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1560

Utrechter Meister um 1617-1619, Blumenstillleben

In Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen 14. - 19. Jah...

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Utrechter Meister um 1617-1619, Blumenstillleben
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Köln
Utrechter Meister um 1617-1619, Blumenstillleben
Öl auf Kupfer. 66,5 x 46,5 cm.

Provenienz
Landry, Paris. - Kunsthandlung P. de Boer, Amsterdam, 1934. - Privatsammlung, New York. - Seit mehr als vier Jahrzehnten in einer deutschen Privatsammlung.

Ausstellungen
Chefs-d´Œuvre des collections parisiennes, Paris, Musée Carnavalet, 1950, Nr. 3. – Natures mortes de l´antiquité au XVIIIe siècle, St. Étienne, Musée d´art et industrie, 1954, Nr. 2, Abb. VIII.

Literatur
Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty, Painters of Flowers and Fruit, Leigh-on-Sea 1960, S. 98, Abb. 23.

Utrecht, bedeutender Bischofssitz und Stadt des Zusammenschlusses der nördlichen Provinzen, war eines der führenden Kunstzentren der Niederlande, im 17. Jahrhunderts zumal der Blumenmalerei. Diesen Status verdankte die Stadt einer Reihe von herausragenden Künstlern, die zu Beginn des Jahrhunderts dort tätig waren: Ambroisus Bosschaert, der die Gattung prägte und sich 1616 in Utrecht niederließ; Balthasar van der Ast, sein Schwager, der ihm kurze Zeit später folgte, und nicht zuletzt Roelant Savery, der nach seiner prestigeträchtigen Anstellung am kaiserlichen Hof in Prag 1619 in die Stadt übersiedelte. In diesem fruchtbaren künstlerischen Umfeld ist dieses prachtvolle Stillleben entstanden, das zwischen 1617 und 1619 datiert wird. Laurens Bol hat das Gemälde, auf Kupfer gemalt, aufgrund seiner Qualitäten in seine bahnbrechende Monographie über die Bosschaert-Dynastie aufgenommen (Bol, op. cit., S. 98).
Lässt man den Blick vom Römer, in dem das Blumenbouquet steckt, hochwandern, sieht man eine Vielzahl von Blumen in allen erdenklichen Formen, Farben und Mustern: Rosen in Weiß, Rot und Rosa; Narzissen, gelbe Calendula und weiße Kümmelblumen; eine Lichtnelke, eine Anemone, eine feuerrote orientalische Lilie; an der Spitze Hyazinthen, Vergissmeinnicht, Türkenbundlilien und Glockenblumen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Blumen ist genau beobachtet und wiedergegeben. Der hohe, turmartige Aufbau des Straußes, dessen Höhe ein Vielfaches des Römers misst, sowie das gleichzeitige Nebeneinander von Blumen aus verschiedenen Jahreszeiten machen das Stillleben jedoch zu einem idealisierten Abbild der Natur. Die Insekten auf den Blumen und dem Tisch, wie auch die welken Blüten und Blätter gemahnen dabei an die Vergänglichkeit der Schönheit.
Utrecht School circa 1617-1619, Flower Still Life
Oil on copper. 66.5 x 46.5 cm.

Provenance
Landry, Paris. - P. de Boer art dealership, Amsterdam, 1934. - Private collection, New York. - In a German private collection for over four decades.

Exhibitions
Chefs-d´Œuvre des collections parisiennes, Paris, Musée Carnavalet, 1950, no. 3. – Natures mortes de l´antiquité au XVIIIe siècle, St. Étienne, Musée d´art et industire, 1954, no. 2, illus. VIII.

Literature
Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty, Painters of Flowers and Fruit, Leigh-on-Sea 1960, p. 98, illus. 23.

Utrecht, an important episcopal see and city of the union of the Northern Provinces, was one of the leading centres of art in the Netherlands, especially of flower painting in the 17th century. The city owed this status to a number of outstanding artists who were active there at the beginning of the century: Ambroisus Bosschaert, who shaped the genre and settled in Utrecht in 1616; Balthasar van der Ast, his brother-in-law, who followed him a short time later, and last but not least Roelant Savery, who moved to the city in 1619 after his prestigious appointment at the imperial court in Prague. It was in this fertile artistic environment that this magnificent still life, dated between 1617 and 1619, was created. Laurens Bol included the work, painted on copper, for its qualities in his seminal monograph on the Bosschaert dynasty (Bol, op. cit., p. 98).

If one lets one's gaze wander up from the rummer in which the bouquet is placed, one sees a multitude of flowers in every conceivable shape, colour and pattern: roses in white, red and pink; daffodils, yellow calendula and white caraway flowers; a light carnation, an anemone, a fiery red oriental lily; at the top hyacinths, forget-me-nots, Turk's-collar lilies and bellflowers. The different textures of the flowers are precisely observed and rendered. However, the tall, towering structure of the bouquet, which measures many times the height of the rummer, and the simultaneous juxtaposition of flowers from different seasons make the still life an idealised representation of nature. The insects on the flowers and the table, as well as the withered blossoms and leaves, remind us of the transience of beauty.
Utrechter Meister um 1617-1619, Blumenstillleben
Öl auf Kupfer. 66,5 x 46,5 cm.

Provenienz
Landry, Paris. - Kunsthandlung P. de Boer, Amsterdam, 1934. - Privatsammlung, New York. - Seit mehr als vier Jahrzehnten in einer deutschen Privatsammlung.

Ausstellungen
Chefs-d´Œuvre des collections parisiennes, Paris, Musée Carnavalet, 1950, Nr. 3. – Natures mortes de l´antiquité au XVIIIe siècle, St. Étienne, Musée d´art et industrie, 1954, Nr. 2, Abb. VIII.

Literatur
Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty, Painters of Flowers and Fruit, Leigh-on-Sea 1960, S. 98, Abb. 23.

Utrecht, bedeutender Bischofssitz und Stadt des Zusammenschlusses der nördlichen Provinzen, war eines der führenden Kunstzentren der Niederlande, im 17. Jahrhunderts zumal der Blumenmalerei. Diesen Status verdankte die Stadt einer Reihe von herausragenden Künstlern, die zu Beginn des Jahrhunderts dort tätig waren: Ambroisus Bosschaert, der die Gattung prägte und sich 1616 in Utrecht niederließ; Balthasar van der Ast, sein Schwager, der ihm kurze Zeit später folgte, und nicht zuletzt Roelant Savery, der nach seiner prestigeträchtigen Anstellung am kaiserlichen Hof in Prag 1619 in die Stadt übersiedelte. In diesem fruchtbaren künstlerischen Umfeld ist dieses prachtvolle Stillleben entstanden, das zwischen 1617 und 1619 datiert wird. Laurens Bol hat das Gemälde, auf Kupfer gemalt, aufgrund seiner Qualitäten in seine bahnbrechende Monographie über die Bosschaert-Dynastie aufgenommen (Bol, op. cit., S. 98).
Lässt man den Blick vom Römer, in dem das Blumenbouquet steckt, hochwandern, sieht man eine Vielzahl von Blumen in allen erdenklichen Formen, Farben und Mustern: Rosen in Weiß, Rot und Rosa; Narzissen, gelbe Calendula und weiße Kümmelblumen; eine Lichtnelke, eine Anemone, eine feuerrote orientalische Lilie; an der Spitze Hyazinthen, Vergissmeinnicht, Türkenbundlilien und Glockenblumen. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Blumen ist genau beobachtet und wiedergegeben. Der hohe, turmartige Aufbau des Straußes, dessen Höhe ein Vielfaches des Römers misst, sowie das gleichzeitige Nebeneinander von Blumen aus verschiedenen Jahreszeiten machen das Stillleben jedoch zu einem idealisierten Abbild der Natur. Die Insekten auf den Blumen und dem Tisch, wie auch die welken Blüten und Blätter gemahnen dabei an die Vergänglichkeit der Schönheit.
Utrecht School circa 1617-1619, Flower Still Life
Oil on copper. 66.5 x 46.5 cm.

Provenance
Landry, Paris. - P. de Boer art dealership, Amsterdam, 1934. - Private collection, New York. - In a German private collection for over four decades.

Exhibitions
Chefs-d´Œuvre des collections parisiennes, Paris, Musée Carnavalet, 1950, no. 3. – Natures mortes de l´antiquité au XVIIIe siècle, St. Étienne, Musée d´art et industire, 1954, no. 2, illus. VIII.

Literature
Laurens Johannes Bol: The Bosschaert Dynasty, Painters of Flowers and Fruit, Leigh-on-Sea 1960, p. 98, illus. 23.

Utrecht, an important episcopal see and city of the union of the Northern Provinces, was one of the leading centres of art in the Netherlands, especially of flower painting in the 17th century. The city owed this status to a number of outstanding artists who were active there at the beginning of the century: Ambroisus Bosschaert, who shaped the genre and settled in Utrecht in 1616; Balthasar van der Ast, his brother-in-law, who followed him a short time later, and last but not least Roelant Savery, who moved to the city in 1619 after his prestigious appointment at the imperial court in Prague. It was in this fertile artistic environment that this magnificent still life, dated between 1617 and 1619, was created. Laurens Bol included the work, painted on copper, for its qualities in his seminal monograph on the Bosschaert dynasty (Bol, op. cit., p. 98).

If one lets one's gaze wander up from the rummer in which the bouquet is placed, one sees a multitude of flowers in every conceivable shape, colour and pattern: roses in white, red and pink; daffodils, yellow calendula and white caraway flowers; a light carnation, an anemone, a fiery red oriental lily; at the top hyacinths, forget-me-nots, Turk's-collar lilies and bellflowers. The different textures of the flowers are precisely observed and rendered. However, the tall, towering structure of the bouquet, which measures many times the height of the rummer, and the simultaneous juxtaposition of flowers from different seasons make the still life an idealised representation of nature. The insects on the flowers and the table, as well as the withered blossoms and leaves, remind us of the transience of beauty.

Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen 14. - 19. Jahrhundert, Teil I + II

Auktionsdatum
Lose: 417
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

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Wichtige Informationen

Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen 14. - 19. Jahrhundert, Teil I + II

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2. Lempertz behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Objekte können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Katalogangaben und entsprechende Angaben der Internetpräsentation, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden, werden nicht Bestandteil der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit. Sie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Katalogbearbeitung herrschenden Stand der Wissenschaft. Sie sind keine Garantien im Rechtssinne und dienen ausschließlich der Information. Gleiches gilt für Zustandsberichte und andere Auskünfte in mündlicher oder schriftlicher Form. Zertifikate oder Bestätigungen der Künstler, ihrer Nachlässe oder der jeweils maßgeblichen Experten sind nur dann Vertragsgegenstand, wenn sie im Katalogtext ausdrücklich erwähnt werden. Der Erhaltungszustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Die Objekte sind gebraucht. Alle Objekte werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden.

4. Ansprüche wegen Gewährleistung sind ausgeschlossen. Lempertz verpflichtet sich jedoch bei Abweichungen von den Katalogangaben, welche den Wert oder die Tauglichkeit aufheben oder nicht unerheblich mindern, und welche innerhalb eines Jahres nach Übergabe in begründeter Weise vorgetragen werden, seine Rechte gegenüber dem Einlieferer gerichtlich geltend zu machen. Maßgeblich ist der Katalogtext in deutscher Sprache. Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet Lempertz dem Erwerber ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet sich Lempertz für die Dauer von drei Jahren bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der Kommission, wenn das Objekt in unverändertem Zustand zurückgegeben wird.

Die gebrauchten Sachen werden in einer öffentlichen Versteigerung verkauft, an der der Bieter/Käufer persönlich teilnehmen kann. Die Regelungen über den Verbrauchsgüterverkauf finden nach § 474 Abs. 1 Satz 2 BGB keine Anwendung.

5. Ansprüche auf Schadensersatz aufgrund eines Mangels, eines Verlustes oder einer Beschädigung des versteigerten Objektes, gleich aus welchem Rechtsgrund, oder wegen Abweichungen von Katalogangaben oder anderweitig erteilten Auskünften und wegen Verletzung von Sorgfaltspflichten nach §§ 41 ff. KGSG sind ausgeschlossen, sofern Lempertz nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Im Übrigen gilt Ziffer 4.

6. Abgabe von Geboten. Lempertz behält sich die Zulassung zur Auktion vor und kann diese insbesondere von der erfolgreichen Identifizierung im Sinne von § 1 Abs.

3 des GWG abhängig machen. Gebote in Anwesenheit: Der Bieter erhält gegen Vorlage seines Lichtbildausweises eine Bieternummer. Ist der Bieter Lempertz nicht bekannt, hat die Anmeldung 24 Stunden vor Beginn der Auktion schriftlich und unter Vorlage einer aktuellen Bankreferenz zu erfolgen. Gebote in Abwesenheit: Gebote können auch schriftlich, telefonisch oder über das Internet abgegeben werden. Aufträge für Gebote in Abwesenheit müssen Lempertz zur ordnungsgemäßen Bearbeitung 24 Stunden vor der Auktion vorliegen. Das Objekt ist in dem Auftrag mit seiner Losnummer und der Objektbezeichnung zu benennen. Bei Unklarheiten gilt die angegebene Losnummer. Der Auftrag ist vom Aufraggeber zu unterzeichnen. Die Bestimmungen über Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312b-d BGB) finden keine Anwendung. Telefongebote: Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Verbindung kann nicht eingestanden werden. Mit Abgabe des Auftrages erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass der Bietvorgang aufgezeichnet werden kann. Gebote über das Internet: Sie werden von Lempertz nur angenommen, wenn der Bieter sich zuvor über das Internetportal registriert hat. Die Gebote werden von Lempertz wie schriftlich abgegebene Gebote behandelt.

7. Durchführung der Auktion: Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten oder verweigern, wenn ein besonderer Grund vorliegt, insbesondere wenn der Bieter nicht im Sinne von § 1 Abs. 3 GWG erfolgreich identifiziert werden kann. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den erteilten Zuschlag zurücknehmen und die Sache erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen und dies vom Bieter sofort beanstandet worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlag bestehen. Schriftliche Gebote werden von Lempertz nur in dem Umfang ausgeschöpft, der erforderlich ist, um ein anderes Gebot zu überbieten. Der Versteigerer kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limit bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt worden ist, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung unter www.lempertz.com/datenschutzerklärung.html

8. Mit Zuschlag kommt der Vertrag zwischen Versteigerer und Bieter zustande (§ 156 S. 1 BGB). Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Sofern ein Zuschlag unter Vorbehalt erteilt wurde, ist der Bieter an sein Gebot bis vier Wochen nach der Auktion gebunden, wenn er nicht unverzüglich nach Erteilung des Zuschlages von dem Vorbehaltszuschlag zurücktritt. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar auf den Bieter/Ersteigerer über, das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

9. Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von 26 % zuzüglich 19 % Umsatzsteuer nur auf das Aufgeld erhoben, auf den über € 600.000 hinausgehenden Betrag reduziert sich das Aufgeld auf 20 % (Differenzbesteuerung).

Bei differenzbesteuerten Objekten, die mit N gekennzeichnet sind, wird zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 7 % berechnet.

Für Katalogpositionen, die mit R gekennzeichnet sind, wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 19 % auf den Zuschlagspreis + Aufgeld berechnet (Regelbesteuerung). Wird ein regelbesteuertes Objekt an eine Person aus einem anderen Mitgliedsstaat der EU, die nicht Unternehmer ist, verkauft und geliefert, kommen die umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften des Zielstaates zur Anwendung, § 3c UStG.

Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und – bei Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – auch an Unternehmen in EU-Mitgliedsstaaten. Bei Online-Geboten können zusätzliche Gebühren anfallen. Für Originalkunstwerke, deren Urheber noch leben oder vor weniger als 70 Jahren (§ 64 UrhG) verstorben sind, wird zur Abgeltung des gemäß § 26 UrhG zu entrichtenden Folgerechts eine Gebühr in Höhe von 1,8 % auf den Hammerpreis erhoben. Bei Zahlungen über einem Betrag von EUR 10.000,00 ist Lempertz gemäß §3 des GWG verpflichtet, die Kopie eines Lichtbildausweises des Käufers zu erstellen. Dies gilt auch, wenn eine Zahlung für mehrere Rechnungen die Höhe von EUR 10.000,00 überschreitet. Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte Objekte selbst in Drittländer mit, wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald Lempertz Ausfuhr- und Abnehmernachweis vorliegen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung; Irrtum vorbehalten.

10. Ersteigerer haben den Endpreis (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld + MwSt.) im unmittelbaren Anschluss an die Auktion an Lempertz zu zahlen. Zahlungen sind in Euro zu tätigen. Eine Zahlung mit Kryptowährungen ist möglich. Der Antrag auf Änderung oder Umschreibung einer Rechnung, z.B. auf einen anderen Kunden als den Bieter, muss unmittelbar im Anschluss an die Auktion abgegeben werden. Lempertz behält sich die Durchführung der Änderung oder Umschreibung vor. Die Umschreibung erfolgt unter Vorbehalt der erfolgreichen Identifizierung (§ 1 Abs. 3 GWG) des Bieters und derjenigen Person, auf die die Umschreibung der Rechnung erfolgt. Rechnungen werden nur an diejenigen Personen ausgestellt, die die Rechnung tatsächlich begleichen.

11. Bei Zahlungsverzug werden 1 % Zinsen auf den Bruttopreis pro Monat berechnet. Lempertz kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder nach Fristsetzung Schadenersatz statt der Leistung verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Ersteigerer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

12. Die Ersteigerer sind verpflichtet, ihre Erwerbung sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Lempertz haftet für versteigerte Objekte nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Ersteigerte Objekte werden erst nach vollständigem Zahlungseingang ausgeliefert. Eine Versendung erfolgt ausnahmslos auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers. Lempertz ist berechtigt, nicht abgeholte Objekte vier Wochen nach der Auktion im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einem Spediteur einlagern und versichern zu lassen. Bei einer Selbsteinlagerung durch Lempertz werden 1 % p.a. des Zuschlagspreises für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet.

13. Erfüllungsort und Gerichtsstand, sofern er vereinbart werden kann, ist Köln. Es gilt deutsches Recht; Das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt. Das UN-Übereinkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Es wird auf die Datenschutzerklärung auf unserer Webpräsenz hingewiesen.

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