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2296

Eugen Bracht, Landschaft mit Burg Dreieichenhain

In Alte Kunst und 19. Jahrhundert

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Eugen Bracht, Landschaft mit Burg Dreieichenhain
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Köln
Eugen Bracht, Landschaft mit Burg Dreieichenhain
Öl auf Leinwand. 134 x 94,5 cm.
Signiert und datiert unten links: Eugen Bracht 1877.

Provenienz
1952 in Karlsruhe erworben. - Seitdem in Familienbesitz.

Als Siebzehnjähriger zeichnete Eugen Bracht 1859 die nahe dem heimatlichen Darmstadt gelegene Burgruine Dreieichenhain. Die getuschte Bleistiftzeichnung gelangte aus seinem Nachlass in das Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (Inv.-Nr. VIII 1150-20; Abb. 1). Das Sujet lag dem Künstler am Herzen: 1870 diente ihm die Ansicht als Vorlage zu einem querformatigen Gemälde als Geschenk für seine spätere Frau (vgl. Manfred Großkinsky: Eugen Bracht, Darmstadt 1992, S. 80, Abb. 49). Zu dieser Zeit arbeitete Bracht als Wollhändler in Berlin. Nach der ersten Ausbildung in Karlsruhe 1859 bis 1861 bei Johann Wilhelm Schirmer hatte er sich von der Malerei abgewandt, um seinen Lebensunterhalt als Kaufmann zu verdienen. Damit unzufrieden, löste er 1875 sein Berliner Geschäft auf und nahm seine Studien an der Karlsruher Kunstschule wieder auf. 1877 begann er eine von da an erfolgreiche freischaffende Tätigkeit (zunächst in Karlsruhe, ab 1882 in Berlin); im selben Jahr entstand das vorliegende Gemälde.
In dramatischem Hochformat wird Burg Dreieichenhain erneut zum zentralen Bildgegenstand. Die Ruine des Turms thront auf einem felsigen Sockel; der von rechts diagonal ins Bild führende Anstieg kreuzt sich in der Bildmitte mit der Diagonalen aus Felsenberg und -burg. Die Erdtöne stehen kontrastreich vor dem Abgrund der dahinterliegenden kühl-nebligen Tiefebene. Dorthin, in die Bildtiefe, führt auch der Blick durch den gewaltigen, zentral platzierten Torbogen. Dessen Ausmaße werden durch die Staffage der fünf Wachsoldaten in barock-historisierender Kostümierung verdeutlicht.
In diesem Bild, mit dem er in die erfolgreiche Künstlerexistenz startet, verbindet Bracht anhand des biografisch geprägten romantischen Sujets wirkungsvoll die zeitaktuelle, auf Naturstudien beruhende Landschaftsmalerei mit einer kompositorisch souveränen Bilddynamik.
Wir danken Dr. Manfred Großkinsky und Dr. Rudolf Theilmann (beide Karlsruhe) für die mündliche Bestätigung der Eigenhändigkeit von Eugen Bracht.
Eugen Bracht, Landscape with Dreieichenhain Castle
Oil on canvas. 134 x 94.5 cm.
Signed and dated lower left: Eugen Bracht 1877.

Provenance
Acquired in 1952 in Karlsruhe. - Subsequently in family ownership.

In 1859, at the age of seventeen, Eugen Bracht drew the ruins of Dreieichenhain Castle near his home town of Darmstadt. The inked pencil drawing came from his estate to the Kupferstichkabinett of the Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ( inv. no. VIII 1150-20, fig. 1). The subject was close to the artist's heart: in 1870 the view served him as a model for a landscape-format painting as a gift for his later wife (cf. Manfred Großkinsky: Eugen Bracht, Darmstadt 1992, p. 80, fig. 49). At that time Bracht worked as a wool merchant in Berlin. After his first training in Karlsruhe from 1859 to 1861 with Johann Wilhelm Schirmer he had turned away from painting to earn his living as a merchant. Dissatisfied with this, he dissolved his Berlin business in 1875 and resumed his studies at the Karlsruhe art school. In 1877 he began a successful freelance career (first in Karlsruhe, from 1882 in Berlin); the present painting was created in the same year.
In dramatic vertical format, Dreieichenhain Castle once again becomes the central subject of the picture. The ruins of the tower are enthroned on a rocky base; the ascent leading diagonally into the picture from the right crosses the diagonal of the rocky hill and castle in the centre of the picture. The earth tones contrast with the abyss of the cool, misty lowlands behind. This is where the view leads through the enormous, centrally placed archway into the depths of the picture. Its dimensions are made clear by the addition of five guards in Baroque-style historical costumes.
In this picture, with which he started his successful career as an artist, Bracht effectively combines contemporary landscape painting based on nature studies with a compositionally sovereign pictorial dynamic on the basis of the biographically influenced romantic subject.


We would like to thank Dr Manfred Großkinsky and Dr Rudolf Theilmann (both Karlsruhe) for verbally confirming Eugen Bracht's autograph.
Eugen Bracht, Landschaft mit Burg Dreieichenhain
Öl auf Leinwand. 134 x 94,5 cm.
Signiert und datiert unten links: Eugen Bracht 1877.

Provenienz
1952 in Karlsruhe erworben. - Seitdem in Familienbesitz.

Als Siebzehnjähriger zeichnete Eugen Bracht 1859 die nahe dem heimatlichen Darmstadt gelegene Burgruine Dreieichenhain. Die getuschte Bleistiftzeichnung gelangte aus seinem Nachlass in das Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe (Inv.-Nr. VIII 1150-20; Abb. 1). Das Sujet lag dem Künstler am Herzen: 1870 diente ihm die Ansicht als Vorlage zu einem querformatigen Gemälde als Geschenk für seine spätere Frau (vgl. Manfred Großkinsky: Eugen Bracht, Darmstadt 1992, S. 80, Abb. 49). Zu dieser Zeit arbeitete Bracht als Wollhändler in Berlin. Nach der ersten Ausbildung in Karlsruhe 1859 bis 1861 bei Johann Wilhelm Schirmer hatte er sich von der Malerei abgewandt, um seinen Lebensunterhalt als Kaufmann zu verdienen. Damit unzufrieden, löste er 1875 sein Berliner Geschäft auf und nahm seine Studien an der Karlsruher Kunstschule wieder auf. 1877 begann er eine von da an erfolgreiche freischaffende Tätigkeit (zunächst in Karlsruhe, ab 1882 in Berlin); im selben Jahr entstand das vorliegende Gemälde.
In dramatischem Hochformat wird Burg Dreieichenhain erneut zum zentralen Bildgegenstand. Die Ruine des Turms thront auf einem felsigen Sockel; der von rechts diagonal ins Bild führende Anstieg kreuzt sich in der Bildmitte mit der Diagonalen aus Felsenberg und -burg. Die Erdtöne stehen kontrastreich vor dem Abgrund der dahinterliegenden kühl-nebligen Tiefebene. Dorthin, in die Bildtiefe, führt auch der Blick durch den gewaltigen, zentral platzierten Torbogen. Dessen Ausmaße werden durch die Staffage der fünf Wachsoldaten in barock-historisierender Kostümierung verdeutlicht.
In diesem Bild, mit dem er in die erfolgreiche Künstlerexistenz startet, verbindet Bracht anhand des biografisch geprägten romantischen Sujets wirkungsvoll die zeitaktuelle, auf Naturstudien beruhende Landschaftsmalerei mit einer kompositorisch souveränen Bilddynamik.
Wir danken Dr. Manfred Großkinsky und Dr. Rudolf Theilmann (beide Karlsruhe) für die mündliche Bestätigung der Eigenhändigkeit von Eugen Bracht.
Eugen Bracht, Landscape with Dreieichenhain Castle
Oil on canvas. 134 x 94.5 cm.
Signed and dated lower left: Eugen Bracht 1877.

Provenance
Acquired in 1952 in Karlsruhe. - Subsequently in family ownership.

In 1859, at the age of seventeen, Eugen Bracht drew the ruins of Dreieichenhain Castle near his home town of Darmstadt. The inked pencil drawing came from his estate to the Kupferstichkabinett of the Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ( inv. no. VIII 1150-20, fig. 1). The subject was close to the artist's heart: in 1870 the view served him as a model for a landscape-format painting as a gift for his later wife (cf. Manfred Großkinsky: Eugen Bracht, Darmstadt 1992, p. 80, fig. 49). At that time Bracht worked as a wool merchant in Berlin. After his first training in Karlsruhe from 1859 to 1861 with Johann Wilhelm Schirmer he had turned away from painting to earn his living as a merchant. Dissatisfied with this, he dissolved his Berlin business in 1875 and resumed his studies at the Karlsruhe art school. In 1877 he began a successful freelance career (first in Karlsruhe, from 1882 in Berlin); the present painting was created in the same year.
In dramatic vertical format, Dreieichenhain Castle once again becomes the central subject of the picture. The ruins of the tower are enthroned on a rocky base; the ascent leading diagonally into the picture from the right crosses the diagonal of the rocky hill and castle in the centre of the picture. The earth tones contrast with the abyss of the cool, misty lowlands behind. This is where the view leads through the enormous, centrally placed archway into the depths of the picture. Its dimensions are made clear by the addition of five guards in Baroque-style historical costumes.
In this picture, with which he started his successful career as an artist, Bracht effectively combines contemporary landscape painting based on nature studies with a compositionally sovereign pictorial dynamic on the basis of the biographically influenced romantic subject.


We would like to thank Dr Manfred Großkinsky and Dr Rudolf Theilmann (both Karlsruhe) for verbally confirming Eugen Bracht's autograph.

Alte Kunst und 19. Jahrhundert

Auktionsdatum
Lose: 165
Lose: 121
Lose: 93
Ort der Versteigerung
Neumarkt 3
Köln
50667
Germany

Versand auf Anfrage

Wichtige Informationen

 

Vorbesichtigung Preview

Köln Cologne

Samstag 13. Mai 10 – 16 Uhr
Sonntag 14. Mai 11 – 16 Uhr
Montag 15. Mai – Mittwoch 17. Mai 10 – 17.30 Uhr
Donnerstag 18. Mai, Christi Himmelfahrt 11 – 16 Uhr
Freitag 19. Mai 10 – 17.30 Uhr

AGB

1. Die Kunsthaus Lempertz KG (im Nachfolgenden Lempertz) versteigert öffentlich im Sinne des § 383 Abs. 3 Satz 1 HGB als Kommissionär für Rechnung der Einlieferer, die unbenannt bleiben. Im Verhältnis zu Abfassungen der Versteigerungsbedingungen in anderen Sprachen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

2. Lempertz behält sich das Recht vor, Nummern des Kataloges zu vereinen, zu trennen und, wenn ein besonderer Grund vorliegt, außerhalb der Reihenfolge anzubieten oder zurückzuziehen.

3. Sämtliche zur Versteigerung gelangenden Objekte können im Rahmen der Vorbesichtigung geprüft und besichtigt werden. Die Katalogangaben und entsprechende Angaben der Internetpräsentation, die nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden, werden nicht Bestandteil der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit. Sie beruhen auf dem zum Zeitpunkt der Katalogbearbeitung herrschenden Stand der Wissenschaft. Sie sind keine Garantien im Rechtssinne und dienen ausschließlich der Information. Gleiches gilt für Zustandsberichte und andere Auskünfte in mündlicher oder schriftlicher Form. Zertifikate oder Bestätigungen der Künstler, ihrer Nachlässe oder der jeweils maßgeblichen Experten sind nur dann Vertragsgegenstand, wenn sie im Katalogtext ausdrücklich erwähnt werden. Der Erhaltungs zustand wird im Katalog nicht durchgängig erwähnt, so dass fehlende Angaben ebenfalls keine Beschaffenheitsvereinbarung begründen. Die Objekte sind gebraucht. Alle Objekte werden in dem Erhaltungszustand veräußert, in dem sie sich bei Erteilung des Zuschlages befinden.

4. Ansprüche wegen Gewährleistung sind ausgeschlossen. Lempertz verpflichtet sich jedoch bei Abweichungen von den Katalogangaben, welche den Wert oder die Tauglichkeit aufheben oder nicht unerheblich mindern, und welche innerhalb eines Jahres nach Übergabe in begründeter Weise vorgetragen werden, seine Rechte gegenüber dem Einlieferer gerichtlich geltend zu machen. Maßgeblich ist der Katalogtext in deutscher Sprache. Im Falle einer erfolgreichen Inanspruchnahme des Einlieferers erstattet Lempertz dem Erwerber ausschließlich den gesamten Kaufpreis. Darüber hinaus verpflichtet sich Lempertz für die Dauer von drei Jahren bei erwiesener Unechtheit zur Rückgabe der Kommission, wenn das Objekt in unverändertem Zustand zurückgegeben wird.

Die gebrauchten Sachen werden in einer öffentlichen Versteigerung verkauft, an der der Bieter/Käufer persönlich teilnehmen kann. Die Regelungen über den Verbrauchsgüterverkauf finden nach § 474 Abs. 1 Satz 2 BGB keine Anwendung.

5. Ansprüche auf Schadensersatz aufgrund eines Mangels, eines Verlustes oder einer Beschädigung des versteigerten Objektes, gleich aus welchem Rechtsgrund, oder wegen Abweichungen von Katalogangaben oder anderweitig erteilten Auskünften und wegen Verletzung von Sorgfaltspflichten nach §§ 41 ff. KGSG sind ausgeschlossen, sofern Lempertz nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder vertragswesentliche Pflichten verletzt hat; die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt. Im Übrigen gilt Ziffer 4.

6. Abgabe von Geboten. Lempertz behält sich die Zulassung zur Auktion vor und kann diese insbesondere von der erfolgreichen Identifizierung im Sinne von § 1 Abs. 3 des GWG abhängig machen. Gebote in Anwesenheit: Der Bieter erhält gegen Vorlage seines Lichtbildausweises eine Bieternummer. Ist der Bieter Lempertz nicht bekannt, hat die Anmeldung 24 Stunden vor Beginn der Auktion schriftlich und unter Vorlage einer aktuellen Bankreferenz zu erfolgen. Gebote in Abwesenheit: Gebote können auch schriftlich, telefonisch oder über das Internet abgegeben werden. Aufträge für Gebote in Abwesenheit müssen Lempertz zur ordnungsgemäßen Bearbeitung 24 Stunden vor der Auktion vorliegen. Das Objekt ist in dem Auftrag mit seiner Losnummer und der Objektbezeichnung zu benennen. Bei Unklarheiten gilt die angegebene Losnummer. Der Auftrag ist vom Aufraggeber zu unterzeichnen. Die Bestimmungen über Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (§ 312b-d BGB) finden keine Anwendung. Telefongebote: Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Verbindung kann nicht eingestanden werden. Mit Abgabe des Auftrages erklärt sich der Bieter damit einverstanden, dass der Bietvorgang aufgezeichnet werden kann. Gebote über das Internet: Sie werden von Lempertz nur angenommen, wenn der Bieter sich zuvor über das Internetportal registriert hat. Die Gebote werden von Lempertz wie schriftlich abgegebene Gebote behandelt.

7. Durchführung der Auktion: Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Aufruf eines Gebotes kein höheres Gebot abgegeben wird. Der Versteigerer kann sich den Zuschlag vorbehalten oder verweigern, wenn ein besonderer Grund vorliegt, insbesondere wenn der Bieter nicht im Sinne von § 1 Abs. 3 GWG erfolgreich identifiziert werden kann. Wenn mehrere Personen zugleich dasselbe Gebot abgeben und nach dreimaligem Aufruf kein höheres Gebot erfolgt, entscheidet das Los. Der Versteigerer kann den erteilten Zuschlag zurücknehmen und die Sache erneut ausbieten, wenn irrtümlich ein rechtzeitig abgegebenes höheres Gebot übersehen und dies vom Bieter sofort beanstandet worden ist oder sonst Zweifel über den Zuschlagbestehen. Schriftliche Gebote werden von Lempertz nur in dem Umfang ausgeschöpft, der erforderlich ist, um ein anderes Gebot zu überbieten. Der Versteigerer kann für den Einlieferer bis zum vereinbarten Limit bieten, ohne dies anzuzeigen und unabhängig davon, ob andere Gebote abgegeben werden. Wenn trotz abgegebenen Gebots kein Zuschlag erteilt worden ist, haftet der Versteigerer dem Bieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung unter www.lempertz.com/datenschutzerklärung.html

8. Mit Zuschlag kommt der Vertrag zwischen Versteigerer und Bieter zustande (§ 156 S. 1 BGB). Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme. Sofern ein Zuschlag unter Vorbehalt erteilt wurde, ist der Bieter an sein Gebot bis vier Wochen nach der Auktion gebunden, wenn er nicht unverzüglich nach Erteilung des Zuschlages von dem Vorbehaltszuschlag zurücktritt. Mit der Erteilung des Zuschlages gehen Besitz und Gefahr an der versteigerten Sache unmittelbar auf den Bieter/Ersteigerer über,

das Eigentum erst bei vollständigem Zahlungseingang.

9. Auf den Zuschlagspreis wird ein Aufgeld von 26 % zuzüglich 19 % Umsatzsteuer nur auf das Aufgeld erhoben, auf den über € 600.000 hinausgehenden Betrag reduziert sich das Aufgeld auf 20 % (Differenzbesteuerung). Bei differenzbesteuerten Objekten, die mit N gekennzeichnet sind, wird zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 7 % berechnet. Für Katalogpositionen, die mit R gekennzeichnet sind, wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 19 % auf den Zuschlagspreis + Aufgeld berechnet (Regelbesteuerung). Wird ein regelbesteuertes Objekt an eine Person aus einem anderen Mitgliedsstaat der EU, die nicht Unternehmer ist, verkauft und geliefert, kommen die umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften des Zielstaates zur Anwendung, § 3c UStG. Von der Umsatzsteuer befreit sind Ausfuhrlieferungen in Drittländer (d.h. außerhalb der EU) und – bei Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer – auch an Unternehmen in EU-Mitgliedsstaaten. Für Originalkunstwerke, deren Urheber noch leben oder vor weniger als 70 Jahren (§ 64 UrhG) verstorben sind, wird zur Abgeltung des gemäß § 26 UrhG zu entrichtenden Folgerechts eine Gebühr in Höhe von 1,8 % auf den Hammerpreis erhoben. Bei Zahlungen über einem Betrag von € 10.000,00 ist Lempertz gemäß §3 des GWG verpflichtet, die Kopie eines Lichtbildausweises des Käufers zu erstellen. Dies gilt auch, wenn eine Zahlung für mehrere Rechnungen die Höhe von € 10.000,00 überschreitet. Nehmen Auktionsteilnehmer ersteigerte Objekte selbst in Drittländer mit, wird ihnen die Umsatzsteuer erstattet, sobald Lempertz Ausfuhr- und Abnehmernachweis vorliegen. Während oder unmittelbar nach der Auktion ausgestellte Rechnungen bedürfen der Nachprüfung; Irrtum vorbehalten.

10. Ersteigerer haben den Endpreis (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld + MwSt.) im unmittelbaren Anschluss an die Auktion an Lempertz zu zahlen. Zahlungen sind in Euro zu tätigen. Eine Zahlung mit Kryptowährungen ist möglich. Die Rechnung wird per E-Mail übermittelt, es sei denn, der Ersteigerer äußert den Wunsch, diese per Post zu erhalten. Der Antrag auf Änderung oder Umschreibung einer Rechnung, z.B. auf einen anderen Kunden als den Bieter, muss unmittelbar im Anschluss an die Auktion abgegeben werden. Durch die Änderung können zusätzliche Gebühren anfallen. Die Umschreibung erfolgt unter Vorbehalt der erfolgreichen Identifizierung (§ 1 Abs. 3 GWG) des Bieters und derjenigen Person, auf die die Umschreibung der Rechnung erfolgt. Rechnungen werden nur an diejenigen Personen ausgestellt, die die Rechnung tatsächlich begleichen.

11. Bei Zahlungsverzug werden 1 % Zinsen auf den Bruttopreis pro Monat berechnet. Lempertz kann bei Zahlungsverzug wahlweise Erfüllung des Kaufvertrages oder nach Fristsetzung Schadenersatz statt der Leistung verlangen. Der Schadenersatz kann in diesem Falle auch so berechnet werden, dass die Sache nochmals versteigert wird und der säumige Ersteigerer für einen Mindererlös gegenüber der vorangegangenen Versteigerung und für die Kosten der wiederholten Versteigerung einschließlich des Aufgeldes einzustehen hat.

12. Die Ersteigerer sind verpflichtet, ihre Erwerbung sofort nach der Auktion in Empfang zu nehmen. Lempertz haftet für versteigerte Objekte nur für Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Ersteigerte Objekte werden erst nach vollständigem Zahlungseingang ausgeliefert. Eine Versendung erfolgt ausnahmslos auf Kosten und Gefahr des Ersteigerers. Lempertz ist berechtigt, nicht abgeholte Objekte vier Wochen nach der Auktion im Namen und auf Rechnung des Ersteigerers bei einem Spediteur einlagern und versichern zu lassen. Bei einer Selbsteinlagerung durch Lempertz werden 1 % p.a. des Zuschlagspreises für Versicherungs- und Lagerkosten berechnet.

13. Erfüllungsort und Gerichtsstand, sofern er vereinbart werden kann, ist Köln. Es gilt deutsches Recht; Das Kulturgutschutzgesetz wird angewandt. Das UN-Übereinkommen über Verträge des internationalen Warenkaufs (CISG) findet keine Anwendung. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, so bleibt die Gültigkeit der übrigen davon unberührt. Es wird auf die Datenschutzerklärung auf unserer Webpräsenz hingewiesen.

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