price (hammer price plus premium and VAT) in Euro. Bank transfers are to be exclusively in Euros. The request for an alteration of an auction invoice to a person other than the bidder has to be made immediately after the auction. Lempertz however reserves the right to refuse such a request if it is deemed appropriate. The transfer is subject to successful identification (§ 1 para. 3 GWG) of the bidder and of the person to whom the invoice is transferred. Invoices will only be issued to those persons actually responsible for settling the invoices.

11.    In the case of payment default, Lempertz will charge 1% interest on the outstanding amount of the gross price per month.. If the buyer defaults in payment, Lempertz may at its discretion insist on performance of the purchase contract or, after allowing a period of grace, claim damages instead of performance. In the latter case, Lempertz may determine the amount of the damages by putting the lot or lots up for auction again, in which case the defaulting buyer will bear the amount of any reduction in the proceeds compared with the earlier auction, plus the cost of resale, including the premium.

12.    Buyers must take charge of their purchases immediately after the auction. Once a lot has been sold, the auctioneer is liable only for wilful intent or gross negligence. Lots will not, however, be surrendered to buyers until full payment has been received. Without exception, shipment will be at the expense and risk of the buyer. Purchases which are not collected within four weeks after the auction may be stored and insured by Lempertz on behalf of the buyer and at its expense in the premises of a freight agent. If Lempertz stores such items itself, it will charge 1 % of the hammer price for insurance and storage costs.

13.    As far as this can be agreed, the place of performance and jurisdiction is Cologne. German law applies; the German law for the protection of cultural goods applies; the provisions of the United Nations Convention on Contracts for the International Sale of Goods (CISG) are not applicable. Should any provision herein be wholly or partially ineffective, this will not affect the validity of the remaining provisions. Regarding the treatment of personal data, we would like to point out the data protection notice on our website.

 

Henrik  Hanstein,

sworn public auctioneer

 

 

 

Versteigerungsbedingungen

 

1.    Die Kunsthaus Lempertz KG (im Nachfolgenden Lempertz) versteigert öffentlich im Sinne des § 383 Abs. 3 Satz 1 HGB als Kommissionär für Rechnung der Einlieferer, die unbenannt bleiben. Im Verhältnis zu Abfassungen der Versteigerungsbedingungen in anderen Sprachen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

2.    Lempertz behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3.    Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Objekte können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Katalogangaben und entsprechende Angaben der Internetpräsentation, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden, werden nicht Bestandteil der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit. Sie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Katalogbearbeitung herrschenden Stand der Wissenschaft. Sie sind keine Garantien im Rechtssinne und dienen aus­ schließlich der Information. Gleiches gilt für Zustandsberichte und andere Auskünfte in mündlicher oder schriftlicher Form. Zertifikate oder Bestätigungen der Künstler, ihrer Nachlässe oder der jeweils maßgeblichen Experten sind nur dann Vertragsgegenstand, wenn sie im Katalogtext ausdrücklich erwähnt werden. Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Die Objekte sind gebraucht. Alle Objekte werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden.

4.    Ansprüche wegen Gewährleistung sind ausgeschlossen. Lempertz verpflichtet sich jedoch bei Abweichungen von den Katalogangaben, welche den Wert oder die Tauglichkeit aufheben oder nicht unerheblich mindern, und welche innerhalb eines Jahres nach Übergabe in begründeter Weise vorgetragen werden, seine Rechte gegen­ über dem Einlieferer gerichtlich geltend zu machen. Maßgeblich ist der Katalogtext in deutscher Sprache. Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet Lempertz dem Erwerber ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet sich Lempertz für die Dauer von drei Jahren bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der Kommission, wenn das Objekt in unverändertem Zu­ stand zurückgegeben wird.

5.    Ansprüche auf Schadensersatz aufgrund eines Mangels, eines Verlustes oder einer Beschädigung des versteigerten Objektes, gleich aus welchem Rechtsgrund, oder wegen Abweichungen von Katalogangaben oder anderweitig erteilten Auskünften und wegen Verletzung von Sorgfaltspflichten nach §§ 41 ff. KGSG sind ausgeschlossen, sofern Lempertz nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Im Übrigen gilt Ziffer 4.

6.    Abgabe von Geboten. Lempertz behält sich die Zulassung zur Auktion vor und kann diese insbesondere von der erfolgreichen Identifizierung im Sinne von § 1 Abs. 3 des GWG abhängig machen. Gebote in Anwesenheit: Der Bieter erhält gegen Vorlage seines Lichtbildausweises eine Bieternummer. Ist der Bieter Lempertz nicht bekannt, hat die Anmeldung 24 Stunden vor Beginn der Auktion schriftlich und unter Vorlage einer aktuellen Bankreferenz zu erfolgen. Gebote in Abwesenheit: Gebote können auch schriftlich, telefonisch oder über das Internet abgegeben wer­ den. Aufträge für Gebote in Abwesenheit müssen Lempertz zur ordnungsgemäßen Bearbeitung 24 Stunden vor der Auktion vorliegen. Das Objekt ist in dem Auftrag mit seiner Losnummer und der Objektbezeichnung zu benennen. Bei Unklarheiten gilt die angegebene Losnummer. Der Auftrag ist vom Aufraggeber zu unterzeichnen. Die Bestimmungen über Widerrufs­ und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312b­d BGB) finden keine Anwendung. Telefongebote: Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Verbindung kann nicht eingestanden werden. Mit Abgabe des Auftrages erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass der Bietvorgang aufgezeichnet werden kann. Gebote über das Internet: Sie werden von Lempertz nur angenommen, wenn der Bieter sich zuvor über das Internetportal registriert hat. Die Gebote werden von Lempertz wie schriftlich abgegebene Gebote behandelt.

7.    Durchführung der Auktion: Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten oder verweigern, wenn ein besonderer Grund vorliegt, insbesondere wenn der Bieter nicht im Sinne von § 1 Abs. 3 GWG erfolgreich identifiziert werden kann. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den erteilten Zuschlag zurücknehmen und die Sache erneut aus­ bieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen und dies vom Bieter sofort beanstandet worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Schriftliche Gebote werden von Lempertz nur in dem Umfang ausgeschöpft, der erforderlich ist, um ein anderes Gebot zu überbieten. Der Versteigerer kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limit bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt worden ist, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung unter https://www.lempertz.com/de/datenschutzerklaerung.html

8.    Mit Zuschlag kommt der Vertrag zwischen Versteigerer und Bieter zustande   (§ 156 S. 1 BGB). Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Sofern ein Zuschlag unter Vorbehalt erteilt wurde, ist der Bieter an sein Gebot bis vier Wochen nach der Auktion gebunden, wenn er nicht unverzüglich nach Erteilung des Zuschlages von dem Vorbehaltszuschlag zurücktritt. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar auf den Bieter/Ersteigerer über, das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

9.    Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von 25 % zuzüglich gesetzliche Umsatzsteuer nur auf das Aufgeld erhoben, auf den über € 400.000 hinausgehenden Betrag reduziert sich das Aufgeld auf 20 % (Differenzbesteuerung).

Bei differenzbesteuerten Objekten, die mit N gekennzeichnet sind, wird zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 7 % berechnet.

Für Katalogpositionen, die mit R gekennzeichnet sind, wird die gesetzliche Umsatzsteuer auf den Zuschlagspreis + Aufgeld berechnet (Regelbesteuerung).

Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und – bei Angabe der Umsatzsteuer­Identifikationsnummer – auch  an Unternehmen in EU­Mitgliedsstaaten. Für Originalkunstwerke, deren Urheber noch leben oder vor weniger als 70 Jahren (§ 64 UrhG) verstorben sind, wird zur Abgeltung des gemäß § 26 UrhG zu entrichtenden Folgerechts eine Gebühr in Höhe von 1,8 % auf den Hammerpreis erhoben. Die Gebühr beträgt maximal € 12.500. Bei Zahlungen über einem Betrag von EUR 10.000,00 ist Lempertz gemäß §3 des GWG verpflichtet, die Kopie eines Lichtbildausweises des Käufers zu erstellen. Dies gilt auch, wenn eine Zahlung für mehrere Rechnungen die Höhe von EUR 10.000,00 überschreitet. Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte Objekte selber in Drittländer mit, wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald Lempertz Ausfuhr­ und Abnehmernachweis vorliegen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung; Irrtum vorbehalten.

10.    Ersteigerer haben den Endpreis (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld + gesetzliche MwSt.) im unmittelbaren Anschluss an die Auktion an Lempertz zu zahlen. Zahlungen sind  in Euro zu tätigen. Der Antrag auf Umschreibung einer Rechnung auf einen anderen Kunden als den Bieter muss unmittelbar im Anschluss an die Auktion abgegeben werden. Lempertz behält sich die Durchführung der Umschreibung vor. Die Umschreibung erfolgt unter Vorbehalt der erfolgreichen Identifizierung (§ 1 Abs. 3 GWG) des Bieters und derjenigen Person, auf die die Umschreibung der Rechnung erfolgt. Rechnungen werden nur an diejenigen Personen ausgestellt, die die Rechnung tatsächlich begleichen.

11.    Bei Zahlungsverzug werden 1 % Zinsen auf den Bruttopreis pro Monat berechnet. Lempertz kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder nach Fristsetzung Schadenersatz statt der Leistung verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Ersteigerer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

12.    Die Ersteigerer sind verpflichtet, ihre Erwerbung sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Lempertz haftet für versteigerte Objekte nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Ersteigerte Objekte werden erst nach vollständigem Zahlungseingang ausgeliefert. Eine Versendung erfolgt ausnahmslos auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers. Lempertz ist berechtigt, nicht abgeholte Objekte vier Wochen nach der Auktion im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einem Spediteur ein­ lagern und versichern zu lassen. Bei einer Selbsteinlagerung durch Lempertz werden 1 % p.a. des Zuschlagspreises für Versicherungs­ und Lagerkosten berechnet.

13.    Erfüllungsort und Gerichtsstand, sofern er vereinbart werden kann, ist Köln. Es gilt deutsches Recht; Das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt. Das UN­Übereinkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Es wird auf die Datenschutzerklärung auf unserer Webpräsenz hingewiesen.

 

Henrik Hanstein,

öffentlich bestellter und vereidigter Auktionator

 

Vollständige AGBs