Los

2003A

Tommaso di Credi, Madonna mit Christuskind und dem Johannesknaben

In Alte Kunst und 19. Jahrhundert I + II

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Tommaso di Credi, Madonna mit Christuskind und dem Johannesknaben
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Köln
Tommaso di Credi, Madonna mit Christuskind und dem Johannesknaben
Öl auf Holz. Durchmesser 86 cm.

Provenienz
Seit dem 19. Jahrhundert in süddeutscher Privatsammlung.

Ausstellungen
Von Oktober 2013 bis November 2019 als Dauerleihgabe im Diözesanmuseum Hofburg in Brixen.

Das hier angebotene Rundbild zeigt die am Boden sitzende Muttergottes, die ihr Kind im Schoß hält, das sich seinerseits zum Täuferknaben hinwendet. Das Geschehen spielt in einer Loggia , die einen Ausblick in eine der Stadt Florenz angenäherten Vedute gewährt, wo im Mittelgrund als Anspielung auf die Vergänglichkeit der alten Zeit auf den Anbruch der neutestamentarischen Neuzeit verwiesen wird. In Anspielung an den im Evangelium erwähnten Baum, der, wie Johannes der Täufer in der Predigt erwähnt (Matth.7,19), zu fällen sei, sofern er keine Früchte trage, ist der vorderste Baum der Baumkolonnade abgehauen. Solche allusiven Inhalte sind typische Elemente dieser Gemälde zur Privatandacht.
Das vorliegende Werk ist ein charakteristisches Bild der florentinischen Renaissance, insbesondere jener Maler, die aus der Werkstatt Verocchios hervorgegangen sind. Zu diesen gehörte auch Lorenzo di Credi, dessen Stil sich das hier in Rede stehende Bild annähert. Seine zentrale Figurenkonfiguration präsentiert sich als Variante jenes des „Tommaso“ (Tommaso di Credi) zugeschriebenen Rundbildes im Rijksmuseum in Amsterdam. Der unter dem Notnamen „Tommaso“ figurierende, biographisch bis heute nicht sicher erfasste florentinische Renaissance Maler aus der Werkstatt des Lorenzo di Credi wird wegen dieser künstlerischen Verbindung auch apokryph „Tommaso di Credi“ benannt. Ebenfalls unter dem Namen „Master of the Sacra Conversazione of Santo Spirito“ geführt, war er ein Schüler und später Werkstattpartner von Lorenzo di Credi (1459-1537). Seine Schaffenszeit umfasst das späte 15. Jahrhundert sowie die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts.
Der in Florenz wirkende Maler spezialisierte sich auf die Produktion von Tondi und anderer Gemälde zur Privatandacht, die meist Darstellungen von Maria mit dem Kind und dem Heiligen Johannes in einer Landschaft beinhalteten, wofür das hier angebotene qualitätsvolle Gemälde beispielhaft steht. Ab dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts übertrug Lorenzo di Credi die Arbeit in seiner Werkstatt zunehmend seinen Schülern und Mitarbeitern, wobei „Tommaso“ auf die Ausführung von Gemälden kleineren Formats für private Auftraggeber spezialisiert war.

Der Ideenschatz war vorwiegend von Leonardo da Vincis Bildideen genährt, was auch für das vorliegende Gemälde gilt. Die segnende Hinwendung des Kindes zum Täuferknaben präsentiert sich als Derivat von Leonardo-Zeichnungen und dürfte auch von dessen Entwurf der Anna Selbdritt in der Londoner National Gallery berührt sein, aber auch - mit Bezug auf das Kind - von der Madonna mit der Spindel. Die Gruppe der Maria mit dem Kind im Beisein von Johannes dem Täufer unserer Tafel verweist auf die Vorgaben Lorenzo di Credis, wie etwa dessen Tondo in der Galleria Borghese in Rom, die dessen Werkstattpartner, der hier in Rede stehende „Tommaso“, später auch in weiteren Varianten, insbesondere zwei jüngst im Kunsthandel wieder entdeckten Rundbildern interpretiert hat. Das uns vorliegende Tondo entstand in der Zeit um 1500 bis 1510.
Wir danken Prof. Dr. Gaudenz Freuler für die Bestätigung der Authentizität anhand hochauflösender Fotografien sowie für seine maßgebliche Hilfe bei der Katalogisierung dieses Gemäldes.
Tommaso di Credi, The Virgin and Child with Saint John the Baptist
Oil on panel. Diameter 86 cm..

Provenance
In a South German private collection since the 19th century.

Exhibitions
On permanent loan to the Diözesanmuseum Hofburg in Brixen from October 2013 to November 2019.

This tondo depicts the Virgin seated on the ground, holding the Child in Her lap as He turns towards the infant John the Baptist. The scene is set in a loggia with a view of a city similar to Florence in the background. In the mid-ground of the work we see an allegorical depiction symbolising the transition from the Old Testmaent era into the beginning of the New Testament age. In an allusion to the sermon of John the Baptist in the gospels (Matt. 7:19) a tree is to be felled if it bears no fruit, in this case the first tree in the row has been cut down. Inferred motifs such as this are characteristic of paintings intended for private devotion in the home.

The present image is a typical example of the works of the Florentine Renaissance, especially of those artists trained in Verocchio's workshop. These included Lorenzo di Credi, whose style bears similarities to that used in the present image. The central group of figures is a variation on a motif found in a tondo attributed to “Tommaso” (Tommaso di Credi) in the Rijksmuseum in Amsterdam. The as yet not biographically documented artist with the notname “Tommaso” was a Florentine painter from the studio of Lorenzo di Credi. Owing to this connection, he is sometimes also referred to as “Tommaso di Credi”, and occasionally known as the “Master of the Sacra Conversazione of Santo Spirito”. This artist is known to have been a pupil and workshop partner of Lorenzo di Credi (1459-1537) and was active throughout the entire late 15th century and into the initial decades of the 16th century.

“Tommaso” was active in Florence and specialised in the production of tondi and other works for private devotion. Depictions of the Virgin and Child with Saint John in a landscape appear frequently within his œuvre, and the present work is a very fine example of this motif. In the second decade of the 16th century, Lorenzo di Credi increasingly began delegating the work in his studio to his pupils and partners, with “Tommaso” specialising in the creation of small-format works for private patrons.

The motifs used in these works were primarily based on compositions by Leonardo da Vinci, and the present work is no exception. The way in which the Christ Child turns towards John the Baptist in blessing is clearly inspired by the drawings of Leonardo da Vinci and may even be based directly on his study for the Anna Selbdritt group in the National Gallery in London or, with regards to the Child, on his “Madonna of the Yarnwinder”. This group of the Virgin and Child together with John the Baptist can also be found in works by Lorenzo di Credi, such as his tondo in the Galleria Borghese in Rome, which his workshop partner “Tommaso” later painted several variations of. Especially notable are two tondi that were recently rediscovered on the art market. The present work was painted in around 1500 to 1510.

We would like to thank Professor Dr Gaudenz Freuler for confirming the authenticity of this work upon examination of high-resolution photographs and for his kind support in cataloguing this piece.
Tommaso di Credi, Madonna mit Christuskind und dem Johannesknaben
Öl auf Holz. Durchmesser 86 cm.

Provenienz
Seit dem 19. Jahrhundert in süddeutscher Privatsammlung.

Ausstellungen
Von Oktober 2013 bis November 2019 als Dauerleihgabe im Diözesanmuseum Hofburg in Brixen.

Das hier angebotene Rundbild zeigt die am Boden sitzende Muttergottes, die ihr Kind im Schoß hält, das sich seinerseits zum Täuferknaben hinwendet. Das Geschehen spielt in einer Loggia , die einen Ausblick in eine der Stadt Florenz angenäherten Vedute gewährt, wo im Mittelgrund als Anspielung auf die Vergänglichkeit der alten Zeit auf den Anbruch der neutestamentarischen Neuzeit verwiesen wird. In Anspielung an den im Evangelium erwähnten Baum, der, wie Johannes der Täufer in der Predigt erwähnt (Matth.7,19), zu fällen sei, sofern er keine Früchte trage, ist der vorderste Baum der Baumkolonnade abgehauen. Solche allusiven Inhalte sind typische Elemente dieser Gemälde zur Privatandacht.
Das vorliegende Werk ist ein charakteristisches Bild der florentinischen Renaissance, insbesondere jener Maler, die aus der Werkstatt Verocchios hervorgegangen sind. Zu diesen gehörte auch Lorenzo di Credi, dessen Stil sich das hier in Rede stehende Bild annähert. Seine zentrale Figurenkonfiguration präsentiert sich als Variante jenes des „Tommaso“ (Tommaso di Credi) zugeschriebenen Rundbildes im Rijksmuseum in Amsterdam. Der unter dem Notnamen „Tommaso“ figurierende, biographisch bis heute nicht sicher erfasste florentinische Renaissance Maler aus der Werkstatt des Lorenzo di Credi wird wegen dieser künstlerischen Verbindung auch apokryph „Tommaso di Credi“ benannt. Ebenfalls unter dem Namen „Master of the Sacra Conversazione of Santo Spirito“ geführt, war er ein Schüler und später Werkstattpartner von Lorenzo di Credi (1459-1537). Seine Schaffenszeit umfasst das späte 15. Jahrhundert sowie die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts.
Der in Florenz wirkende Maler spezialisierte sich auf die Produktion von Tondi und anderer Gemälde zur Privatandacht, die meist Darstellungen von Maria mit dem Kind und dem Heiligen Johannes in einer Landschaft beinhalteten, wofür das hier angebotene qualitätsvolle Gemälde beispielhaft steht. Ab dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts übertrug Lorenzo di Credi die Arbeit in seiner Werkstatt zunehmend seinen Schülern und Mitarbeitern, wobei „Tommaso“ auf die Ausführung von Gemälden kleineren Formats für private Auftraggeber spezialisiert war.

Der Ideenschatz war vorwiegend von Leonardo da Vincis Bildideen genährt, was auch für das vorliegende Gemälde gilt. Die segnende Hinwendung des Kindes zum Täuferknaben präsentiert sich als Derivat von Leonardo-Zeichnungen und dürfte auch von dessen Entwurf der Anna Selbdritt in der Londoner National Gallery berührt sein, aber auch - mit Bezug auf das Kind - von der Madonna mit der Spindel. Die Gruppe der Maria mit dem Kind im Beisein von Johannes dem Täufer unserer Tafel verweist auf die Vorgaben Lorenzo di Credis, wie etwa dessen Tondo in der Galleria Borghese in Rom, die dessen Werkstattpartner, der hier in Rede stehende „Tommaso“, später auch in weiteren Varianten, insbesondere zwei jüngst im Kunsthandel wieder entdeckten Rundbildern interpretiert hat. Das uns vorliegende Tondo entstand in der Zeit um 1500 bis 1510.
Wir danken Prof. Dr. Gaudenz Freuler für die Bestätigung der Authentizität anhand hochauflösender Fotografien sowie für seine maßgebliche Hilfe bei der Katalogisierung dieses Gemäldes.
Tommaso di Credi, The Virgin and Child with Saint John the Baptist
Oil on panel. Diameter 86 cm..

Provenance
In a South German private collection since the 19th century.

Exhibitions
On permanent loan to the Diözesanmuseum Hofburg in Brixen from October 2013 to November 2019.

This tondo depicts the Virgin seated on the ground, holding the Child in Her lap as He turns towards the infant John the Baptist. The scene is set in a loggia with a view of a city similar to Florence in the background. In the mid-ground of the work we see an allegorical depiction symbolising the transition from the Old Testmaent era into the beginning of the New Testament age. In an allusion to the sermon of John the Baptist in the gospels (Matt. 7:19) a tree is to be felled if it bears no fruit, in this case the first tree in the row has been cut down. Inferred motifs such as this are characteristic of paintings intended for private devotion in the home.

The present image is a typical example of the works of the Florentine Renaissance, especially of those artists trained in Verocchio's workshop. These included Lorenzo di Credi, whose style bears similarities to that used in the present image. The central group of figures is a variation on a motif found in a tondo attributed to “Tommaso” (Tommaso di Credi) in the Rijksmuseum in Amsterdam. The as yet not biographically documented artist with the notname “Tommaso” was a Florentine painter from the studio of Lorenzo di Credi. Owing to this connection, he is sometimes also referred to as “Tommaso di Credi”, and occasionally known as the “Master of the Sacra Conversazione of Santo Spirito”. This artist is known to have been a pupil and workshop partner of Lorenzo di Credi (1459-1537) and was active throughout the entire late 15th century and into the initial decades of the 16th century.

“Tommaso” was active in Florence and specialised in the production of tondi and other works for private devotion. Depictions of the Virgin and Child with Saint John in a landscape appear frequently within his œuvre, and the present work is a very fine example of this motif. In the second decade of the 16th century, Lorenzo di Credi increasingly began delegating the work in his studio to his pupils and partners, with “Tommaso” specialising in the creation of small-format works for private patrons.

The motifs used in these works were primarily based on compositions by Leonardo da Vinci, and the present work is no exception. The way in which the Christ Child turns towards John the Baptist in blessing is clearly inspired by the drawings of Leonardo da Vinci and may even be based directly on his study for the Anna Selbdritt group in the National Gallery in London or, with regards to the Child, on his “Madonna of the Yarnwinder”. This group of the Virgin and Child together with John the Baptist can also be found in works by Lorenzo di Credi, such as his tondo in the Galleria Borghese in Rome, which his workshop partner “Tommaso” later painted several variations of. Especially notable are two tondi that were recently rediscovered on the art market. The present work was painted in around 1500 to 1510.

We would like to thank Professor Dr Gaudenz Freuler for confirming the authenticity of this work upon examination of high-resolution photographs and for his kind support in cataloguing this piece.

Alte Kunst und 19. Jahrhundert I + II

Auktionsdatum
Lose: 329
Lose: 168
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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1. Die Kunsthaus Lempertz KG (im Nachfolgenden Lempertz) versteigert öffentlich im Sinne des § 383 Abs. 3 Satz 1 HGB als Kommissionär für Rechnung der Einlieferer, die unbenannt bleiben. Im Verhältnis zu Abfassungen der Versteigerungsbedingungen in anderen Sprachen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

2. Lempertz behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Objekte können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Katalogangaben und entsprechende Angaben der Internetpräsentation, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden, werden nicht Bestandteil der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit. Sie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Katalogbearbeitung herrschenden Stand der Wissenschaft. Sie sind keine Garantien im Rechtssinne und dienen ausschließlich der Information. Gleiches gilt für Zustandsberichte und andere Auskünfte in mündlicher oder schriftlicher Form. Zertifikate oder Bestätigungen der Künstler, ihrer Nachlässe oder der jeweils maßgeblichen Experten sind nur dann Vertragsgegenstand, wenn sie im Katalogtext ausdrücklich erwähnt werden. Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Die Objekte sind gebraucht. Alle Objekte werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden.

4. Ansprüche wegen Gewährleistung sind ausgeschlossen. Lempertz verpflichtet sich jedoch bei Abweichungen von den Katalogangaben, welche den Wert oder die Tauglichkeit aufheben oder nicht unerheblich mindern, und welche innerhalb eines Jahres nach Übergabe in begründeter Weise vorgetragen werden, seine Rechte gegenüber dem Einlieferer gerichtlich geltend zu machen. Maßgeblich ist der Katalogtext in deutscher Sprache. Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet Lempertz dem Erwerber ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet sich Lempertz für die Dauer von drei Jahren bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der Kommission, wenn das Objekt in unverändertem Zustand zurückgegeben wird.

5. Ansprüche auf Schadensersatz aufgrund eines Mangels, eines Verlustes oder einer Beschädigung des versteigerten Objektes, gleich aus welchem Rechtsgrund, oder wegen Abweichungen von Katalogangaben oder anderweitig erteilten Auskünften und wegen Verletzung von Sorgfaltspflichten nach §§ 41 ff. KGSG sind ausgeschlossen, sofern Lempertz nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Im Übrigen gilt Ziffer 4.

6. Abgabe von Geboten. Lempertz behält sich die Zulassung zur Auktion vor und kann diese insbesondere von der erfolgreichen Identifizierung im Sinne von § 1 Abs. 3 des GWG abhängig machen. Gebote in Anwesenheit: Der Bieter erhält gegen Vorlage seines Lichtbildausweises eine Bieternummer. Ist der Bieter Lempertz nichtbekannt, hat die Anmeldung 24 Stunden vor Beginn der Auktion schriftlich und unter Vorlage einer aktuellen Bankreferenz zu erfolgen. Gebote in Abwesenheit: Gebote können auch schriftlich, telefonisch oder über das Internet abgegeben werden. Aufträge für Gebote in Abwesenheit müssen Lempertz zur ordnungsgemäßen Bearbeitung 24 Stunden vor der Auktion vorliegen. Das Objekt ist in dem Auftrag mit seiner Losnummer und der Objektbezeichnung zu benennen. Bei Unklarheiten gilt die angegebene Losnummer. Der Auftrag ist vom Aufraggeber zu unterzeichnen. Die Bestimmungen über Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312b-d BGB) finden keine Anwendung. Telefongebote: Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Verbindung kann nicht eingestanden werden. Mit Abgabe des Auftrages erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass der Bietvorgang aufgezeichnet werden kann. Gebote über das Internet: Sie werden von Lempertz nur angenommen, wenn der Bieter sich zuvor über das Internetportal registriert hat. Die Gebote werden von Lempertz wie schriftlich abgegebene Gebote behandelt.

7. Durchführung der Auktion: Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten oder verweigern, wenn ein besonderer Grund vorliegt, insbesondere wenn der Bieter nicht im Sinne von § 1 Abs. 3 GWG erfolgreich identifiziert werden kann. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach drei maligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den erteilten Zuschlag zurücknehmen und die Sache erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen und dies vom Bieter sofort beanstandet worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Schriftliche Gebote werden von Lempertz nur in dem Umfang ausgeschöpft, der erforderlich ist, um ein anderes Gebot zu überbieten. Der Versteigerer kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limit bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt worden ist, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutz erklärung unter www.lempertz.com/de/datenschutzerklaerung.html

8. Mit Zuschlag kommt der Vertrag zwischen Versteigerer und Bieter zustande (§ 156 S. 1 BGB). Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Sofern ein Zuschlag unter Vorbehalt erteilt wurde, ist der Bieter an sein Gebot bis vier Wochen nach der Auktion gebunden, wenn er nicht unverzüglich nach Erteilung des Zuschlages von dem Vorbehaltszuschlag zurücktritt. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar auf den Bieter/Ersteigerer über, das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

9. Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von 25 % zuzüglich 19 % Umsatzsteuer nur auf das Aufgeld erhoben, auf den über € 400.000 hinausgehenden Betrag reduziert sich das Aufgeld auf 20  (Differenzbesteuerung).

Bei differenzbesteuerten Objekten, die mit N gekennzeichnet sind, wird zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 7 % berechnet.

Für Katalogpositionen, die mit R gekennzeichnet sind, wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 19 % auf den Zuschlagspreis + Aufgeld berechnet (Regelbesteuerung).

Wird ein regelbesteuertes Objekt an eine Person aus einem anderen Mitgliedsstaat der EU, die nicht Unternehmer ist, verkauft und geliefert, kommen die umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften des Zielstaates zur Anwendung, § 3c UStG.

Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und – bei Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – auch an Unternehmen in EU-Mitgliedsstaaten. Für Originalkunstwerke, deren Urheber noch leben oder vor weniger als 70 Jahren (§ 64 UrhG) verstorben sind, wird zur Abgeltung des gemäß § 26 UrhG zu entrichtenden Folgerechts eine Gebühr in Höhe von 1,8  auf den Hammerpreis erhoben. Die Gebühr beträgt maximal € 12.500. Bei Zahlungen über einem Betrag von EUR 10.000,00 ist Lempertz gemäß §3 des GWG verpflichtet, die Kopie eines Lichtbildausweises des Käufers zu erstellen. Dies gilt auch, wenn eine Zahlung für mehrere Rechnungen die Höhe von EUR 10.000,00 überschreitet. Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte Objekte selbst in Drittländer mit, wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald Lempertz Ausfuhr- und Abnehmernachweis vorliegen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung; Irrtum vorbehalten. Eine Zahlung mit Kryptowährungen ist möglich.

10. Ersteigerer haben den Endpreis (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld + MwSt.) im unmittelbaren Anschluss an die Auktion an Lempertz zu zahlen. Zahlungen sind in Euro zu tätigen. Der Antrag auf Änderung oder Umschreibung einer Rechnung, z.B. auf einen anderen Kunden als den Bieter, muss unmittelbar im Anschluss an die Auktion abgegeben werden. Lempertz behält sich die Durchführung der Änderung oder Umschreibung vor. Die Umschreibung erfolgt unter Vorbehalt der erfolgreichen Identifizierung (§ 1 Abs. 3 GWG) des Bieters und derjenigen Person, auf die die Umschreibung der Rechnung erfolgt. Rechnungen werden nur an diejenigen Personen ausgestellt, die die Rechnung tatsächlich begleichen.

11. Bei Zahlungsverzug werden 1 % Zinsen auf den Bruttopreis pro Monat berechnet. Lempertz kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder nach Fristsetzung Schadenersatz statt der Leistung verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Ersteigerer für einen Mindererlös gegenüber der voran gegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

12. Die Ersteigerer sind verpflichtet, ihre Erwerbung sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Lempertz haftet für versteigerte Objekte nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Ersteigerte Objekte werden erst nach vollständigem Zahlungseingang ausgeliefert. Eine Versendung erfolgt ausnahmslos auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers. Lempertz ist berechtigt, nicht abgeholte Objekte vier Wochen nach der Auktion im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einem Spediteur einlagern und versichern zu lassen. Bei einer Selbsteinlagerung durch Lempertz werden 1 % p.a. des Zuschlagspreises für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet.

13. Erfüllungsort und Gerichtsstand, sofern er vereinbart werden kann, ist Köln. Es gilt deutsches Recht; Das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt. Das UN-Übereinkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Es wird auf die Datenschutzerklärung auf unserer Webpräsenz hingewiesen.

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