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HERBERT PLOBERGER* (Wels 1902 - 1977 München)

In Meisterwerke

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Wien
HERBERT PLOBERGER* (Wels 1902 - 1977 München)
Auf dem Tisch unter dem Tisch, 1925
Öl/Leinwand, 89 x 116 cm
signiert Ploberger und datiert 1925
ausgestellt und abgebildet in den Katalogen der Ausstellungen Herbert Ploberger, Leben und Werk, Lebensspuren Museum Wels und NORDICO Linz 2002, S. 60; in Herbert Ploberger, Malerei und Grafik, zum 100. Geburtstag, Landesgalerie Linz 2005, S. 86; in Herbert Ploberger, Im Spannungsfeld zwischen bildender und abgewandter Kunst, Landesgalerie Linz 2019, S. 112
abgebildet in Kunstjahrbuch Linz 1979, S. 52, Abb. 4
Provenienz: Privatbesitz Österreich, Dorotheum Wien 2001, Galerie Berinson Berlin, Privatbesitz Deutschland, Auktionshaus im Kinsky 2009 und 2016, Österreichische Privatsammlung

SCHÄTZPREIS: € 150.000 - 250.000

Österreichischer Maler und Kostüm- sowie Bühnenbildner des 20. Jahrhunderts. Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit. Stammte aus Wels in Oberösterreich, studierte an der Kunstgewerbeschule in Wien bei Franz Cizek, Alfred Böhm und Victor Schufinsky. 1925 für kurze Zeit in Paris, ab 1927 in Berlin. Arbeitete für die Zeitschriften Jugend und Querschnitt und als Bühnenbildner bei Ludwig Kainer und Ernst Stern z. B. 1930 für die Uraufführung des Weißen Rössls unter Max Reinhardt und für Clemens Holzmeister in der Felsenreitschule in Salzburg. 1945 nach Wien und Linz Arbeiten für das Theater in der Josefstadt und die Salzburger Festspiele und ab 1950 wieder in Hamburg und München für den Film tätig. Neben Arbeiten für Bühne und Film vor allem Ölgemälde mit Selbstporträts und Stillleben ganz der Neuen Sachlichkeit verpflichtet.

Den Welser Maler und Lederfabrikantensohn Herbert Ploberger haben vor allem seine Stillleben und Selbstporträts zu einem der bekanntesten österreichischen Vertreter der Neuen Sachlichkeit gemacht. Dabei umspannt das Lebenswerk dieses vielseitigen Künstlers wesentlich mehr als seine einzigartigen neusachlichen Malereien. Ploberger war nicht nur bildender, sondern auch angewandter Künstler, der als Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen in Linz, Wien, Berlin, Hamburg und München tätig war. Mit seinen Berliner Antikriegsbildern lieferte er auch gewichtige künstlerische Beiträge zur Zeitgeschichte. Unter seinen einzigartigen Stillleben, die zwischen 1925 und 1929 in Paris, Wien und Berlin entstanden, zählt das hier vorzustellende Gemälde „Auf dem Tisch unter dem Tisch“ aus dem Jahre 1925 zweifellos zu den Glanzpunkten seiner Malkunst. Zugleich markiert es auch einen entscheidenden Wendepunkt in seiner Ausbildung. Ploberger erhielt sein künstlerisches Rüstzeug an der Kunstgewerbeschule in Wien, wo er von 1920 bis 1925 bei den Professoren Adolf Böhm, Franz Cˇižek, Erich Mallina und Viktor Schufinsky studierte und dabei mehrfach die Klassen wechselte - von der Aktklasse in die „Klasse für Zeichen und Formen nach der menschlichen Figur“ und schließlich in den Kurs der „Ornamentalen Formenlehre“. Während dieser Studienzeit setzte sich Ploberger mit den gestalterischen Möglichkeiten des Konstruktivismus wie auch des Kinetismus auseinander. Im März 1925 brach Ploberger dann nach Paris auf, „wo er Bilder malt, und um sich das Leben zu finanzieren Pavillons für die damalige Weltausstellung ausmalt“ - so seine marginale Notiz im später verfassten Lebenslauf. Bei dieser „Exposition Internationale des Arts Decorativs et Industriels Modernes“ zeigten Studenten der Wiener Kunstgewerbeschule aus den Klassen Franz Cˇižeks, Alfred Böhms und Erich Mallinas ihre Arbeiten. Während seines viermonatigen Parisaufenthalts malte Ploberger wohl auch dieses Stillleben, das als einziges erhaltenes Werk aus dem Jahr 1925 stammt und somit als frühestes Gemälde seines Gesamtwerks gilt. Ingrid Radauer-Helm hat diesem Stillleben daher auch in ihrer 2019 erschienenen Monografie, die anlässlich der Ausstellung in der Landesgalerie Linz herausgegeben wurde, besondere Aufmerksamkeit geschenkt: „Auf einem Tisch sind leere Flaschen, eine Kaffeekanne, eine Topfpflanze, Tomaten und Zitrusfrüchte, Eier, kleine Schachteln und Verpackungen sowie ein Hut und eine Pfeife versammelt. Darunter scheint eine Kiste mit Limetten über dem Boden zu schweben. Auf einem Hocker drängen sich eine volle Kaffeetasse, zwei Zitronen und eine Vase voller Tulpen. Manche der Gegenstände, etwa der Hut, hängen zum Teil in der Luft. Es gibt keine eindeutige Perspektive in dieser Darstellung, die Dinge wirken animiert, ihre Anordnung zueinander scheint ihnen ein Eigenleben zu verleihen. Mehrere wehende, wellige Tücher tragen zur unruhigen Wirkung bei. Dieses Werk hat eine beinahe surreale Ausstrahlung und steht damit im Gegensatz zu den späteren Stillleben, von denen durchwegs eine meditative Ruhe ausgeht.“ Dass dieses Werk noch während Plobergers Parisaufenthalt entstanden sei, erhärten auch die französischen Aufschriften auf einigen Gegenständen, wie etwa den Weinflaschen mit der Etikettaufschrift „(...)aumur“. Sie weist wohl auf die französische Weinregion Saumur am Unterlauf der Loire hin, die in Anlehnung an das Zentrum der Champagnerproduktion auch als das „Reims der Loire“ bezeichnet wird und in der noch heute über 36 Gemeinden Weinanbau betreiben. Die Pfeife auf dem Tisch fungiert hingegen als persönliches Requisit des Pfeifen- und Zigarettenrauchers Ploberger, das er etwa auch im Selbstporträt des Stadtmuseums Wels, das vermutlich 1926/27 entstand, im „Interieur mit Stillleben“ oder auch noch im „Stillleben mit Bonbons, Perlenkette und Berliner Tagesblatt“ prominent verortet. Plobergers Gemälde spiegelt auch im Stillleben die künstlerischen Zeitströmungen wider, die sich zu Beginn der zwanziger Jahre durch eine Abkehr vom expressiven Gefühlsausdruck bei gleichzeitiger Rückkehr zur Gegenständlichkeit und zu klaren äußeren Formen abzeichnen. Die nationalen Wegbereiter dieser Entwicklung sind in Italien Giorgio de Chirico und Carlo Carrà mit ihrer Pittura Scuola metafisica, in Frankreich Derain, Picasso, Léger, Picabia und Rousseau und in Deutschland Georg Schrimpf, Carlo Mense und Alexander Kanoldt, die auf die katastrophalen Folgen des Ersten Weltkriegs mit bildlichen Anklagen in altmeisterlicher Technik antworteten. Dazu gesellen sich noch Otto Dix und George Grosz, die ihre apokalyptischen Kriegserlebnisse in sozialkritischen Bildern verarbeiteten. Beide zuletzt genannten Strömungen - der besonders von Kanoldt vertretene magische Realismus und der von Otto Dix bis an die Grenzen des Häßlich-Grotesken reichende Verismus - sollten in weiterer Folge unter dem Begriff „Neue Sachlichkeit“ subsumiert werden. Dieser begegnet uns erstmals im Jahr 1925 und damit zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Stilllebens Plobergers. Damals betitelte nicht nur Gustav Friedrich Hartlaub in Mannheim seine Ausstellung „Die neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus“, sondern erschien auch in Leipzig Franz Rohs Buch „Nach-Expressionismus - Magischer Realismus. Probleme der neuesten europäischen Malerei“.

HERBERT PLOBERGER*
(Wels 1902 - 1977 Munich)
On the table, under the table
oil/canvas, 89 x 116 cm
signed Ploberger and dated 1925
exhibited and illustrated in the catalogs of the exhibitions Herbert Ploberger, Life and Work, Lebensspuren Wels and NORDICO Linz 2002, p. 60; in Herbert Ploberger, paintings and graphics, 100th birthday, Landesgalerie Linz 2005, p. 86; in Herbert Ploberger, Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst, Landesgalerie Linz 2019, p. 112
depicted in Kunstjahrbuch Linz 1979, p. 52, fig. 4
Provenance: private property Austria, Dorotheum Vienna 2001, Gallery Berinson Berlin, private collection Germany, auction im Kinsky 2009 and 2016, Austrian private collection

ESTIMATE € 150.000 - 250.000

Austrian painter and costume and stage designer of the 20th century. Main representative of the New Objectivity. Originally from Wels in Upper Austria, studied at the School of Applied Arts in Vienna under Franz Cizek, Alfred Böhm and Victor Schufinsky. In 1925 for a short time in Paris, from 1927 in Berlin. Worked for the magazines Jugend and Querschnitt and as a stage designer with Ludwig Kainer and Ernst Stern, e.g. in 1930 for the premiere of Weißes Rössl under Max Reinhardt and for Clemens Holzmeister at the Felsenreitschule in Salzburg. In 1945, after Vienna and Linz, works for the Theater in der Josefstadt and the Salzburg Festival, and from 1950 again works for film in Hamburg and Munich. In addition to works for stage and film, mainly oil paintings with self-portraits and still lifes completely committed to the New Objectivity.

However, the life's work of this versatile artist encompasses much more than his unique neo-objective paintings. Ploberger was not only a visual artist, but also an applied artist, working as a costume and set designer for theater, film and television in Linz, Vienna, Berlin, Hamburg and Munich. With his Berlin anti-war paintings, he also made weighty artistic contributions to contemporary history. Among his unique still lifes, hcreated between 1925 and 1929 in Paris, Vienna and Berlin, the painting "On the Table Under the Table" from 1925 presented here is undoubtedly one of the highlights of his painting art. However, the life's work of this versatile artist encompasses much more than his unique neo-objective paintings. Ploberger was not only a visual artist, but also an applied artist, working as a costume and set designer for theater, film and television in Linz, Vienna, Berlin, Hamburg and Munich. With his Berlin anti-war paintings, he also made weighty artistic contributions to contemporary history. Among his unique still lifes, created between 1925 and 1929 in Paris, Vienna and Berlin, the painting "On the Table Under the Table" from 1925 presented here is undoubtedly one of the highlights of his painting art. At the same time, it also marks a decisive turning point in his education. Ploberger received his artistic training at the School of Applied Arts in Vienna, where he studied from 1920 to 1925 under the professors Adolf Böhm, Franz Cižek, Erich Mallina and Viktor Schufinsky, changing classes several times - from the nude class to the "class for signs and forms based on the human figure" and finally to the course in "ornamental form theory". During this period of study, Ploberger explored the creative possibilities of Constructivism as well as Kinetism. In March 1925, Ploberger then left for Paris, "where he painted pictures and, in order to finance his life, painted pavilions for the World's Fair of that time" - according to his marginal note in his later written curriculum vitae. At this "Exposition Internationale des Arts Decorativs et Industriels Modernes," students of the Vienna School of Applied Arts from the classes of Franz Cižek, Alfred Böhm, and Erich Mallina showed their work. During his four-month stay in Paris, Ploberger probably also painted this still life, which is the only surviving work from 1925 and is thus considered the earliest painting in his oeuvre. Ingrid Radauer-Helm has therefore also paid special attention to this still life in her monograph published in 2019 on the occasion of the exhibition in the Landesgalerie Linz: "Gathered on a table are empty bottles, a coffee pot, a potted plant, tomatoes and citrus fruits, eggs, small boxes and packaging, as well as a hat and a pipe. Below, a crate of limes seems to float above the floor. Crowded on a stool are a full coffee cup, two lemons, and a vase full of tulips. Some of the objects, such as the hat, are partially suspended in mid-air. There is no clear perspective in this depiction; the things seem animated, their arrangement relative to one another seeming to give them a life of their own. Several billowing, undulating scarves add to the restless effect. This work has an almost surreal aura and thus contrasts with the later still lifes, from which a meditative calm emanates throughout." That this work was created during Ploberger's stay in Paris is also confirmed by the French inscriptions on some objects, such as the wine bottles with the label inscription "(...)aumur". It probably refers to the French wine region of Saumur on the lower reaches of the Loire, which is also called the "Rheims of the Loire" in reference to the center of champagne production and in which more than 36 communities still cultivate wine today. The pipe on the table, on the other hand, functions as a personal prop of Ploberger, a pipe and cigarette smoker, which he also prominently places, for example, in the self-portrait of the Wels City Museum, probably painted in 1926/27, in the "Interior with Still Life" or even still in the "Still Life with Sweets, Pearl Necklace and Berlin Daily Paper". Ploberger's painting also reflects in the still life the artistic currents of the time, which at the beginning of the twenties were characterized by a turning away from expressive emotional expression with a simultaneous return to representationalism and clear external forms. The national pioneers of this development were Giorgio de Chirico and Carlo Carrà in Italy with their Pittura Scuola metafisica, Derain, Picasso, Léger, Picabia, and Rousseau in France, and Georg Schrimpf, Carlo Mense, and Alexander Kanoldt in Germany, who responded to the catastrophic consequences of World War I with pictorial indictments in an old-master technique. They were joined by Otto Dix and George Grosz, who processed their apocalyptic war experiences in socially critical paintings. Both of the last-mentioned currents - the magical realism represented especially by Kanoldt and the verism of Otto Dix, which reached the limits of the ugly-grotesque - should subsequently be subsumed under the term "New Objectivity. We first encounter this term in 1925 and thus at the time of the creation of this still life by Ploberger. At that time, not only Gustav Friedrich Hartlaub in Mannheim titled his exhibition "Die neue Sachlichkeit. German Painting since Expressionism," but also appeared in Leipzig Franz Roh's book "Nach-Expressionismus - Magischer Realismus. Problems of the latest European painting".
HERBERT PLOBERGER* (Wels 1902 - 1977 München)
Auf dem Tisch unter dem Tisch, 1925
Öl/Leinwand, 89 x 116 cm
signiert Ploberger und datiert 1925
ausgestellt und abgebildet in den Katalogen der Ausstellungen Herbert Ploberger, Leben und Werk, Lebensspuren Museum Wels und NORDICO Linz 2002, S. 60; in Herbert Ploberger, Malerei und Grafik, zum 100. Geburtstag, Landesgalerie Linz 2005, S. 86; in Herbert Ploberger, Im Spannungsfeld zwischen bildender und abgewandter Kunst, Landesgalerie Linz 2019, S. 112
abgebildet in Kunstjahrbuch Linz 1979, S. 52, Abb. 4
Provenienz: Privatbesitz Österreich, Dorotheum Wien 2001, Galerie Berinson Berlin, Privatbesitz Deutschland, Auktionshaus im Kinsky 2009 und 2016, Österreichische Privatsammlung

SCHÄTZPREIS: € 150.000 - 250.000

Österreichischer Maler und Kostüm- sowie Bühnenbildner des 20. Jahrhunderts. Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit. Stammte aus Wels in Oberösterreich, studierte an der Kunstgewerbeschule in Wien bei Franz Cizek, Alfred Böhm und Victor Schufinsky. 1925 für kurze Zeit in Paris, ab 1927 in Berlin. Arbeitete für die Zeitschriften Jugend und Querschnitt und als Bühnenbildner bei Ludwig Kainer und Ernst Stern z. B. 1930 für die Uraufführung des Weißen Rössls unter Max Reinhardt und für Clemens Holzmeister in der Felsenreitschule in Salzburg. 1945 nach Wien und Linz Arbeiten für das Theater in der Josefstadt und die Salzburger Festspiele und ab 1950 wieder in Hamburg und München für den Film tätig. Neben Arbeiten für Bühne und Film vor allem Ölgemälde mit Selbstporträts und Stillleben ganz der Neuen Sachlichkeit verpflichtet.

Den Welser Maler und Lederfabrikantensohn Herbert Ploberger haben vor allem seine Stillleben und Selbstporträts zu einem der bekanntesten österreichischen Vertreter der Neuen Sachlichkeit gemacht. Dabei umspannt das Lebenswerk dieses vielseitigen Künstlers wesentlich mehr als seine einzigartigen neusachlichen Malereien. Ploberger war nicht nur bildender, sondern auch angewandter Künstler, der als Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen in Linz, Wien, Berlin, Hamburg und München tätig war. Mit seinen Berliner Antikriegsbildern lieferte er auch gewichtige künstlerische Beiträge zur Zeitgeschichte. Unter seinen einzigartigen Stillleben, die zwischen 1925 und 1929 in Paris, Wien und Berlin entstanden, zählt das hier vorzustellende Gemälde „Auf dem Tisch unter dem Tisch“ aus dem Jahre 1925 zweifellos zu den Glanzpunkten seiner Malkunst. Zugleich markiert es auch einen entscheidenden Wendepunkt in seiner Ausbildung. Ploberger erhielt sein künstlerisches Rüstzeug an der Kunstgewerbeschule in Wien, wo er von 1920 bis 1925 bei den Professoren Adolf Böhm, Franz Cˇižek, Erich Mallina und Viktor Schufinsky studierte und dabei mehrfach die Klassen wechselte - von der Aktklasse in die „Klasse für Zeichen und Formen nach der menschlichen Figur“ und schließlich in den Kurs der „Ornamentalen Formenlehre“. Während dieser Studienzeit setzte sich Ploberger mit den gestalterischen Möglichkeiten des Konstruktivismus wie auch des Kinetismus auseinander. Im März 1925 brach Ploberger dann nach Paris auf, „wo er Bilder malt, und um sich das Leben zu finanzieren Pavillons für die damalige Weltausstellung ausmalt“ - so seine marginale Notiz im später verfassten Lebenslauf. Bei dieser „Exposition Internationale des Arts Decorativs et Industriels Modernes“ zeigten Studenten der Wiener Kunstgewerbeschule aus den Klassen Franz Cˇižeks, Alfred Böhms und Erich Mallinas ihre Arbeiten. Während seines viermonatigen Parisaufenthalts malte Ploberger wohl auch dieses Stillleben, das als einziges erhaltenes Werk aus dem Jahr 1925 stammt und somit als frühestes Gemälde seines Gesamtwerks gilt. Ingrid Radauer-Helm hat diesem Stillleben daher auch in ihrer 2019 erschienenen Monografie, die anlässlich der Ausstellung in der Landesgalerie Linz herausgegeben wurde, besondere Aufmerksamkeit geschenkt: „Auf einem Tisch sind leere Flaschen, eine Kaffeekanne, eine Topfpflanze, Tomaten und Zitrusfrüchte, Eier, kleine Schachteln und Verpackungen sowie ein Hut und eine Pfeife versammelt. Darunter scheint eine Kiste mit Limetten über dem Boden zu schweben. Auf einem Hocker drängen sich eine volle Kaffeetasse, zwei Zitronen und eine Vase voller Tulpen. Manche der Gegenstände, etwa der Hut, hängen zum Teil in der Luft. Es gibt keine eindeutige Perspektive in dieser Darstellung, die Dinge wirken animiert, ihre Anordnung zueinander scheint ihnen ein Eigenleben zu verleihen. Mehrere wehende, wellige Tücher tragen zur unruhigen Wirkung bei. Dieses Werk hat eine beinahe surreale Ausstrahlung und steht damit im Gegensatz zu den späteren Stillleben, von denen durchwegs eine meditative Ruhe ausgeht.“ Dass dieses Werk noch während Plobergers Parisaufenthalt entstanden sei, erhärten auch die französischen Aufschriften auf einigen Gegenständen, wie etwa den Weinflaschen mit der Etikettaufschrift „(...)aumur“. Sie weist wohl auf die französische Weinregion Saumur am Unterlauf der Loire hin, die in Anlehnung an das Zentrum der Champagnerproduktion auch als das „Reims der Loire“ bezeichnet wird und in der noch heute über 36 Gemeinden Weinanbau betreiben. Die Pfeife auf dem Tisch fungiert hingegen als persönliches Requisit des Pfeifen- und Zigarettenrauchers Ploberger, das er etwa auch im Selbstporträt des Stadtmuseums Wels, das vermutlich 1926/27 entstand, im „Interieur mit Stillleben“ oder auch noch im „Stillleben mit Bonbons, Perlenkette und Berliner Tagesblatt“ prominent verortet. Plobergers Gemälde spiegelt auch im Stillleben die künstlerischen Zeitströmungen wider, die sich zu Beginn der zwanziger Jahre durch eine Abkehr vom expressiven Gefühlsausdruck bei gleichzeitiger Rückkehr zur Gegenständlichkeit und zu klaren äußeren Formen abzeichnen. Die nationalen Wegbereiter dieser Entwicklung sind in Italien Giorgio de Chirico und Carlo Carrà mit ihrer Pittura Scuola metafisica, in Frankreich Derain, Picasso, Léger, Picabia und Rousseau und in Deutschland Georg Schrimpf, Carlo Mense und Alexander Kanoldt, die auf die katastrophalen Folgen des Ersten Weltkriegs mit bildlichen Anklagen in altmeisterlicher Technik antworteten. Dazu gesellen sich noch Otto Dix und George Grosz, die ihre apokalyptischen Kriegserlebnisse in sozialkritischen Bildern verarbeiteten. Beide zuletzt genannten Strömungen - der besonders von Kanoldt vertretene magische Realismus und der von Otto Dix bis an die Grenzen des Häßlich-Grotesken reichende Verismus - sollten in weiterer Folge unter dem Begriff „Neue Sachlichkeit“ subsumiert werden. Dieser begegnet uns erstmals im Jahr 1925 und damit zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Stilllebens Plobergers. Damals betitelte nicht nur Gustav Friedrich Hartlaub in Mannheim seine Ausstellung „Die neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus“, sondern erschien auch in Leipzig Franz Rohs Buch „Nach-Expressionismus - Magischer Realismus. Probleme der neuesten europäischen Malerei“.

HERBERT PLOBERGER*
(Wels 1902 - 1977 Munich)
On the table, under the table
oil/canvas, 89 x 116 cm
signed Ploberger and dated 1925
exhibited and illustrated in the catalogs of the exhibitions Herbert Ploberger, Life and Work, Lebensspuren Wels and NORDICO Linz 2002, p. 60; in Herbert Ploberger, paintings and graphics, 100th birthday, Landesgalerie Linz 2005, p. 86; in Herbert Ploberger, Im Spannungsfeld zwischen bildender und angewandter Kunst, Landesgalerie Linz 2019, p. 112
depicted in Kunstjahrbuch Linz 1979, p. 52, fig. 4
Provenance: private property Austria, Dorotheum Vienna 2001, Gallery Berinson Berlin, private collection Germany, auction im Kinsky 2009 and 2016, Austrian private collection

ESTIMATE € 150.000 - 250.000

Austrian painter and costume and stage designer of the 20th century. Main representative of the New Objectivity. Originally from Wels in Upper Austria, studied at the School of Applied Arts in Vienna under Franz Cizek, Alfred Böhm and Victor Schufinsky. In 1925 for a short time in Paris, from 1927 in Berlin. Worked for the magazines Jugend and Querschnitt and as a stage designer with Ludwig Kainer and Ernst Stern, e.g. in 1930 for the premiere of Weißes Rössl under Max Reinhardt and for Clemens Holzmeister at the Felsenreitschule in Salzburg. In 1945, after Vienna and Linz, works for the Theater in der Josefstadt and the Salzburg Festival, and from 1950 again works for film in Hamburg and Munich. In addition to works for stage and film, mainly oil paintings with self-portraits and still lifes completely committed to the New Objectivity.

However, the life's work of this versatile artist encompasses much more than his unique neo-objective paintings. Ploberger was not only a visual artist, but also an applied artist, working as a costume and set designer for theater, film and television in Linz, Vienna, Berlin, Hamburg and Munich. With his Berlin anti-war paintings, he also made weighty artistic contributions to contemporary history. Among his unique still lifes, hcreated between 1925 and 1929 in Paris, Vienna and Berlin, the painting "On the Table Under the Table" from 1925 presented here is undoubtedly one of the highlights of his painting art. However, the life's work of this versatile artist encompasses much more than his unique neo-objective paintings. Ploberger was not only a visual artist, but also an applied artist, working as a costume and set designer for theater, film and television in Linz, Vienna, Berlin, Hamburg and Munich. With his Berlin anti-war paintings, he also made weighty artistic contributions to contemporary history. Among his unique still lifes, created between 1925 and 1929 in Paris, Vienna and Berlin, the painting "On the Table Under the Table" from 1925 presented here is undoubtedly one of the highlights of his painting art. At the same time, it also marks a decisive turning point in his education. Ploberger received his artistic training at the School of Applied Arts in Vienna, where he studied from 1920 to 1925 under the professors Adolf Böhm, Franz Cižek, Erich Mallina and Viktor Schufinsky, changing classes several times - from the nude class to the "class for signs and forms based on the human figure" and finally to the course in "ornamental form theory". During this period of study, Ploberger explored the creative possibilities of Constructivism as well as Kinetism. In March 1925, Ploberger then left for Paris, "where he painted pictures and, in order to finance his life, painted pavilions for the World's Fair of that time" - according to his marginal note in his later written curriculum vitae. At this "Exposition Internationale des Arts Decorativs et Industriels Modernes," students of the Vienna School of Applied Arts from the classes of Franz Cižek, Alfred Böhm, and Erich Mallina showed their work. During his four-month stay in Paris, Ploberger probably also painted this still life, which is the only surviving work from 1925 and is thus considered the earliest painting in his oeuvre. Ingrid Radauer-Helm has therefore also paid special attention to this still life in her monograph published in 2019 on the occasion of the exhibition in the Landesgalerie Linz: "Gathered on a table are empty bottles, a coffee pot, a potted plant, tomatoes and citrus fruits, eggs, small boxes and packaging, as well as a hat and a pipe. Below, a crate of limes seems to float above the floor. Crowded on a stool are a full coffee cup, two lemons, and a vase full of tulips. Some of the objects, such as the hat, are partially suspended in mid-air. There is no clear perspective in this depiction; the things seem animated, their arrangement relative to one another seeming to give them a life of their own. Several billowing, undulating scarves add to the restless effect. This work has an almost surreal aura and thus contrasts with the later still lifes, from which a meditative calm emanates throughout." That this work was created during Ploberger's stay in Paris is also confirmed by the French inscriptions on some objects, such as the wine bottles with the label inscription "(...)aumur". It probably refers to the French wine region of Saumur on the lower reaches of the Loire, which is also called the "Rheims of the Loire" in reference to the center of champagne production and in which more than 36 communities still cultivate wine today. The pipe on the table, on the other hand, functions as a personal prop of Ploberger, a pipe and cigarette smoker, which he also prominently places, for example, in the self-portrait of the Wels City Museum, probably painted in 1926/27, in the "Interior with Still Life" or even still in the "Still Life with Sweets, Pearl Necklace and Berlin Daily Paper". Ploberger's painting also reflects in the still life the artistic currents of the time, which at the beginning of the twenties were characterized by a turning away from expressive emotional expression with a simultaneous return to representationalism and clear external forms. The national pioneers of this development were Giorgio de Chirico and Carlo Carrà in Italy with their Pittura Scuola metafisica, Derain, Picasso, Léger, Picabia, and Rousseau in France, and Georg Schrimpf, Carlo Mense, and Alexander Kanoldt in Germany, who responded to the catastrophic consequences of World War I with pictorial indictments in an old-master technique. They were joined by Otto Dix and George Grosz, who processed their apocalyptic war experiences in socially critical paintings. Both of the last-mentioned currents - the magical realism represented especially by Kanoldt and the verism of Otto Dix, which reached the limits of the ugly-grotesque - should subsequently be subsumed under the term "New Objectivity. We first encounter this term in 1925 and thus at the time of the creation of this still life by Ploberger. At that time, not only Gustav Friedrich Hartlaub in Mannheim titled his exhibition "Die neue Sachlichkeit. German Painting since Expressionism," but also appeared in Leipzig Franz Roh's book "Nach-Expressionismus - Magischer Realismus. Problems of the latest European painting".

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Wichtige Informationen

Das Aufgeld beträgt 28% bei Differenzbesteuerung. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert.
Bei Normalbesteuerung Aufgeld von 24%. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt bei Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen sowie Skulpturen die gesetzliche Umsatzsteuer von 13%, für alle anderen Objekte 20% hinzu.

Zu Aufgeld und Mehrwertsteuer prüfen Sie bitte das jeweilige Los.
For buyer’s premium and VAT please check particular lot.

 

AGB

Auktionsbedingungen
Auszug aus der Geschäftsordnung, Stand April 2022

 

Die Auktionen werden nach der Geschäftsordnung der Widder Auktionen der Kunsthandel Widder GmbH durchgeführt. Diese liegt mit genauem Wortlaut im Auktionshaus auf und kann auf www.widderauktionen.com abgerufen werden.

 

Schätzpreise, Ausrufpreis, Mindestverkaufspreis, Limit, Zuschlag

Bei Objektbeschreibungen wird ein oberer und unterer Schätzpreis in Euro angegeben. Innerhalb dieser Spanne wird das Meistbot erwartet. Online ist auch der Ausrufpreis angeführt. Der Ausrufpreis ist in der Regel der untere Schätzpreis, er kann jedoch höher oder niedriger angesetzt werden. Gesteigert wird um ca. 10%, wobei davon abgewichen werden kann. Das Meistbot erhält den Zuschlag, sofern der Mindestverkaufspreis erreicht wurde. Bestimmt der Verkäufer/die Verkäuferin das Objekt nicht unter einem festgesetzten Preis zu verkaufen, spricht man von Mindestverkaufspreis oder Limit. Wenn dieses nicht erreicht wird, gilt ein Zuschlag unter Vorbehalt. Meistbietende sind verpflichtet innerhalb von 7 Tagen nach Rechnungslegung den Kaufpreis zu zahlen.

 

Kaufpreis

Der Kaufpreis besteht aus Meistbot zuzüglich des Aufgeldes, der Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls der Folgerechtsabgabe. Das Aufgeld beträgt 28% bei Differenzbesteuerung. Die Umsatzsteuer ist bei der Differenzbesteuerung inkludiert. Bei Normalbesteuerung (im Katalog mit ° gekennzeichnet) kommt auf das Meistbot ein Aufgeld in der Höhe von 24% hinzu. Auf die Summe von Meistbot und Aufgeld kommt die gesetzliche Umsatzsteuer von 13% hinzu.

 

Folgerecht

Mit * gekennzeichnete Objekte unterliegen dem Folgerecht. Dieses wird in Form eines Zuschlags auf das Meistbot verrechnet. Es gilt erst ab einem Meistbot über 2.499,99 € und ist gestaffelt: für die ersten 50.000 € werden 4% verrechnet. Danach je weiterer 150.000 € 3% bzw. 1% und ab 500.000 € 0,25%. Die maximale Folgerechtsabgabe beträgt 12.500 €.

Echtheitsgarantie

Das Auktionshaus steht gegenüber dem Käufer/der Käuferin innerhalb von zwei Jahren für die Echtheit des Objekts ein und garantiert, dass das Objekt tatsächlich von dem genannten Künstler/der genannten Künstlerin stammt.

 

Katalogangaben und Beschreibung

Angaben von Technik, Signatur, Material, Zustand, Provenienz, etc. erfolgen durch ExpertInnen des Auktionshauses. Es wird jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Angaben geleistet.
Die Beschreibungen der Objekte bedeuten: Vor- und Zuname des Künstlers/der Künstlerin mit Lebensdaten: ein sicheres Werk des Künstlers/der Künstlerin. „signiert“ oder „monogrammiert“: ein eindeutig zuordenbares Werk des Künstlers/der Künstlerin. „Zugeschrieben“: ein wahrscheinliches, aber nicht zwangsläufig authentisches Werk des Künstlers/der Künstlerin. „Umkreis“: ein im Einflussbereich des Künstlers/der Künstlerin entstandenes Werk. „Bezeichnet“: ein wahrscheinliches, aber nicht von der Hand des Künstlers/der Künstlerin signiertes Werk. „Werkstatt“: ein im unmittelbaren Umfeld des Künstlers/der Künstlerin entstandenes Werk. „Schule“: ein in zeitlicher und stilistischer Nähe zum Künstler/zur Künstlerin entstandenes Werk. „Nachfolge“: ein in der Nachfolge entstandenes, stilistisch verwandtes Werk des Künstlers/der Künstlerin.

 

Kaufaufträge

Interessenten können Kaufaufträge schriftlich und online abgeben oder telefonisch mitbieten. Ein ausgefülltes und unterfertigtes Gebotsformular muss zeitgerecht vor der Auktion eingehen. Das Auktionshaus bietet für schriftliche Gebote bis zum angegebenen Meistbot mit.

 

Telefonische Gebote

Interessenten haben die Möglichkeit telefonisch mitzubieten. Das Auktionshaus bemüht sich die angegebene Rufnummer zu erreichen. Kommt keine Telefonverbindung zu Stande, kann das Auktionshaus für die Interessenten bis zum unteren Schätzpreis des Objektes bieten. Das Auktionshaus ist in diesem Fall aber nicht verpflichtet das Gebot auszuführen.

 

Online Bidding, Live Bidding

Bieter/Bieterinnen können auf www.widderauktionen.com sowie auf externen Auktionsplattformen Vorgebote abgeben und live mitbieten.

 

Versicherung

Kunstobjekte sind bis zum Ende der Abholfrist, in der Höhe des Meistbots, gegen Verlust und Beschädigung versichert. Danach ist das Kunstobjekt nur bis maximal 6 Monate nach Rechnungslegung versichert, wenn kein Zahlungsverzug besteht.

 

Gerichtsstand, Rechtswahl

Gerichtsstand und Erfüllungsort für alle Rechtsverhältnisse ist 1010 Wien. Es gilt österreichisches mater  materielles Recht.

 

Vollständige AGBs